Das Internet ist heute für den urzeitinteressierten Laien die wichtigste Quelle für Wissen über sein Lieblingsthema. Gleichzeitig verbreiten sich dort aber zunehmend unseriöse Inhalte, die wissenschaftliche Erkenntnisse verzerren, vereinfachen oder vollständig ignorieren. Besonders problematisch sind dabei Videos und Beiträge, die ohne Quellenangaben arbeiten, veraltete Darstellungen wiederholen, die ausschließlich KI-generierte Bilder oder die Werke anderer Künstler nutzen, ohne dies kenntlich zu machen. Für Laien ist oft schwer zu erkennen, welche Inhalte zuverlässig sind und welche nicht. So entsteht ein verzerrtes Bild der Erdgeschichte, das sich schnell festsetzt und nur schwer zu korrigieren ist. Ich möchte dir einige Orientierungen an die Hand geben, wie du solche Seiten erkennst.

Die größte Gefahr für guten Paläo-Content
Solche Seiten stören nicht nur, sie zerstören gute Paläo-Inhalte, weil sie genau das untergraben, worauf wissenschaftliche Arbeit basiert: Sorgfalt, Nachvollziehbarkeit und ein ehrlicher Umgang mit Unsicherheit. Wenn komplexe Sachverhalte vereinfacht, Hypothesen als Fakten dargestellt und Fehler millionenfach wiederholt werden, leistet das echter Forschung und Wissenschaftskommunikation einen bitteren Bärendienst. Noch schlimmer es auch gemeiner Missbrauch, der unterschiedlichen, aber niemals redlichen Zielen dient. Hinzu kommt, dass gute Inhalte dadurch oft weniger Reichweite erhalten als spektakuläre, aber ungenaue Darstellungen. Diese Schieflage ist enorm unfair gegenüber den Seitenbetreibern, die wirklich guten und zuverlässigen Content machen und die Aufmerksamkeit wirklich verdient hätten.
Jede Sekunde, die jemand beim Scrollen auf einer Seite mit objektiv falschen Urzeit-Inhalten zubringt, fehlt wiederum diesen seriösen und mit viel Herzblut betriebenen Wissenschaftskanälen. Es ist für mich nur schwer zu ertragen, dass selbst die besten solcher coolen Urzeit-Seiten nur wenige hundert oder tausend Follower und kaum Aufrufe haben, währen die KI- und Bot-Seiten dagegen Hunderttausende oder gar Millionen in ihren Bann ziehen.
Kriterien für die Eintufung als unseriöse Plattform
Viele unseriöse Seiten sind auf den ersten Blick nicht als problematisch erkennbar. Sogar ich selbst habe bei manchen beim ersten Blick noch gedacht, dass sie wirklich coole Animationen zeigen und sich da wohl jemand richtig Mühe gegeben haben muss. Für mich, der sich nun schon jahrelang intensiv mit Paläo-Inhalten befasst hat, wird dann aber zumindest beim genaueren Hinsehen deutlich, wenn eine Seite nicht empfehlenswert ist. Die meisten meiner Leser werden das aber nicht so leicht erkennen, noch nicht einmal auf den zweiten Blick. Deshalb möchte ich dir hier eine Liste mit Kriterien an die Hand geben, mit der du auch selbst problematische Paläo-Inhalte erkennen kannst.
