Einer der von mir innigst erwarteten Filme des Jahres 2026 war The End of Oak Street von David Robert Mitchell. Nicht nur, weil er schon vor meinem Besuch als einer der besten Dinosaurierfilme seit Jurassic Park von Kritikern und Publikum gefeiert wurde, sondern auch wegen offensichtlicher Parallelen zu meiner Romanreihe Die Weißen Steine. Hier möchte ich den Film einmal spoilerfrei analysieren und die auftretenden Kreaturen mit ihren prähistorischen Vorbildern vergleichen. Wie gut ist The End of Oak Street aus paläontologischer Sicht?

Mein Gesamteindruck
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Ich war nach der Sichtung regelrecht erschüttert. Diesmal aber ausnahmsweise nicht wegen irgendwelcher schlecht dargestellter Dinosaurier. Die waren eigentlich, was ich hier schon guten Gewissens vorwegnehmen kann, wirklich ganz okay! Was mich aber wirklich verrückt gemacht hat, waren frappierende Ähnlichkeiten zu meiner Romanreihe Die Weißen Steine. |
Bei mir wird schließlich ebenfalls eine Stadt teilweise in die Urzeit versetzt. Zwar vor anderen Hintergründen, und auch nicht in den Jura, sondern in die Kreidezeit. Doch das weggeblitzte Gebiet ist ebenfalls kreisrund. Sogar ein entzwei geteilter Bus ist am Ende der Oak Street zu sehen. Ich erzähle ja bei mir die Geschichte der Schulklasse, die im Bus auf dem Weg zu ihrer Klassenfahrt saß, und wie die Kids dann völlig auf sich allein gestellt in der Kreidezeit überleben müssen. David Robert Mitchell erzählt aber die Geschichte „meiner“ Stadt bzw. einer Familie ihrer Bewohner. Insofern kann ich mir es wohl abschminken, Warner Brothers zu verklagen. Es wird sehr wahrscheinlich ein Fall von „Zwei Dumme, ein (ähnlicher) Gedanke“ sein. Und da die Geschichte nun doch eine andere ist und Mitchell auch keine meiner Szenen exakt übernommen hat, ohne mich zu fragen, stimmt mich das wieder versöhnlich. Besonders, weil ich im Kino eine großartige Zeit hatte!
Tatsächlich kann ich mich dem Urteil von Publikum und Kritikern weitgehend anschließen. Nicht nur, weil ich mich das erste Mal seit Langem im Kino wieder köstlich vor Dinosauriern gruseln konnte und mich prächtig unterhalten fühlte. Das war leider bei keinem der Jurassic World-Filme der Fall und auch nicht bei 65 (2023), die mich wirklich überhaupt nicht begeistert haben. Es kann natürlich sein, dass meine Erwartungshaltung deshalb auch schon recht niedrigschwellig war. Trotzdem war der Film gut geschrieben, er nahm sichdie Zeit, sowohl Figuren als auch Handlung spannend und gleichzeitig sympathisch einzuführen und brachte auch eine Tragik hinein, die mich bei kaum einem Dinosaurierfilm jemals so hart getroffen hat. Hier hatte ich schon sehr bald nicht mehr das Gefühl, dass die Hauptfiguren im Film „sicher“ seien und bestimmt schon irgendwie überleben würden. Genau das hätte ich mir für viele andere Filme der letzten Jahre sehr gewünscht!
Mein Faktencheck
Kommen wir nun aber ohne weitere Umschweife zum Faktencheck. Was stimmt in The End of Oak Street und lässt mit Sicherheit die Herzen von Urzeit-Fans weltweit noch ein paar Oktaven höher schlagen? Was ist dagegen eher Unsinn? Fangen wir gleich einmal damit an, wie das Thema subtil eingeführt wird. Es ist eben nicht ein Dinosaurier, der irgendwo durch einen Vorstadtgarten läuft und dem Zuschauer zu verstehen gibt, dass Seltsames passieren wird. Es ist tatsächlich eine Pflanze, die plötzlich im Garten einer alten Dame auftaucht!
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Denise Platt, die Protagonistin des Films, versucht in der Bibliothek, mehr über dieses Gewächs herauszufinden, wobei ihr die Bibliothekarin verrät, dass es sich offenbar um eine Pleuromeia handelt, eine Pflanze, die seit 200 Millionen Jahren ausgestorben sei.
