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Die Weißen Steine

Entdeckungsreise in die Welt der Urzeit

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Tierprofil: Triceratops prorsus

Posted on Dezember 8, 2024Februar 21, 2026 by Markus Kretschmer
Lesedauer 14 Minuten

Name: Triceratops prorsus („Schlichtes Dreihorngesicht“)

Beschrieben: 1890 von Othniel C. Marsh

Ordnung: Ornithischia; Familie: Ceratopsidae

Länge: ♂ bis zu 8,3, ♀ bis 9m

Gewicht: ♂ bis zu 8.000kg, ♀ bis zu 9.600kg

Ernährung:  herbivor


Beschreibung:

Triceratops ist einer der berühmtesten Dinosaurier und bei weitem der häufigste in ganz Laramidia. Während der Trockenzeit sammeln sich viele Tiere im mittleren Abschnitt des westlichen amerikanischen Kontinents, wo es zu dieser Jahreszeit noch warm, aber auch noch deutlich grüner ist als in ihren übrigen Verbreitungsgebieten. Von dort aus ziehen sie dann gemeinsam in riesigen Herdenverbänden weiter südlich, wo sie dann den Winter verbringen. Im Sommer trifft man ihn auch wieder in den nördlichen Breiten Laramidias an, wo er sich in weitläufigen Prärien und lichten Wäldern aufhält. Seine Lieblingsspeise sind niedrig wachsende Pflanzen, Sträucher und auch Wurzelknollen, welche die Tiere mit ihren starken Hornschnäbeln aus dem Boden wühlen. In seltenen Fällen sieht man sie allerdings auch an Kadavern anderer verendeter Großdinosaurier. Fleisch gehört aber wirklich nur in Ausnahmefällen auf ihre Speisekarte.

Ein Triceratops-Weibchen.

Triceratops-Männchen sind braunrot gefärbt mit dunkelroten Streifen. Ihr beeindruckender Nackenschild ist mit Keratin und schillernden Farbmustern verziert. Die Weibchen sind weniger farbenfroh. Ihre Haut ist graubraun, bei manchen Individuen beinahe schwarz. Während der fruchtbaren Sommermonate bilden die Weibchen kleinere Verbände, die sich über den ganzen Kontinent verteilen. Die Herden umfassen mehrere weibliche Individuen, die eng miteinander verwandt sind. Gemeinsam mit ihren Müttern, Schwestern und Tanten sowie ihrem mindestens eineinhalbjährigen Nachwuchs legen sie auf ihren Wanderungen jedes Jahr tausende von Kilometern zurück. Nur die Mütter, die im Frühjahr frischen Nachwuchs bekommen haben, lassen diese Wanderungen aus. Männchen ziehen meist als Einzelgänger oder kleinen Gruppen durch ihr Revier.

Lebensweise:

Im Frühjahr schlüpfen aus den ledrigen, spitz zulaufenden Eiern, die ein Triceratops-Weibchen in ihrem Nisthügel bewacht, bis zu 15 Jungtiere. Die Mütter verbleiben mit ihnen bis zum übernächsten Herbst in den Brutgebieten. Erst dann sind die Kleinen nämlich kräftig genug, um den langen Marsch zu wagen. Trotz der hohen Nachkommenzahl erreichen nur wenige Jungtiere das Erwachsenenalter. Die Mütter kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs, und das bis zu fünf Jahre lang, in denen ein Junge führendes Weibchen auch keine neuen Eier legt. Während dieser Zeit verteidigt sie ihre Jungtiere vehement gegen Fressfeinde und duldet keine fremden Männchen in der Nähe des Nachwuchses. Zur Verteidigung gegen Raubtiere bilden die Weibchen einen schützenden Ring um ihre Jungen. Dabei stellen die Tiere ihre imposanten Hörner und Nackenschilde zur Schau, eine Drohgebärde, die in den meisten Fällen Wirkung zeigt.

Ein männlicher Triceratops.