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Wohlgemerkt: Es geht hier ausdrücklich nicht um Journale, Zeitschriften oder Online-Nachrichtenportale, die hin und wieder mit ihren Meldungen ins Klo greifen. Hier übe ich natürlich auch deutliche Kritik. Diese Formate schaffen es dann in meine Beiträge zu den schlechtesten Urzeit-Nachrichten aller Zeiten, einem satirischen Comedy-Format. Und obwohl einige Kandidaten schon mehr als einmal mit dabei waren, sehe ich in der Regel davon ab, sie direkt als unseriös zu bezeichnen. |
Der einfache Grund: Es handelt sich dabei ja meistens nicht um Formate, welche die Urzeit als Kernthema haben. Die, die dort schreiben, maßen sich auch nicht an, Profis und Experten zu sein. Und wie ich weiter unten noch ausführen werde: Jeder hat das Recht, eigene Fehler zu machen. Diese kann man kritisieren, über sie kann man sich auch mal lustig machen, aber ich sehe darin noch kein systemisches Problem. Problematisch wird es erst, wenn mindestens zwei der nun folgenden Kriterien erfüllt werden, oder wenigstens eines in extremer Art und Weise:
#1: Überwiegende Nutzung von KI-Texten und generierten Bildern
Das für mich größte und moralisch widerwärtigste Problem: seit dem Aufkommen von KI-Generatoren wie BLOOM, DALL-E oder Midjourney schießen Seiten wie Pilze aus dem Boden, die beinahe ausschließlich Texte und Bilder mit KI verbreiten. Da die KI aber selbst auch nur „Informationen“ aus dem Internet sammelt und diese ungefiltert einfach übernimmt, ohne einen Quellencheck zu machen, sind solche unseriöse Produktionen entsprechend zu bewerten. Insbesondere bei sehr reichweitenstarken Plattformen entwickelt sich die KI dabei zu einem ständigen Ärgernis.
Heute ist es wirklich leicht, eine Seite oder Kanal bei Facebook, Instagram, TikTok oder YouTube nur mit solchen KI-Inhalten zu bedienen. Dahinter steckt ungleich weniger Aufwand als das Betreiben einer seriösen Seite. Du solltest also dein eigenes Auge dafür schärfen, wie viel Mühe ein Betreiber selbst erkennbar in seine Arbeit gesteckt hat, und wie viel Arbeit er eigentlich nur die KI hat machen lassen. Das Problem dabei: KI-Inhalte sind für Laien oft schwer als solche zu erkennen. Typische KI-Artefakte, wie zu viele Gliedmaßen oder unmögliche Kamerawinkel werden mit voranschreitender Technik immer seltener. Besser werden die Inhalte dadurch aber nicht.
Hier ein paar Orientierungspunkte, die typisch für KI sind:
FÜR TEXTE:
- Extrem hohe Posting-Frequenz:
- Jeden Tag mindestens ein, oft auch 5 bis 20 neue Posts
- Das ist eher unwahrscheinlich mit echter redaktioneller Arbeit zu leisten!
- Reißerische, emotionale Titelüberschrift:
- „Forscher sind schockiert: Dieser Dinosaurier hätte ALLES verändern können!“
- „Die Wahrheit über T. rex – Warum man uns jahrelang belogen hat!“
- „Unglaublich! Dieser Fund stellt die gesamte Evolution infrage!“
- „So sah die Urzeit WIRKLICH aus – was dir niemand erzählt!“
- „Dieses KI-Video zeigt echte Dinosaurier – Wissenschaftler fassungslos!“
- Typische KI-Text-Artefakte:
- Bindestriche statt Kommas
- Übermäßig „glatt“ wirkende Sprache mit sehr monoton wirkendem Satzbau
- Insgesamt doch recht inhaltsarme Texte
- Ungewöhnliche Adjektiv-Konstruktionen und hanebüchene Vergleiche; z.B.:
- Typische KI-Satzteile (z.B. „Insgesamt lässt sich sagen,…“; „Dies trägt dazu bei,…“; „… liefert wertvolle Einblicke…“; „…könnte ein entscheidender Faktor…“; „…, gleichzeitig jedoch…“
- Typisch inhaltlich schwache KI-Textfinals (z.B. „Es ist daher wichtig, XYZ kritisch zu hinterfragen und verantwortungsvoll damit umzugehen.“)
- Hinweise auf KI-Übersetzungen:
- Angaben aus dem imperialen System (Fuß, Zoll, Gallonen…)
- Buchstabendreher
- Fürs Deutsche untypische Zeichen, wie z.B. Zirkumflex (â) oder Akzente (á, à) über Vokalen
- Fürs Deutsche typische Zeichen dort, wo sie nicht hingehören; z.B: ä, ö, ü anstelle von a, o, u
Mit etwas Übung kann jeder ein Gespür dafür entwickeln, wie man KI-Texte und generierte Bilder erkennt. Dafür ist es aber nötig, selbst sehr viel „echte Menschenarbeit“ zu lesen. Das eigene Sprachgefühl trainierst du am besten mit authentischen Büchern, egal ob mit Sachtexten oder Unterhaltungsliteratur. Hauptsache, du kommst ins Lesen! So wirst du schnell auch die Qualität von menschlicher Qualität mehr schätzen lernen als generierte Inhalte.