Abgesehen davon, dass es schon ziemlich interessant ist, dass eine Bibliothekarin so viel Ahnung von (Paläo-)Botanik hat, sieht die Pflanze im Film ihrem Vorbild aus dem Fossilbericht nicht besonders ähnlich, sondern eher wie eine normale Palme aus. Außerdem passt die Pflanze nicht zu der Zeit, in welche die Oak Street dann ein paar Tage später versetzt wird. Der größte Teil der Gruppe der Pleuromeiaceae starb während des Massenaussterbens am Ende der Trias bereits aus, einige Vertreter überdauerten und florierten dann noch bis ins Hettangium, also bis zum Unterjura, bevor dann auch die letzten dieser Pflanzen endgültig verschwanden. In der Zeit von Allosaurus und Stegosaurus waren sie also längst ausgestorben.1Retallack, G. J. (2013). Permian and Triassic greenhouse crises. Gondwana Research, 24, 90–103. doi:10.1016/j.gr.2012.03.0032Peng, J. et al. (2026). Global proliferation of opportunistic pleuromeian lycopsids following the disappearance of the end-Triassic forests. npj Palaeoecosystems, 1(1). doi:10.1038/s44513-026-00002-83Grauvogel-Stamm, L. & Ash, S. R. (1999). “Lycostrobus” chinleana, an equisetalean cone from the Upper Triassic of the southwestern United States and its phylogenetic implications. American Journal of Botany, 86(10), 1391–1405. |
Was mich wiederum sehr positiv überraschte sind die vielen subtilen Details, die sich durch die Versetzung der Kleinstadt ins Mesozoikum ergeben. Die Platts bemerken eben nicht etwa zuerst irgendwelche Dinosaurier, sondern eine Veränderung des Klimas. Als sich das Ausmaß der Katastrophe langsam abzeichnet und verzweifelt nach einem Ausweg gesucht wird, führen die Hauptstraßen buchstäblich ins nichts. Und der Zuschauer erkennt sofort an der Vegetation, dass dort die jurassiche Wildnis beginnt. Die gezeigten Pflanzen stammen zwar auch wieder aus allen möglichen Epochen, für den Jura blüht es mir dort im Dschungel auch eindeutig zu sehr. Blütenpflanzen setzen sich schließlich erst in der Kreidezeit durch, auch wenn sie sich wahrscheinlich im späten Jura bereits langsam begonnen zu entwickeln. Die gezeigte Wildnis ist aber doch eher ein Fantasieprodukt Produzenten und kein solides paläo-botanisches Rechercheergebnis.
Schwierige Klassifizierung
Meine Hauptkritik am Film sind eben diese Anachronismen, also Platzierungen von Lebewesen, die im Jura überhaupt nicht vorkamen. Nicht nur bei den Pflanzen, vor allem bei den Tieren war das prähistorische Casting wirklich schlampig. Es tritt eine wilde Menagerie aus völlig verschiedenen Zeiten der Erdgeschichte auf, was wieder das Klischee bedient, alle Dinosaurier hätten irgendwann mal gemeinsam gelebt. Leider fällt es deshalb auch sehr schwer, die auftretenden Tiere zu identifizieren. Bei einigen hatte ich kaum Zweifel, schon als ich sie im Trailer gesehen hatte, aber bei manchen anderen bin ich bis jetzt noch ziemlich ratlos, um was für Kreaturen es sich eigentlich handelt. Leider hat Warner Brothers keine Kreaturenliste bekanntgegeben und auch in den Interviews haben sich die Beteiligten nur wenig konkret über die Biester geäußert. Die offizielle Film-Website verrät mir auch nur, wie ich an Tickets herankomme und wo ich den Film schauen kann, aber nichts über die wissenschaftlichen Hintergründe der Filmkreaturen. Und anders als bei Jurassic Park gibt es auch kaum Merch-Artikel, jedenfalls keine Spielfiguren, die uns etwas mehr über die Identität der Dinos (und der anderen Urzeitgeschöpfe) verraten könnten. Du musst mir also verzeihen, dass ich hier teilweise hart spekulieren muss. Wenn du etwas besser weißt als ich, verrate es mir deshalb doch bitte gern in den Kommentaren!