Die Männchen legen ein deutlich einsameres Leben an den Tag: Meist ziehen bloß ein bis zwei jüngere Männchen mit einem weiteren, deutlich älteren Veteran umher, um sich gegenseitig vor Feinden zu schützen. In der Paarungszeit werden aus den Freunden jedoch stets erbitterte Rivalen! Dann werden die Männchen nämlich extrem aggressiv und greifen alles an, was ihnen bedrohlich erscheint. Und das kann im Grunde jedes andere Tier sein, selbst so mancher Baumstumpf hat bereits den Zorn eines wütenden Triceratops zu spüren bekommen. Bei den Brunftkämpfen ringen die Männchen erbittert miteinander um die Herden der Weibchen, indem sie ihre Hörner verhaken und solange schieben, bis einer der Kontrahenten nachgibt. Diese kräftezehrenden Kämpfe enden zwar selten tödlich, viele Männchen sterben jedoch trotzdem,  an Entkräftung oder weil sie geschwächt zur leichten Beute für Räuber werden. Die Überlebenden kehren nach der Brunft in ihre Reviere zurück.

Ein etwa einjähriges Triceratops-Jungtier.

Triceratops in Die weißen Steine:

Band I:

Triceratops tritt im Kapitel „Schräge Vögel“ in Erscheinung. Eine riesige Herde weiblicher Tiere, die sich bereits zu ihrer Herbstwanderung sammelt, wird dort von den Jungs aus der Ferne gesichtet und für eine Rinderherde gehalten.

Band II:

Eine ganze Herde Triceratops begegnet Marie, Leon und Heinrich im Kapitel „Die Wesen am Fluss“ und überzeugt Heinrich schließlich, in der Dinosaurierzeit gelandet zu sein. Die gleiche Herde verwüstet mehrmals das Lager der anderen Schüler, die sich am Seeufer niedergelassen haben, und zwingt sie im Kapitel „Elementare Dinge“ schließlich dazu, sich einen neuen Lagerplatz zu suchen. Im Kapitel „Verbotene Früchte“ freundet sich Hannah schließlich mit einem Jungtier an, das sie liebevoll auf den Namen „Trisha“ tauft.

Band III:

Moritz kann Triceratops oft in der Nähe des Sees beobachten und macht dabei viele Interessante Entdeckungen über die Tiere, die er in seinem Tagebuch – einst Alinas Taschenkalender – festhält. Melina fertigt dazu später Zeichnungen an. Eine der gezeichneten Begegnungen hat es in sich: Im Kapitel „Der gehörnte Koloss“ greift ein junger Triceratops-Bulle Moritz und Ramzi bei der Nahrungssuche an. Moritz kann ihm nur mit knapper Not und durch seine Schwimmkünste entkommen.

Band IV:

Hannah trifft in „Erinnerungen“ Trisha wieder, die seit ihrer letzten Begegnung deutlich gewachsen ist, ihre menschliche Freundin aber trotzdem noch wiedererkennt. Später werden Leon, Marie, Wasi, Hannah und John Zeuge einer dramatischen Jagdszene. Die T. rex-Familie erlegt dabei geneimsam einen jungen, männlichen Triceratops. In „Der sterbende See“ befinden sich auch einige Triceratops unter den fliehenden Tieren, vor denen Moritz und seine Freunde in Deckung gehen müssen. Marie und ihre Freunde sichten die Herde in „Heinkehr“ ein weiteres Mal, als sie mit dem bewusstlosen Max über die Ebene wandern.

Hier geht’s zurück zur Hauptseite Leben in der Urzeit!

Wissenschaftliches zu Triceratops:

Triceratops ist eines der am längsten bekannten Lebewesen des kreidezeitlichen Nordamerikas. Folglich ist er heute auch sehr gut erforscht. Es sind bereits hunderte wissenschaftliche Publikationen erschienen, die sich mit ihm beschäftigt haben. Damit ist Triceratops nicht nur einer der populär wohl berühmtesten, sondern auch einer der am besten erforschten Dinosaurier. Und das, obwohl bis vor einigen Jahren noch kein einziges vollständiges Skelett von ihm bekannt war! Die meisten Funde bestehen aus isolierten Schädeln oder Teilskeletten, was lange Zeit zu Unsicherheiten bei den genauen Proportionen und auch seiner Körperhaltung führte. Heute erlaubt die außergewöhnlich große Zahl an Schädeln aber bereits detaillierte Untersuchungen zu seinem Wachstum und bietet tiefe Einblicke ins Leben dieses Dinosauriers. Moderne Methoden wie CT-Scans, histologische Dünnschliffe und statistische Morphometrie haben das moderne Bild über Triceratops inzwischen sehr geschärft. Hier möchte ich einige der interessantesten modernen Erkenntnisse im Detail vorstellen.