FÜR BILDER:
- Wiederkehrende Muster:
- mehrere Tiere sehen fast identisch aus, obwohl sie unterschiedliche Arten sein sollten
- Fleischfresser ähneln z.B. alle sehr stark dem Tyrannnosaurus aus Jurassic Park.
- Pflanzenfresser haben oft spitze Zähne und scharfe Raubkrallen
- Übertrieben „monsterhafte“ Darstellung von Dinosauriern
- Stilbrüche bei mehreren Tieren
- Bei mehreren Tieren sehr deutliche Unterschiede in der Art der Gestaltung
- z.B. ein Tier eher im Zeichen-Stil, ein anderes glatter als 3D-Modell, ein weiteres quasi fotorealistisch….
- Grund: KI orientiert sich beim Generieren an den Arbeiten unterschiedlicher Künstler
- Unnatürliche Anatomie:
- Zu viele Nasenlöcher: meist eines vorn an der Schnauzenspitze, ein weiteres weiter oben am Maul
- Zusätzliche Finger an den Händen oder Zehen an den Füßen
- Flugsaurier haben einen oder zwei Flügel zu viel; bzw. zusätzlich auch Arme mit Krallen
- Tieren im Hintergrund fehlen der Kopf, der Schwanz oder die Beine
- Umgebungsfehler:
- Schatten und Licht passen nicht zur Umgebung
- Perspektiven stimmen nicht
- Bewegungen in Videos wirken flüssig, aber falsch; z.B. gleitend statt muskelgesteuert
- Moderne Pflanzen wie z.B. Gras
Wenn ein Bild auf den ersten Blick beeindruckend wirkt, aber bei genauerem Hinsehen immer mehr kleine Fehler auftauchen, handelt es sich sehr wahrscheinlich um KI. Aber das Erkennen von KI ist inzwischen, vor allem ja im Bereich Urzeit, eher peripher. Erstens sollte ja (so gut wie) jeder inzwischen wissen, dass Dinosaurier nicht mehr in unserer Welt existieren und lediglich durch Animation oder eben KI „wiederbelebt“ werden könnten. Somit sei hier auch nur ganz kurz erwähnt, dass KI-generierte Inhalte auch einer Kennzeichnungspflicht unterliegen. Denn interessanterweise halten sich die meisten Seiten auf meiner Blacklist daran. Das tun sie aber wohl nur aus dem Grund, weil man ihre Inhalte sonst direkt als Richtlinienverstoß melden könnte. Und selbst wenn solche Inhalte formal als KI gekennzeichnet sind, sagt das noch nichts über ihre inhaltliche Qualität aus, wie hier nun hoffentlich deutlich wurde!