Wenigstens zwei der Kreaturen sind relativ deutlich zu klassifizieren, nämlich der Allosaurus und der Stegosaurus. Auch ein Sauropode, der vielleicht ein Camarasaurus sein könnte, ist im Film zu sehen. Diese drei kamen tatsächlich gemeinsam im selben Lebensraum vor, nämlich in der berühmten Morrison Formation im späten Oberjura Nordamerikas vor etwa 150 Ma. So müsste die Oak Street – das war jedenfalls meine erste Idee – wohl ebendorthin verschlagen worden sein. Gehen wir die auftretenden Kreaturen nun also der Reihe nach durch. Ich versuche dabei möglichst spoilerfrei aufzudröseln, was an ihrer Darstellung realistisch ist und was nicht, ob sie wirklich in den Jura gehören, und falls nicht, ob es dann nicht eine bessere Alternative aus der Morrison Formation gegeben hätte!
Mittelgroßer Theropode
Eines der ersten Tiere, das im Film (höchstbedrohlich!) in Erscheinung tritt, ist ein gefiederter, zweibeiniger Fleischfresser. Auf Social Media und auch auf dinopedia.fandom wurde dieses Wesen mal als „Raptor“, mal als Coelophysis bezeichnet. Da er aber keine Sichelkrallen hat und das Design sich doch deutlich von anderen Droaeosauriern unterscheidet, halte ich letzteres für wahrscheinlicher. Einer der Songs im Soundtrack des Films trägt außerdem den Titel 10 – A Den of Coelophysis or The Swamp Drains You, womit Coelophysis als offiziell bestätigt gelten kann. Vom Design her – besonders dem langen Hals und keilförmigen Schädel – zu urteilen, passt es auch, und zwar erstaunlich gut.
Was aber bei allen im Film auftretenden Theropoden ein eklatanter Fehler ist: ihre Handflächen zeigen, wie für Dino-Filme typisch, immer nach unten. Das erlaubte aber der Aufbau der Handgelenke nicht. Merkspruch: Theropoden konnten klatschen, aber nicht trommeln, sonst wären ihre Handgelenke gebrochen.4Sereno, P. C. (1994). Pectoral girdle and forelimb of the basal theropod Herrerasaurus ischigualastensis. Journal of Vertebrate Paleontology, 13(4), 425–450. doi:10.1080/02724634.1994.100115245Carpenter, K. (2002). Forelimb biomechanics of nonavian theropod dinosaurs in predation. Senckenbergiana lethaea, 82, 59–75. doi:10.1007/BF030437736Senter, P. J. & Mackey, J. J. (2023). Forelimb motion and orientation in the ornithischian dinosaurs Styracosaurus and Thescelosaurus, and its implications for locomotion and other behavior. Palaeontologia Electronica, 26(3), a41. doi:10.26879/1289 Ob Coelophysis wirklich ein struppiges Federkleid trug, ist zwar nicht fossil überliefert. Da aber viele spätere Theropoden sehr wohl gefiedert waren, ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch Coelophysis ein Federkleid, zumindest einige Protofedern oder Filamente am Körper trug. Allerdings ist das im Film auftretende Tier für einen Coelophysis deutlich zu groß. Coelophysis war ein noch sehr früher Theropode aus der oberen Trias und erreichte nur knapp 3 m Länge.Für einen Menschen wäre dieser Dinosaurier wohl nicht besonders gefährlich gewesen.7Cope, E. D. (1889). On a new genus of Triassic Dinosauria. The American Naturalist, 23(271), 626. doi:10.1086/2749798Schwartz, H. L. & Gillette, D. D. (1994). Geology and taphonomy of the Coelophysis quarry, Upper Triassic Chinle Formation, Ghost Ranch, New Mexico. Journal of Paleontology, 68(5), 1118–1130. doi:10.1017/S00223360000267189Paul, G. S. (2010). Theropods. In Paul, G. S., The Princeton Field Guide to Dinosaurs. Princeton University Press, Princeton, 67–162. doi:10.1515/9781400836154.67b