Forschungsgeschichte

Das erste benannte Fossil, das heute Triceratops zugeschrieben wird, war ein Paar imposanter Hörner am Teil eines Schädeldachs, die 1887 von George Lyman Cannon nahe Denver in Colorado, gefunden wurden. Das Exemplar wurde an Othniel C. Marsh geschickt, der annahm, die Gesteinsschicht stamme aus dem Pliozän und die Knochen gehörten zu einem besonders großen und ungewöhnlichen Bison, den er Bison alticornis nannte.1Marsh, O. C. (1887). Notice of new fossil mammals. American Journal of Science, 34(202), 323–331. doi:10.2475/ajs.s3-34.202.323 Bereits im folgenden Jahr erkannte Marsh jedoch, dass es gehörnte Dinosaurier gab, und veröffentlichte die Gattung Ceratops auf Grundlage fragmentarischer Überreste. Dabei stellte er auch die Familie Ceratopsidae auf.2Marsh, O. C. (1888). A new family of horned Dinosauria, from the Cretaceous. American Journal of Science, 36(216), 477–478. doi:10.2475/ajs.s3-36.216.477

Ein drittes Exempar entdeckte 1888 ein Cowboy namens Edmund B. Wilson inmitten einer steilen Schluchtwand in der Lance Formation in Wyoming. Als er versuchte, den riesigen Schädel mit seinem Lasso an einem der Hörner herauszuziehen, brach das Horn ab und der Schädel stürzte in die Tiefe. Wilson brachte das Horn zu seinem Arbeitgeber, dem Rancher und Fossiliensammler Charles A. Guernsey, der es zufällig dem bekannten Fossiliensammler John B. Hatcher zeigte. Hatcher konnte den gefallenen Schädel im Auftrag von Othniel C. Marsh bergen und schickte das Fossil nach Yale. Marsh benannte ihn dort zunächst als eine weitere Art von Ceratops, C. horridus. Nachdem bei der weiteren Präparation ein drittes Horn, nämlich das auf der Nase freigelegt wurde, änderte Marsh den Namen zu Triceratops („Dreihorngesicht“).3Marsh, O. C. (1889a). Notice of new American Dinosauria. American Journal of Science, 37(220), 331–336. doi:10.2475/ajs.s3-37.220.3314Marsh, O. C. (1889b). Notice of gigantic horned Dinosauria from the Cretaceous. American Journal of Science, 38(224), 173–175. doi:10.2475/ajs.s3-38.224.173