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Gleichzeitig ist aber auch nicht jede Seite, die KI nutzt, automatisch schlecht. Tatsächlich nutze ich ja auch KI, beachte dabei aber einen gewissen Codex. Wann und in welcher Form KI objektiv betrachtet einen Mehrwert bietet und auch in sowohl ethisch unproblematischer als auch bereichernder Weise eingesetzt werden kann, habe ich in einem ausführlichen Statement erläutert. |

#2: Fehlende Transparenz über Betreiber und Intention der Seite
In den meisten Ländern, so auch in Deutschland, gibt es eine Impressumspflicht. Auch auf meiner Website ist selbstverständlich angegeben, wer hier die Verantwortung trägt, nämlich ich, Markus Peter Kretschmer. Wenn eine Seite dir aber diese Information vorenthält, ist in der Regel nicht seriös. Das bedeutet nicht, dass du überall einen Klarnamen finden musst, du kannst selbstverständlich auch als seriöser Blogger anonym bleiben. Aber dann sollte zumindest klar erkennbar sein, dass es sich um eine reale, verantwortliche Person oder ein klar benanntes Projekt handelt. Eine kurze Vorstellung, ein erreichbarer Kontakt, und wenn es nur ein Postfach ist, sowie klare Hinweise auf die Motivation und Zielsetzung der Seite sind dabei schon völlig ausreichend.
Doch wenn nicht erkennbar ist, wer hinter den Inhalten steht, und warum sie veröffentlicht werden, ist das problematisch. Wenn diese Dinge nicht nicht klar sind, kann auch niemand für Fehler, Falschinformationen oder ethisch fragwürdige Darstellungen zur Rechenschaft gezogen werden. Gleichzeitig erschwert es dir als Leser, die Glaubwürdigkeit der Inhalte einzuschätzen. Eine Seite ohne erkennbare Urheber kann jederzeit im Nichts verschwinden, sogar nach strafrechlich relevanten Vorfällen, ohne jemals Konsequenzen befürchten zu müssen. Gerade im Bereich der Urzeitdarstellung, in dem viele Menschen ohnehin nicht über tiefgehendes Fachwissen verfügen, entsteht dadurch ein erhebliches Risiko. Offenzulegen, wer man ist und wofür man steht, zeigt damit auch, dass man bereit ist, Verantwortung für seine Inhalte zu übernehmen. Genau das fehlt bei vielen problematischen Seiten.
#3: Mangelhafte Angabe von externen Quellen

Wer wissenschaftlich arbeitet, muss dabei wissenschaftliche Standards und die Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens beachten. Dazu gehört es auch, immer transparent die Quellen zu nennen, aus denen man seine Informationen bezieht. Wichtig ist dabei auch, alle Seiten eines Themas zu beleuchten, insbesondere bei wissenschaftlichen Kontroversen – wenn z.B. nach Unklarheit zu einer Hypothese besteht und Wissenschaftler unterschiedliche Meinungen darüber haben. Hierbei darf dann nicht nur eine Seite als die „richtige“ dargestellt werden. Unseriöse Seiten tun das in der Regel gar nicht oder in nicht ausreichender Form.
Du solltest solche Seiten z.B. niemals dafür nutzen, ein Schulreferat vorzubereiten, weil die Informationen daraus nicht zuverlässig sind. Viele Seiten reproduzieren nur weit verbreitete Klischees und veraltete Forschungsmeinungen, sogar bereits vor dem Aufkommen von KI. Heute verbreitet die KI solche Inhalte ungeprüft und ungefiltert weiter, weshalb sich falsche Narrative auch so hartnäckig halten. Dies leistet echter, wissenschaftlich orientierter Arbeit einen Bärendienst und ist deshalb für mich ein absolutes No Go.

#4: Überwiegend gekaufte Bot-Reichweite
Auch gekaufte Reichweite ist eines meiner Kriterien für unseriöse Seiten. Mit mehreren Tausend gekauften Bots, die bereits für unter Hundert Euro zu haben sind, starten solche Seiten bereits mit einer „Reichweite“, von der ich selbst nach jahrelanger Arbeit nur träumen kann, wenn ich versuche, sie organisch zu erreichen. Es bedarf nur einer geringen Mühe, den Algorithmus der sozialen Netzwerkplattform so zu manipulieren, dass die generative Seite in kurzer Zeit wächst und dann auch echte Follower ihr folgen.