Erst am Ende der Trias bzw. am Übergang zum Jura wurden die fleischfressenden Dinosaurier groß genug, um eine solche Bedrohung darzustellen wie im Film. Ich denke da vor allem an Liliensternus10Huene, F. v. (1934). Ein neuer Coelurosaurier in der thüringischen Trias. Paläontologische Zeitschrift, 16(3–4), 145–170.11Mujal, E. et al. (2025). Triassic terrestrial tetrapod faunas of the Central European Basin, their stratigraphical distribution, and their palaeoenvironments. Earth-Science Reviews, 264, 105085. doi:10.1016/j.earscirev.2025.105085 oder Dilophosaurus12Welles, S. P. (1984). Dilophosaurus wetherilli (Dinosauria, Theropoda), osteology and comparisons. Palaeontographica Abteilung A, 185, 85–180.13Marsh, A. D. & Rowe, T. B. (2020). A comprehensive anatomical and phylogenetic evaluation of Dilophosaurus wetherilli (Dinosauria, Theropoda) with descriptions of new specimens from the Kayenta Formation of northern Arizona. Journal of Paleontology, 94(S78), 1–103. doi:10.1017/jpa.2020.14, die aber ebenfalls noch viel zu alt wären, um einem Allosaurus oder Stegosaurus im gleichen Lebensraum Gesellschaft zu leisten. Setzen wir voraus, dass es sich bei den Dinosauriern aus der Oak Street um Bewohner der Morrison Formation handelt, käme wohl am ehesten Stokesosaurus in Betracht, die Rolle des Coelophysis im Film zu übernehmen. Dieser Theropode war entfernt mit den Tyrannosauriern verwandt, bis zu 4 m lang und etwa 60 bis 80kg schwer. Das wäre zwar immer noch etwas kleiner als das Tier im Film, dennoch wäre er für uns Menschen sicher nicht ungefährlich!14Foster, J. (2007). Jurassic West: The Dinosaurs of the Morrison Formation and Their World. Indiana University Press, 389.15Madsen, J. H. (1974). A new theropod dinosaur from the Upper Jurassic of Utah. Journal of Paleontology, 48, 27–31.16Carpenter, K., Miles, C. A. & Cloward, K. C. (2005). New small theropod from the Upper Jurassic Morrison Formation of Wyoming. In Carpenter, K. (Hg.), The Carnivorous Dinosaurs. Indiana University Press, Bloomington, 23–48.
Stegosaurus
Deutlich klarer anhand der typischen Knochenplatten und Schwanzstacheln zu identifizieren ist der Stegosaurus. Unklar ist nur, um welche Stegosaurus-Art es sich handelt. Je nach taxonomischer Auffassung werden bis zu drei Arten geführt, wobei deren Gültigkeit aber nach wie vor in der Forschung diskutiert werden: zuerst Stegosaurus stenops, der die kleinste und die Typusart war. Er besaß im Verhältnis große, breite Platten sowie abgerundete Platten im Schwanzbereich. Artikulierte Exemplare zeigen Platten, die abwechselnd versetzt in einer Doppelreihe angeordnet waren.17Marsh, O. C. (1887). Principal characters of American Jurassic dinosaurs, part IX: The skull and dermal armour of Stegosaurus. American Journal of Science, 34(203), 413–417. doi:10.2475/ajs.s3-34.203.41318Paul, G. S. (2016). The Princeton Field Guide to Dinosaurs. 2. Auflage, Princeton University Press, Princeton, 248.19Galton, P. M. & Upchurch, P. (2004). Stegosauria. In Weishampel, D. B., Dodson, P. & Osmólska, H. (Hgg.), The Dinosauria. 2. Auflage, University of California Press. Stegosaurus ungulatus war größer, hatte längere Beine und stärker zugespitzte Platten mit breiter Basis und schmaler Spitze sowie mehrere kleine, flache, stachelartige Platten unmittelbar vor den Schwanzstacheln. Diese scheinen anders als bei S. stenops paarweise angeordnet gewesen zu sein, da mindestens ein Paar bekannt ist, dessen Elemente identisch, jedoch spiegelbildlich geformt sind.20Marsh, O. C. (1879). Notice of new Jurassic reptiles. American Journal of Science, 18(108), 501–505. doi:10.2475/ajs.s3-18.108.50121Carpenter, K. & Galton, P. M. (2001). Othniel Charles Marsh and the myth of the eight-spiked Stegosaurus. In Carpenter, K. (Hg.), The Armored Dinosaurs. Indiana University Press, 76–102.22Maidment, S. C. R., Brassey, C. & Barrett, P. M. (2015). The postcranial skeleton of an exceptionally complete individual of the plated dinosaur Stegosaurus stenops (Dinosauria: Thyreophora) from the Upper Jurassic Morrison Formation of Wyoming, U.S.A. PLOS ONE, 10(10), e0138352. doi:10.1371/journal.pone.013835223Paul, G. S. (2016). The Princeton Field Guide to Dinosaurs. 