Doch war Marsh wirklich der erste, der sich mit Triceratops wissenschaftlich befasste? Wahrscheinlich nicht! Denn bereits 1872 und 1874 hatte Marshs Erzrivale Edward D. Cope Fossilien beschrieben, die sehr wahrscheinlich zu diesem Hornsaurier gehörten. Unter den Namen Agathaumas sylvestris und Polyonax mortuarius hatte er sogar zwei Gattungen aufgestellt.5Cope, E. D. (1872). On the existence of Dinosauria in the Transition Beds of Wyoming. Proceedings of the American Philosophical Society, 12, 481–483.6Cope, E. D. (1874). Report on the stratigraphy and Pliocene vertebrate paleontology of northern Colorado. Bulletin of the U.S. Geological and Geographical Survey of the Territories, 9, 9–28. Agathaumas beruhte auf einem Becken, mehreren Wirbeln und einigen Rippen, die nahe dem Green River im Südosten Wyomings aus Schichten der maastrichtischen Lance Formation geborgen worden waren.7Lull, R. S. & Wright, N. E. (1942). Hadrosaurian dinosaurs of North America (Vol. 40). Geological Society of America. Aufgrund der starken Fragmentierung lassen sich diese Überreste jedoch nur sicher der Familie Ceratopsidae zuordnen.8Dodson, P. (1996). The horned dinosaurs. Princeton University Press.9Lull, R. S. (1933). A revision of the Ceratopsia or horned dinosaurs. Memoirs of the Peabody Museum of Natural History, 3(3), 1–175. doi:10.5962/bhl.title.5716 Polyonax mortuarius entdeckte Cope 1873 selbst im Nordosten Colorados, möglicherweise in der Denver Formation. Das Material bestand lediglich aus fragmentarischen Hornzapfen, drei Rückenwirbeln und Teilen von Gliedmaßenknochen.10Cope, E.D. (1874). Report on the stratigraphy and Pliocene vertebrate paleontology of northern Colorado. Bulletin of the U.S. Geological and Geographical Survey of the Territories. 9:9-28. Wie bei Agathaumas erlaubt auch hier der Erhaltungszustand keine genauere Zuordnung über die Ceratopsidae hinaus.11Dodson, P., Forster, C. A. & Sampson, S. D. (2004). Ceratopsidae. In Weishampel, D. B., Dodson, P. & Osmólska, H. (Eds.), The dinosauria. University of California Press, 494–513.

Schon im 19. Jahrhundert wurden über dreißig weitere Triceratops und bis heute mehrere hundert Exemplare, darunter auch etwa 120 gut erhaltene Schädel entdeckt. So ist dieser Dinosaurier inzwischen in den US-Bundesstaaten Colorado, Montana, North Dakota, South Dakota, Texas, Utah, und Wyoming sowie aus den Kanadischen Provinzen Saskatchewan und Alberta bekannt. Beinahe ein Drittel aller gefundenen Dinosaurierfossilien aus dem oberen Maastrichtium Nordamerikas können Triceratops inzwischen zugerechnet werden. Damit ist er der häufigste Dinosaurier seiner Zeit, der erfolgreichste Ceratopsier (Horndinosaurier) überhaupt und mit Sicherheit auch der bekannteste, obwohl die meisten Exemplare nur aus Teilskeletten oder isolierten Schädeln bestehen.

Taxonomische Debatten: Was ist eigentlich ein Triceratops, und was nicht?

