Lesedauer 4 MinutenName: Melvius thomasi („Für Melvin Thomas“) Beschrieben: 1987 von Laurie J. Bryant Ordnung: Amiiformes; Familie: Amidae (Kahlhechte) Länge: ♂ und ♀ ca. 1,6m (Ausnahmeexemplare: bis zu 2,8m Gewicht: ♂ und ♀ ca. 45kg (Ausnahmeexemplare: bis zu 155kg) Ernährung: carnivor Beschreibung: Melvius ist der mit Abstand größte Süßwasser-Knochenfisch aus der Hell Creek Formation und zugleich einer…
Kategorie: Fische

Keine andere Gruppe der Wirbeltiere kann mit einer höheren Artenvielfalt aufwarten als die Fische. Das ist heute so und war auch in der Kreidezeit schon nicht anders. In allen Formen und Größen tummelten sie sich schon damals in den Meeren und Ozeanen, sowie in Sümpfen, Flüssen und Seen. Somit gab es Fische in beinahe allen aquatischen Ökosystemen auf dem prähistorischen Planeten.
In diesen Ökosystemen übernehmen Fische meist eine mittlere und somit sehr wichtige Ebene in der Nahrungskette. Die kleinsten Fische ernähren sich von Plankton, also winzigen Algen oder wirbellosen Tieren, die in den Strömungen treiben. Viele Fische beginnen ihr Leben sogar selbst als Plankton, wenn sie als Larve aus ihren Eiern schlüpfen. Andere Fische gehen lieber auf die Jagd nach größerer Beute. Manche fressen Schalentiere wie Muscheln und Armfüßer, andere jagen andere aktiv schwimmende Beute. Die größten Fische können sogar für große Meeresreptilien gefährlich werden. Wenigstens die Jungtiere von Schildkröten, Plesiosauriern und sogar der mächtigen Mosasaurier müssen stets auf der Hut vor räuberischen Haien oder Knochenfischen sein.
Systematik
Was vielleicht überrascht: in der zoologischen Kladistik gibt es den Begriff „Fische“ gar nicht. Im umgangssprachlichen Sinne bezeichnet man damit ein aquatisches, also im Wasser lebendes Wirbeltier, das mit Kiemen statt mit Lungen atmet und über Schädel und Wirbelsäule verfügt. In diesem Verständnis werden oft auch die noch heute lebenden und bereits in der Kreidezeit weit verbreiteten Kieferlosen mit einbezogen, etwa die Rundmäuler (wie Schleimaale und Neunaugen). Aus kladistischer Sicht ist diese Abgrenzung jedoch problematisch. Taxonomisch betrachtet gehören nämlich auch alle luftatmenden Wirbeltiere an Land zur größeren Verwandtschaftsgruppe der Knochenfische, und streng genommen bist also auch du selbst ein Knochenfisch!
Tatsächlich sind wir Menschen mit einer Forelle sogar enger verwandt, als die Forelle mit einem Hai. Der Grund dafür ist, dass Haie bereits früh von der Linie der Knochenfische abzweigten, während die Tetrapoden, zu denen alle Amphibien, Reptilien, Vögel, Säugetiere und damit auch du gehören, sich als ihre Nachfahren entwickelt haben.
Hier siehst du einen (stark vereinfachten!) Stammbaum, mit dem du diese interessanten Verwandtschaftsverhältnisse nachverfolgen kannst:

Die Fische lassen sich somit in folgende Gruppen untergliedern:
Agnatha (Kieferlose Fische, darunter Schleimaale und Neunaugen)
Chondrichthyes (Knorpelfische)
- Holocephali (Chimären)
- Selachimorpha (Haie)
- Batoidea (Rochen)
Osteichthyes (Knochenfische)
- Cladistia (Flösselhechte)
- Chondrostoi (Störe)
- Ginglymodi (Knochenhechte)
- Halecomorphi (Kahlhechte)
- Teleostei (eigentliche Knochenfische, höchste Diversität!)
- Actinistia (Quastenflosser)
- Dipnoi (Lungenfische)
- TETRAPODA (Landwirbeltiere; darunter alle Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere!)
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Leben in der UrzeitFische |
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Einen Grund, anderen eine Freude zu bereiten, findet man schließlich immer!
Folgende Fische kamen bisher in meinen Büchern vor:
Tierprofil: Lepisosteus occidentalis
Lesedauer 3 MinutenName: Lepisosteus occidentalis („westlicher Schuppenknochen“) Beschrieben: 1856 von Joseph Leidy Ordnung: Lepisoteiformes (Knochenhechtartige); Familie: Lepisoteidae (Knochenhechte) Länge: ♂ bis zu 0,9m; ♀ bis zu 1,3m Gewicht: ♂ bis zu 2kg; ♀ bis zu 2,7kg Ernährung: carnivor Beschreibung: In den Flüssen, Seen und Sümpfen von Hell Creek existiert eine reichhaltige Artenvielfalt der Fische. Ein sehr häufiger…
Tierprofil: Galagadon nordquistae
Lesedauer 3 MinutenName: Galagadon nordquistae („Nordquists Galaga-Zahn“) Beschrieben: 2019 von Terry Gates et al. Ordnung: Orectolobiformes (Ammenhaie) ; Familie: Orectolobidae (Teppichhaie) Länge: ♂ bis zu 0,3m; ♀ bis zu 0,46m Gewicht: ♂ bis zu 0,6kg; ♀ bis zu 1,1kg Ernährung: insectivor, piscivor Beschreibung: Wenn wir heute an eine Fluss- und Sumpflandschaft denken, ist ein Hai wahrscheinlich kaum…