2. Auflage, Princeton University Press, Princeton, 248.24Escaso, F. et al. (2007). New evidence of shared dinosaur across Upper Jurassic Proto-North Atlantic: Stegosaurus from Portugal. Naturwissenschaften, 94(5), 367–374. doi:10.1007/s00114-006-0209-825Galton, P. M. (2010). Species of plated dinosaur Stegosaurus (Morrison Formation, Late Jurassic) of western USA: New type species designation needed. Swiss Journal of Geosciences, 103(2), 187–198. doi:10.1007/s00015-010-0022-426Revan, A. (2011). Reconstructing an Icon: Historical Significance of the Peabody’s Mounted Skeleton of Stegosaurus and the Changes Necessary to Make It Correct Anatomically. Dissertation, Department of Geology and Geophysics, Yale University. Stegosaurus sulcatus zeichnet sich durch ungewöhnlich große, gefurchte Stacheln mit sehr breiter Basis aus. Ein Stachel, der zusammen mit dem Typusexemplar gefunden wurde und ursprünglich als Schwanzstachel interpretiert worden war, könnte tatsächlich aus dem Schulter- oder Hüftbereich stammen, da seine Basis wesentlich größer ist als die entsprechenden Schwanzwirbel. Solche Stacheln kamen bei anderen Stegosauriden zwar durchaus vor, sind aber bislang nicht bei den anderen beiden Stegosaurus-Arten überliefert, obwohl diese deutlich besser bekannt sind. Deshalb wird bei S. sulcatus diskutiert, ob es sich bei ihm nicht vielleicht auch um eine eigene Gattung handeln könnte.27Marsh, O. C. (1887). Principal characters of American Jurassic dinosaurs, part IX: The skull and dermal armour of Stegosaurus. American Journal of Science, 34(203), 413–417. doi:10.2475/ajs.s3-34.203.41328Galton, P. M. & Upchurch, P. (2004). Stegosauria. In Weishampel, D. B., Dodson, P. & Osmólska, H. (Hgg.), The Dinosauria. 2. Auflage, University of California Press.29Galton, P. M. (2010). Species of plated dinosaur Stegosaurus (Morrison Formation, Late Jurassic) of western USA: New type species designation needed. Swiss Journal of Geosciences, 103(2), 187–198. doi:10.1007/s00015-010-0022-430Maidment, S. C. R. et al. (2008). Systematics and phylogeny of Stegosauria (Dinosauria: Ornithischia). Journal of Systematic Palaeontology, 6(4), 367–407. doi:10.1017/S147720190800245931Senter, P. (2010). Evidence for a sauropod-like metacarpal configuration in stegosaurian dinosaurs. Acta Palaeontologica Polonica, 55(3), 427–432. doi:10.4202/app.2009.1105

S. sulcatus scheidet für den Stegosaurus in The End of Oak Street also wegen der fehlenden Schulter- bzw. Hüftstacheln aus. Aufgrund der Größe und der doch recht spitzen Stacheln käme am ehesten wohl S. ungulatus in Betracht. Seine Größe ist im Film allerdings leicht übertrieben. Dort ist der Stegosaurus fast so hoch wie ein Telefonmast und länger als die Straße breit ist, also deutlich länger als 7 Meter. Zwar wurde 2026 ein außergewöhnlich großer Stegosaurier aus Utah beschrieben; die Oberarmknochen dieses Tieres sind deutlich länger als bei allen bisher bekannten Stegosauriern aus der Morrison Formation. Dieses Tier wurde auf 7 Tonnen geschätzt!32Hunt-Foster, R. K. et al. (2026). The largest reported stegosaurid from the Morrison Formation (Upper Jurassic). New Mexico Museum of Natural History and Science Bulletin, 102, 287–292. Zwar ist es unklar, ob dieser Knochen nun wirklich zu Stegosaurus oder auch einem bislang unbekannten Verwandten gehört, doch ist die gezeigte Größe des Stegosaurus im Film somit nicht unbedingt unrealistisch. So gigantische Exemplare von Elefantengröße dürften aber bei Stegosaurus wohl aber trotzdem eher die Ausnahme als die Regel gewesen sein. Leider beschränkt sich die Screentime von Stegosaurus auch nur auf wenige Auftritte, wo er bloß durch den Hintergrund läuft oder nur teilweise zu sehen ist. Mein Gesamturteil ist trotzdem: Der Stegosaurus aus The End of Oak Street gehört zu den besten Designs dieses Tieres, die je in einem Film zu sehen waren.