Im Laufe der langen Zeit hat man diese auch vielen verschiedenen Arten von Triceratops oder auch ganz anderen Gattungen zugeordnet.12Hatcher, J. B., Marsh, O. C. & Lull, R. S. (1907). The Ceratopsia. Government Printing Office. So gehören nicht nur Copes Agathaumas und Polyonax sehr wahrscheinlich zu Triceratops, sondern auch die Gattungen Nedoceratops13Mateus, O. (2008). Two ornithischian dinosaurs renamed – Microceratops Bohlin 1953 and Diceratops Lull 1905. Journal of Paleontology, 82(2), 423. doi:10.1666/07-069.114Scannella, J.; Horner, J.R. (2010). „Torosaurus Marsh, 1891, is Triceratops Marsh, 1889 (Ceratopsidae: Chasmosaurinae): synonymy through ontogeny“. Journal of Vertebrate Paleontology. 30 (4): 1157–1168. Bibcode:2010JVPal..30.1157S. doi:10.1080/02724634.2010.483632. S2CID 86767957.15Farke, A. A. (2011). Anatomy and taxonomic status of the chasmosaurine ceratopsid Nedoceratops hatcheri from the Upper Cretaceous Lance Formation of Wyoming, U.S.A. PLoS ONE, 6(1), e16196. doi:10.1371/journal.pone.0016196, Tatankaceratops16Ott, C. J. & Larson, P. L. (2010). A new, small ceratopsian dinosaur from the Latest Cretaceous Hell Creek Formation, northwest South Dakota, United States – a preliminary description. In Ryan, M. J., Chinnery-Allgeier, B. J. & Eberth, D. A. (Eds.), New perspectives on horned dinosaurs – the Royal Tyrrell Museum Ceratopsian Symposium. Indiana University Press, 656.17Longrich, N. R. (2011). Titanoceratops ouranos, a giant horned dinosaur from the Late Campanian of New Mexico. Cretaceous Research, 32(3), 264–276. doi:10.1016/j.cretres.2010.12.00718Holtz, T. R. Jr. (2011). Dinosaurs – the most complete, up-to-date encyclopedia for dinosaur lovers of all ages, Winter 2010 appendix.19Illies, M. M. et al. (2020). Triceratops with a kink – co-ossification of five distal caudal vertebrae from the Hell Creek Formation of North Dakota. Cretaceous Research, 108, 104355.20Scannella, J. & Horner, J. R. (2010). Torosaurus Marsh, 1891, is Triceratops Marsh, 1889 (Ceratopsidae: Chasmosaurinae) – synonymy through ontogeny. Journal of Vertebrate Paleontology, 30(4), 1157–1168. doi:10.1080/02724634.2010.483632 und Ojoceratops.21Sullivan, R. M. & Lucas, S. G. (2006). The Kirtlandian land-vertebrate „age“–faunal composition, temporal position and biostratigraphic correlation in the nonmarine Upper Cretaceous of western North America. New Mexico Museum of Natural History and Science Bulletin, 35, 7–29.22Jasinski, S. E., Sullivan, R. M. & Dodson, P. (2020). New dromaeosaurid dinosaur (Theropoda, Dromaeosauridae) from New Mexico and biodiversity of dromaeosaurids at the end of the Cretaceous. Scientific Reports, 10(1), 5105. doi:10.1038/s41598-020-61480-723Sullivan, R. M. & Lucas, S. G. (2010). A new chasmosaurine (Ceratopsidae, Dinosauria) from the Upper Cretaceous Ojo Alamo Formation (Naashoibito Member), San Juan Basin, New Mexico. In Ryan, M. J., Chinnery-Allgeier, B. J. & Eberth, D. A. (Eds.), New perspectives on horned dinosaurs – The Royal Tyrrell Museum Ceratopsian Symposium. Indiana University Press.24Longrich, N. R. (2011). Titanoceratops ouranos, a giant horned dinosaur from the Late Campanian of New Mexico. Cretaceous Research, 32(3), 264–276. doi:10.1016/j.cretres.2010.12.00725Holtz, T. R. Jr. (2011). Dinosaurs – the most complete, up-to-date encyclopedia for dinosaur lovers of all ages, Winter 2010 appendix.26Jasinski, S. E., Sullivan, R. M. & Lucas, S. G. (2011). Taxonomic composition of the Alamo Wash local fauna from the Upper Cretaceous Ojo Alamo Formation (Naashoibito Member) San Juan Basin, New Mexico. New Mexico Museum of Natural History and Science Bulletin, 53, 216–271.27Maiorino, L. et al. (2015). Variation in the shape and mechanical performance of the lower jaws in ceratopsid dinosaurs (Ornithischia, Ceratopsia). Journal of Anatomy, 227(5), 631–646. doi:10.1111/joa.1237428Brown, C. M. & Henderson, D. M. (2015). A new horned dinosaur reveals convergent evolution in cranial ornamentation in Ceratopsidae. Current Biology, 25(12), 1641–1648. doi:10.1016/j.cub.2015.04.041

Auch die Art Torosaurus latus könnte nach Auffassung einiger Wissenschaftler wie Jack Horner und John Scanella ein Synonym von Triceratops sein. Dieses Tier mit seinem verlängerten Nackenschild mit den markanten beiden Fenstern wird von ihnen als voll ausgewachsenes Individuum interpretiert, wogegen die Triceratops-Funde mit kürzerem Nackenschild von subadulten Tieren stammen sollten. Im Laufe des Wachstums würde bei Triceratops das Knochengewebe der Nackenschilde immer dünner werden und sich schließlich ganz zurückbilden, wodruch bei sehr alten Individuen schließlich die beiden Fenster entstünden. 29Scannella, J. (2009). And then there was one – synonymy consequences of Triceratops cranial ontogeny. Journal of Vertebrate Paleontology, 29, 177A.30Scannella, J. & Horner, J. R. (2010). Torosaurus Marsh, 1891, is Triceratops Marsh, 1889 (Ceratopsidae: Chasmosaurinae) – synonymy through ontogeny. Journal of Vertebrate Paleontology, 30(4), 1157–1168. doi:10.1080/02724634.2010.483632 