Das ist relativ leicht zu erkennen: wenn die Kommentare unter einem Beitrag oft ziemlich gleichlautend sind, oder die Seite selbst kaum anderen Seiten folgt, dafür aber selbst zigtausende Follower hat, ist eine künstliche Reichweite ziemlich offensichtlich. In so einer Flut von generativ erzeugtem Bullshit gehen seriöse Seiten, aber auch ehrgeizige Projekte von Laien, wie ich einer bin, gnadenlos unter. Aufgrund des realen Schadens, die diese Seiten auf billigste Weise anderen Betreibern zufügen, solltest du diese Seiten am besten direkt blockieren, wenn dir dieses und noch ein weiteres Kriterium unangenehm auffällt.

#5 Keine Fehler- und Diskussionskultur
Fehler können jedem passieren. Auch mir. Und auch seriösen Wissenschaftlern passieren sie immer wieder! Entscheidend ist aber nicht, ob Fehler gemacht werden, sondern wie damit umgegangen wird. Wenn eine Seite keine erkennbare Bereitschaft zeigt, sich selbst zu korrigieren oder auf berechtigte Kritik einzugehen, ist das ein deutliches Warnsignal. Achte immer darauf, wie Betreiber auf Hinweise reagieren: Werden sachliche Einwände ignoriert oder gar gelöscht? Wird Kritik ins Lächerliche gezogen oder aggressiv und beleidigend beantwortet? Oder findet doch ein konstruktiver Austausch statt?
Gerade in den sozialen Medien trennt sich besonders an diesem Punkt die Spreu vom Weizen: Während problematische Seiten oft nur auf Reichweite aus sind und ihre Inhalte unverändert stehen lassen, auch wenn sie nachweislich falsch sind, nutzen gute Seiten die Rückmeldungen ihrer Community, um besser zu werden. Das versuche ich selbst auch! Meine Seite lebt seit Jahren vom gegenseitigen Austausch, vom Hinterfragen und vom ständigen Überprüfen meiner Inhalte. Genauso, wie auch seriöse Forschung eine offene Fehlerkultur pflegt und sich ständig selbst hinterfragt und korrigiert. Wer diesen Prozess bewusst vermeidet oder unterdrückt, handelt nicht im Sinne von Aufklärung, sondern betreibt mindestens fahrlässig, oft aber sogar gezielt Desinformation. Wenn du also den Eindruck hast, dass eine Seite keine Kritik zulässt, dass deine Kommentare auf „geheimnisvolle“ Weise einfach verschwinden oder du nach deiner sachlichen Kritik direkt blockiert wirst, solltest du wissen, welche Konsequenzen du daraus ziehst.
#6: Diebstahl geistigen Eigentums

Noch übler ist dann eigentlich nur, wenn große unseriöse Kanäle dreist die Inhalte von seriösen Creatorinnen und Creatoren klauen. Das geschieht manchmal direkt, was aber tatsächlich auch rechliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Deshalb agieren unseriöse Seiten heute oft vorsichtiger, aber nicht minder moralisch verwerflich: Paläo-Art von renommierten Künstlern, die auf Aufträge angewiesen sind, wird durch die KI bearbeitet und oft als eigenes Werk ausgegeben.
Aber nach wie vor werden oft immer noch echte Fotos von Fundstellen, Fossilien oder Museen ohne Zustimmung der Urheber verwendet, um die eigene Reichweite zu pushen. Leider bringt es nicht viel bis gar nichts, diese Inhalte zu melden. Tatsächlich können da nur die Eigentümer selbst etwas ausrichten. Und die werden – wen wundert’s – von den Dieben meist direkt blockiert, damit sie gar nicht erst Wind von dem Diebstahl bekommen. Wer das tut, handelt zutiefst amoralisch!