Ankylosaurier
Ähnlich verhält es sich mit einem weiteren gepanzerten Dinosaurier im Film, der ebenfalls nur einige kurze Auftritte im Film hat, die meisten davon auch noch bei Dunkelheit. So gestaltet sich die Klassifizierung doch sehr schwierig, da die Gruppe der Ankylosaurier doch sehr artenreich war. Die wohl bekannteste Art, die auch bei dinopedia.fandom angegeben wird, war natürlich Ankylosaurus magniventris, der aber – wie die Leser meiner Buchreihe wissen – in der Hell Creek Formation und damit ganz am Ende der Kreidezeit vor 66 Millionen Jahren lebte.33Brown, B. (1908). The Ankylosauridae, a new family of armored dinosaurs from the Upper Cretaceous. Bulletin of the American Museum of Natural History, 24, 187–201.34Liddell, H. G. & Scott, R. (1980). A Greek-English Lexicon. Gekürzte Ausgabe, Oxford University Press, Oxford, 5.35Creisler, B. (2003). Dinosauria Translation and Pronunciation Guide A. Dinosauria.com, 7. Juli 2003. Insofern ist er natürlich kein Zeitgenosse von Stegosaurus und von diesem sogar zeitlich betrachtet weiter weg als von der Familie Platt in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts!

Aus der Morrison Formation sind mit Gargoyleosaurus36Carpenter, K. (Hg.) (2001). The Armored Dinosaurs. Indiana University Press, Bloomington, 454–483.37Vickaryous, M. K., Maryańska, T. & Weishampel, D. B. (2004). Ankylosauria. In Weishampel, D. B., Dodson, P. & Osmólska, H. (Hgg.), The Dinosauria. 2. Auflage, University of California Press. und Mymoorapelta38Kirkland, J. I. & Carpenter, K. (1994). North America’s first pre-Cretaceous ankylosaur (Dinosauria) from the Upper Jurassic Morrison Formation of western Colorado. Brigham Young University Geology Studies, 40, 25–42. ebenfalls zwei Ankylosaurier überliefert. Es hat diese Tiere also definitiv auch schon im Oberjura gegeben, weshalb ihre Anwesenheit im Film also nicht komplett anachronistisch ist. Das Problem ist nur: Gargoyleosaurus war vielleicht 3 bis 4 Meter lang und höchstens 700kg schwer, Mymoorapelta war sogar noch kleiner. Das im Film gezeigte Tier ist aber erheblich größer. Außerdem trägt es eine charakteristische Schwanzkeule, die den jurassischen Vertretern aber fehlte. Besonders auffällig sind die sehr langen Stacheln, die am ehesten zu Spicomellus aus dem Mitteljura Marokkos passen würden.39Maidment, S. C. R. et al. (2021). Bizarre dermal armour suggests the first African ankylosaur. Nature Ecology & Evolution, 5(12), 1576–1581. doi:10.1038/s41559-021-01553-640Maidment, S. C. R. (2025). A spiky armoured dinosaur from Africa causes a rethink of ankylosaur evolution. Nature, 27. August 2025. doi:10.1038/d41586-025-02690-9 Doch auch dieses Tier war deutlich kleiner als im Film gezeigt. Somit bleibt festzuhalten: Der Ankylosaurier aus The End of Oak Street ist nicht genau zu identifizieren. Er passt von der Größe jedoch zu keinem bekannten Vertreter aus dem Jura.