Diese Ansicht wird jedoch von vielen Paläontologen, u.a. Andrew Farke, nicht geteilt. Die dünnen Knochenbereiche am Nackenschild erklärt er stattdessen als Muskelansatzstellen. Zudem gebe es keinen konsistenten Zusammenhang zwischen Öffnungen und einer granulierten Knochenstruktur.31Farke, A. A. (2011). Anatomy and taxonomic status of the chasmosaurine ceratopsid Nedoceratops hatcheri from the Upper Cretaceous Lance Formation of Wyoming, U.S.A. PLoS ONE, 6(1), e16196. doi:10.1371/journal.pone.0016196 Auch Nicholas Longrich befasste sich 2012 mit der sogenannte „Toromorph-Hypothese“ und formulierte drei überprüfbare Vorhersagen: Erstens müssten Triceratops und Torosaurus in denselben Regionen vorkommen, was jedoch nicht vollständig zutrifft. Zweitens dürften nur Torosaurus-Exemplare vollständig ausgewachsen sein, während es alte Triceratops überhaupt nicht geben dürfte.  Allerdings existieren sowohl Hinweise für jugendliche Torosaurus– als auch sehr alte Triceratops-Schädel. Drittens müssten auch klare Übergangsformen existieren. Doch die angeblichen Vorstufen der Schädelfenster unterscheiden sich anatomisch deutlich, weshalb Longrich die Hypothese von Scanella und Horner insgesamt verwarf.32Longrich, N. R. & Field, D. J. (2012). Torosaurus is not Triceratops – ontogeny in chasmosaurine ceratopsids as a case study in dinosaur taxonomy. PLoS ONE, 7(2), e32623. doi:10.1371/journal.pone.0032623

Im Jahr 2022 argumentierten Mallon und Kollegen, dass zwei subadulte Exemplare aus der Frenchman Formation und der Scollard Formation Kanadas eindeutig Torosaurus zugeordnet werden können. Dies stützt die Auffassung, dass Torosaurus ein gültiges, eigenständiges Taxon ist und bis in das späte Maastrichtium existierte.33Mallon, J. C. et al. (2022). The record of Torosaurus (Ornithischia: Ceratopsidae) in Canada and its taxonomic implications. Zoological Journal of the Linnean Society, 195(1), 157–171. doi:10.1093/zoolinnean/zlab120 Sollte sich eines Tages jedoch herausstellen, dass Ojoceratops oder Torosaurus doch mit Triceratops synonym sind, würde dies das Verbreitungsgebiet von Triceratops auch nach New Mexico ausweiten.

Während der Recherchearbeit zu Die weißen Steine war der Disput noch in vollem Gange. Da mich Horners und Scanellas These zwar faszinierte, aber aus den Gründen, die Farke und Longrich dagegen vorbrachten, nicht überzeugte, wagte ich mich stattdessen an eine eigene These: Torosaurus ist in meinen Romanen das (durch Geschlechtsdimorphismus etwas kleinere!) Männchen von Triceratops. Da Torosaurus-Fossilien außerdem seltener gefunden wurden als die des größeren Triceratops, lebt ein ausgewachsenes Triceratops-Männchen in meiner Welt auch eher einzelgängerisch, während die Weibchen Herden bilden. Möglicherweise wurden sie deshalb häufiger von Fressfeinden erbeutet oder hielten sich längere Zeit in zur Fossilisation weniger gut geeigneten Gegenden auf, sodass sie im Fossilbericht seltener auftauchen. Das ist aber wie gesagt nur eine These, genau wie das im Buch beschriebene Wanderverhalten, mit der ich die geringere Fossiliendichte von „meinem“ Triceratops (Torosaurus) erklären möchte.