#7: Wissenschaftsleugnung und erkennbare Irreführung mit Absicht
Das letzte Kriterium ist auch meine letzte Eskalationsstufe. Viele Seiten im Netz dienen ausschließlich der Verbreitung politischer oder religiöser Propaganda. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, Zweifel an echter wissenschaftlicher Arbeit zu säen, indem sie z.B. die Evolution leugnen oder der Archäologie und der Geschichtsforschung absichtliche Täuschung und das Verschweigen essentieller „Wahrheiten“ unterstellen.
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Ein solches Gedannkegut geht aber fast immer auch Hand in Hand mit wirklich gefährlichen, menschenverachtenden Ideologien. Dies habe ich auch bereits in einem ausführlichen Statement erörtert. Aus all den darin aufgeführten Gründen braucht eine Seite auch kein anderes Kriterium zusätzlich erfüllen, um als unseriös zu gelten. Wenn sie Kreationismus, „Alternative Archäologie“ oder anderen pseudowissenschaftlichen Unsinn gutheißt, sollte man einen weiten Bogen um sie machen. |
Goldene Regeln für den Urzeit-Creator
Aus diesen Kriterien kann man einen Ehrenkodex ableiten, der für dich wichtig wird, wenn du selbst einen Urzeit-Kanal auf Social Media oder eine eigene Website zu diesem Thema betreibst oder vorhast, eine zu betreiben. Ich würde es sehr begrüßen, wenn es davon noch mehr gäbe, die sich nicht nur an wissenschaftliche, sondern auch an moralische Standards halten. Und das ist eigentlich gar nicht so schwer:
- Nutze deine Reichweite nicht zum Verbreiten extremistischer Ideologien!
- Wenn du Inhalte anderer Künstler verwenden möchtest, frage sie vorher um Erlaubnis und erwähne sie als Quelle!
- Lass Kritik an deinen Inhalten zu, bleib höflich und korrigiere Fehler, wenn dich jemand darauf aufmerksam macht!
- Kaufe dir keine künstliche Reichweite, sondern vernetze dich mit der echten Community!
- Gib an, woher deine Infos stammen, und versehe alle deine Beiträge mit Quellenangaben!
- Führe ein Impressum, das dich und deine Arbeit transparent macht!
- Mache auch transparent, wie und wo du KI nutzt – und verwende KI nicht bloß generativ!
Unser Lieblingsthema, die Urzeit, ist doch zu schön und interessant, dass es uns unseriöse Kanäle kaputtmachen. Gerade weil Dinosaurier, Fossilien und die großen Fragen der Erdgeschichte so faszinierend sind, verdienen sie einen sorgfältigen und respektvollen Umgang. Es liegt daher auch an uns als Leserinnen und Leser, bewusst zu entscheiden, welchen Inhalten wir unsere Aufmerksamkeit schenken und welche wir kritisch hinterfragen oder bewusst meiden. Nimm dir deshalb die Zeit, immer genau hinzuschauen.
Unterstütze bitte nur die seriösen Seiten!
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Eine kleine Liste mit wiederum sehr guten Urzeit-Seiten, die sich nicht nur an den „Ehrenkodex“ halten, sondern mit deren Betreibern ich auch schon das eine oder andere Mal zusammengearbeitet habe, findest du in meiner Danksagung. Schau unbedingt mal rein, es lohnt sich wirklich, diesen Menschen und ihrer mühevollen Arbeit zu folgen! |
Viele weitere sehr interessante Seiten, Künstler und Blogs, die es wert sind, ihnen zu folgen, findest du, wenn du auf meinen Social Media-Kanälen die Liste der Seiten durchschaust, denen ich selbst folge. Das beste, was du tun kannst, ist all den Unsinn im Netz zu ignorieren und den Verantwortlichen auf keinen Fall zu folgen, besser sogar, sie direkt zu blockieren. Mach daher auch gerne deine anderen Urzeit-Freunde auf diesen Artikel aufmerksam. Abonniere stattdessen lieber direkt die Kanäle echter Wissenschaftler oder anerkannter Hobby-Paläontologen, um über dein Lieblingsthema auf dem Laufenden zu bleiben. Sie und auch ich selbst werden es dir danken!
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