Riesige Schildkröten
Die Platts begegnen bei einer nächtlichen Autofahrt und der Suche nach ihren Kindern einer Gruppe von gigantischen Schildkröten, die zwar friedlich sind, ihnen aber den Weg blockieren. Auch hier ist wieder schwierig zu sagen, an welcher prähistorischen Spezies sich das Design orientiert. Die zackige Panzerform und vor allem die Zacken am Schwanzende ließen mich zuerst an Meiolania denken, die im prähistorischen Australien lebte. Auch sie war eine ausgesprochen große Schildkröte, die zwar nicht ganz so groß wie ein Auto, aber immerhin über zweieinhalb Meter lang werden konnte.41Owen, R. (1886). Description of fossil remains of two species of a megalanian genus (Meiolania) from “Lord Howe’s Island”. Philosophical Transactions of the Royal Society, 177, 471–480. doi:10.1098/rstl.1886.001542Gaffney, E. S. (1996). The postcranial morphology of Meiolania platyceps and a review of the Meiolaniidae. Bulletin of the American Museum of Natural History, 229. Dinopedia.fandom listet dagegen die Atlasschildkröte Megalochelys aus Indonesien für The End of Oak Street auf, was mir aber unwahrscheinlich erscheint, da diese Schildkröte zwar die größte bekannte Landschildkröte überhaupt war, aber eben keinen Zackenpanzer besaß.43Brown, B. (1931). The largest known land tortoise. Natural History, 31, 183–187.44Orenstein, R. (2001). Survivors in Armor: Turtles, Tortoises and Terrapins. Key Porter Books, Toronto.45Rhodin, A. G. J. et al. (Hgg.) (2015). Turtles and tortoises of the world during the rise and global spread of humanity: First checklist and review of extinct Pleistocene and Holocene chelonians. Conservation Biology of Freshwater Turtles and Tortoises, 5. Chelonian Research Foundation. doi:10.3854/crm.5.000e.fossil.checklist.v1.201546Naish, D. (2024). Megalochelys, truly a giant tortoise. Tetrapod Zoology, 31. Januar 2024. Beide hätten in einem Dinosaurier-Zeitreisefilm aber ohnehin nichts zu suchen: sie traten beide erstmals im Miozän auf und starben im Pleistozän bzw. im Holozän aus, also noch gar nicht vor allzu langer Zeit, als es sogar schon uns Menschen auf dem Planeten gab!

Im Mesozoikum gab es zwar bereits Landschildkröten, die aber bei Weitem nicht an die Ausmaße der im Film gezeigten Exemplare heranreichten. Panzerlängen von etwa einem Meter sind z. B. von Basilemys aus der Hell Creek Formation verzeichnet. Im Jura waren Schildkröten aber längst noch nicht so gigantisch. Auch aus der bereits angesprochenen Morrison Formation sind mehrere Schildkröten bekannt, Glyptops plicatulus war wohl die größte. Sie erreichte immerhin eine Panzerlänge von etwa 40 cm.47Joyce, W. G. & Anquetin, J. (2019). A review of the fossil record of nonbaenid turtles of the clade Paracryptodira. Bulletin of the Peabody Museum of Natural History, 60(2), 129–155. doi:10.3374/014.060.020448Cope, E. D. (1877). On reptilian remains from the Dakota Beds of Colorado. Proceedings of the American Philosophical Society, 17(100), 193–196.49Marsh, O. C. (1890). Notice of some extinct Testudinata. The American Journal of Science and Arts, Series 3, 40, 177–179.50Hay, O. P. (1908). The Fossil Turtles of North America. Carnegie Institution of Washington Publication 75, 1–568.51Gilmore, C. W. (1916). Description of a new species of tortoise from the Jurassic of Utah. Annals of Carnegie Museum, 10(1–2), 7–12.52Gaffney, E. S. (1979). The Jurassic turtles of North America. Bulletin of the American Museum of Natural History, 162(3), 95–135. Halten wir fest: Bei den Schildkröten in The End of Oak Street haben wir es zwar nicht mit kompletten Fantasieprodukten zu tun, allerdings mit Wesen, die definitiv nicht in den Jura gehören!