Abgesehen von den geschilderten Problematiken werden von Triceratops heute bloß noch zwei Arten als gültig anerkannt: Triceratops horridus und Triceratops prorsus. Erstere scheint geologisch etwas älter zu sein und kommt in den unteren Schichten der Hell Creek Formation vor. Die zweite ist dagegen nur aus Schichten bekannt, die unmittelbar vor der KP-Grenze liegen. Es handelt sich also wahrscheinlich um verschiedene Chronospezies – also Vor- bzw. Nachfahren von ein und derselben Stammlinie.34Scannella, J. B. & Fowler, D. W. (2009). Anagenesis in Triceratops – evidence from a newly resolved stratigraphic framework for the Hell Creek Formation. 9th North American Paleontological Convention Abstracts. Cincinnati Museum Center Scientific Contributions, 3, 148–149.35Mallon, J. C. et al. (2025). The Canadian fossil record supports anagenesis in Triceratops (Ornithischia, Ceratopsia). Canadian Journal of Earth Sciences, 62(7), 1222–1236. doi:10.1139/cjes-2024-0170 Weil Triceratops horridus viel bekannter ist als Triceratops prorsus, habe ich in meiner ersten Buchfassung zuerst nur den T. horridus auftreten lassen. Die These mit den verschiedenen Chronospezies kannte ich damals noch nicht. Da Die Weißen Steine aber in der Zeit des obersten Maastrichtiums spielt, müsste dort eigentlich nur T. prorsus vorkommen. Dieser Fehler wurde in der Neuauflage korrigiert.

Rekonstruktion der älteren Art, Triceratops horridus.

Funktion der Hörner und des Nackenschilds

In der Populärkultur ist Triceratops als kämpferischer Haudegen zur Legende geworden. Insbesondere die Szene, wie er seinen Widersacher Tyrannosaurus mit den Hörner am Bauch aufspießt, ist eine sehr beliebte Darstellung.36Sternberg, C. H. (1917). Hunting dinosaurs in the Badlands of the Red Deer River, Alberta, Canada. C. H. Sternberg—The World Company Press. doi:10.5962/bhl.title.15981137Bakker, R. T. (1986). The dinosaur heresies – New theories unlocking the mystery of the dinosaurs and their extinction. William Morrow, 438 Dass die Hörner wirklich bei Kämpfen gegen Fressfeinde zum Einsatz kamen, ist durch eine verheilte Hornverletzung mit markanten T. rex-Bissmarken bei Triceratops zwar belegt,38Happ, J. (2008). An analysis of predator-prey behavior in a head-to-head encounter between Tyrannosaurus rex and Triceratops. In Larson, P. & Carpenter, K. (Eds.), Tyrannosaurus rex, the Tyrant King (Life of the Past). Indiana University Press, 355–368. und auch, dass Tyrannosaurus nachweislich nach Triceratops jagte.39Erickson, G. M. & Olson, K. H. (1996). Bite marks attributable to Tyrannosaurus rex – preliminary description and implications. Journal of Vertebrate Paleontology, 16(1), 175–178. doi:10.1080/02724634.1996.10011297 Doch zielte Triceratops dabei wohl eher auf die Beine oder die Flanken seines Feindes statt auf den Unterleib. Hätte Triceratops nämlich versucht, wie ein Kampfstier einen Tyrannosaurus auf die Hörner zu nehmen, so wäre der schwer verletzte Gegner auf seinen Kopf gefallen. Dabei hätte der sterbende T. rex wiederum den Triceratops durch sein tonnenschweres Gewicht schwer verletzten können.

Es ist inzwischen auch belegt, dass Triceratops seine Hörner und den mächtigen Nackenschild nicht nur zur Verteidigung gegen Raubtiere, sondern auch bei Kämpfen mit Artgenossen einsetzte. Eine Untersuchung von 2009 zeigte, dass die gefundenen Exemplare von Triceratops im Vergleich zu Centrosaurus deutlich häufiger Schädelverletzungen aufweisen. Etwa 14 % der untersuchten Exemplare zeigten entsprechende Schäden.40Farke, A. A. et al. (2009). Evidence of combat in Triceratops. PLoS ONE, 4(1), e4252. doi:10.1371/journal.pone.0004252 Histologische Befunde belegen zudem eine gute Heilungsfähigkeit des Nackenschildes.41Reid, R. E. H. (1997). Histology of bones and teeth. In Currie, P. J. & Padian, K. (Eds.), Encyclopedia of dinosaurs. Academic Press, 329–339.42Horner, J. R. & Lamm, E. (2011). Ontogeny of the parietal frill of Triceratops – a preliminary histological analysis. Comptes Rendus Palevol, 10(5–6), 439–452. doi:10.1016/j.crpv.2011.04.00643Farlow, J. O. & Dodson, P. (1975). The behavioral significance of frill and horn morphology in ceratopsian dinosaurs. Evolution, 29(2), 353–361. doi:10.2307/2407222 Einzelne vernarbte Verletzungen, bei denen der Schild sogar vollständig durchstoßen wurde, wie etwa beim sehr großen Exemplar „Big John“, gelten als weitere starke Hinweise auf innerartliche Kämpfe.44D’Anastasio, R. et al. (2022). Histological and chemical diagnosis of a combat lesion in Triceratops. Scientific Reports, 12(1), 3941. doi:10.1038/s41598-022-08033-2 Neben einer möglichen Schutzfunktion des Schildes wurde auch Thermoregulation (ähnlich wie bei Elefantenohren) diskutiert,45Wheeler, P. E. (1978). Elaborate CNS cooling structures in large dinosaurs. Nature, 275(5679), 441–443. doi:10.1038/275441a0 doch die große Formenvielfalt der Ceratopsier spricht eher für eine wichtige Rolle des Nackenschildes in visueller Kommunikation, sozialer Interaktion und möglicherweise sexueller Selektion, oder auch der Arterkennung.46Davitashvili, L. Sh. (1961). Teoriya Polovogo Otbora (Theory of Sexual Selection). Izdatel’stvo Akademii nauk SSSR, 538.47Farlow, J. O. & Dodson, P. (1975). The behavioral significance of frill and horn morphology in ceratopsian dinosaurs. Evolution, 29(2), 353–361. doi:10.2307/240722248Lehman, T. M. (1990). The ceratopsian subfamily Chasmosaurinae – sexual dimorphism and systematics. In Carpenter, K. & Currie, P. J. (Eds.), Dinosaur Systematics – Perspectives and Approaches. Cambridge University Press, 211–229.49Forster, C. A. (1990). The cranial morphology and systematics of Triceratops, with a preliminary analysis of ceratopsian phylogeny. Ph.D. Dissertation thesis, University of Pennsylvania, 227.50Dodson, P., Forster, C. A. & Sampson, S. D. (2004). Ceratopsidae. In Weishampel, D. B., Dodson, P. & Osmólska, H. (Eds.), The dinosauria. University of California Press, 494–513.51Goodwin, M. B. et al. (2006). The smallest known Triceratops skull – new observations on ceratopsid cranial anatomy and ontogeny. Journal of Vertebrate Paleontology, 26(1), 103–112.doi:10.1671/0272-4634(2006)26[103:TSKTSN]2.0.CO;2 Da extravagante Strukturen aber bei heutigen Tieren nicht unbedingt der Arterkennung dienen, wird diese letzte These heute allerdings auch kontrovers diskutiert.52Hone, D. W. E. & Naish, D. (2013). The ’species recognition hypothesis‘ does not explain the presence and evolution of exaggerated structures in non-avialan dinosaurs. Journal of Zoology, 290(3), 172–180. doi:10.1111/jzo.12035


Quellenangaben:

  • 1
    Marsh, O. C. (1887). Notice of new fossil mammals. American Journal of Science, 34(202), 323–331. doi:10.2475/ajs.s3-34.202.323
  • 2
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1 thought on “Tierprofil: Triceratops prorsus”

  1. binance us register sagt:
    September 21, 2025 um 6:29 p.m. Uhr

    Thanks for sharing. I read many of your blog posts, cool, your blog is very good.

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