Allosaurus
Sehr klar zu identifizieren ist wiederum der tierische Hauptantagonist des Films. Allosaurus kam tatsächlich zusammen mit Stegosaurus in der Morrison Formation vor. Es sind sogar Jäger-Beute-Beziehungen zwischen beiden belegt.53Carpenter, K. et al. (2005). Evidence for predator-prey relationships: Examples for Allosaurus and Stegosaurus. In Carpenter, K. (Hg.), The Carnivorous Dinosaurs. Indiana University Press, Bloomington und Indianapolis, 325–350. Auch das Design in The End of Oak Street hat mir gut gefallen. Die Schädelornamente passen zu den Fossilien, die Körperform mit den kräftigen Armen ebenfalls, obwohl das gesamte Tier doch etwas zu groß erscheint. Im Durchschnitt war Allosaurus nämlich „nur“ etwa 8 Meter lang, das im Film gezeigte Tier dürfte aber mindestens 12 Meter lang sein. So groß waren vermutlich lediglich Ausnahme-Exemplare, die heute der Art A. anax (früher Saurophaganax) zugerechnet werden. Völlig unrealistisch ist das somit also nicht!
Die Kopfform und vor allem die Schädelornamente passen jedoch am ehesten zu A. jimmadseni, der deutlich kleiner war.54Jones, R. R. & Chure, D. J. (1998). The recapitation of a Late Jurassic theropod dinosaur: A successful application of radiological surveying for locating subsurface fossilized bone. GAIA: Revista de Geociências, 15, 103.55Loewen, M. A. et al. (2003). Morphology, taxonomy, and stratigraphy of Allosaurus from the Upper Jurassic Morrison Formation. Journal of Vertebrate Paleontology, 23(3), 72A. doi:10.1080/02724634.2003.1001053856Carrano, M. T. et al. (2012). The phylogeny of Tetanurae (Dinosauria: Theropoda). Journal of Systematic Palaeontology, 10(2), 211–300. doi:10.1080/14772019.2011.63092757Chure, D. J. & Loewen, M. A. (2020). Cranial anatomy of Allosaurus jimmadseni, a new species from the lower part of the Morrison Formation (Upper Jurassic) of western North America. PeerJ, 8, e7803. doi:10.7717/peerj.780358Danison, A. et al. (2024). Chimerism in specimens referred to Saurophaganax maximus reveals a new species of Allosaurus (Dinosauria, Theropoda). Vertebrate Anatomy Morphology Palaeontology, 12. doi:10.18435/vamp29404 Ob Allosaurus so wie im Film wirklich auch Filamentfedern hatte, ist jedoch nicht belegt. Völlig unplausibel ist es zwar nicht, dass Allosaurus ein Gefieder trug, da es auch bei anderen Theropoden belegt ist. Es bleibt jedoch die Frage, ob es einem so großen Tier in einer heißen Umgebung wirklich von Nutzen war oder doch eher die Gefahr einer Überhitzung mit sich brachte. Der etwa gleichgroße Yutyrannus war aber immerhin tatsächlich gefiedert.59Xu, X. et al. (2012). A gigantic feathered dinosaur from the Lower Cretaceous of China. Nature 484(7392), 92–95. doi:10.1038/nature1090660Bell, P. R. et al. (2017). Tyrannosauroid integument reveals conflicting patterns of gigantism and feather evolution. Biology Letters 13(6), 20170092. doi:10.1098/rsbl.2017.009261Ruxton, G. D. (2001). Heat loss from giant extinct reptiles. Proceedings of the Royal Society of London. Series B: Biological Sciences 268(1479), 1921–1924. doi:10.1098/rspb.2001.1743 Bei anderen, ebenfalls großen Theropoden wie Carnotaurus oder Albertosaurus ist dagegen eine Schuppenhaut überliefert.62Bell, P. R. et al. (2017). Tyrannosauroid integument reveals conflicting patterns of gigantism and feather evolution. Biology Letters, 13(6), 20170092. doi:10.1098/rsbl.2017.009263Hendrickx, C. et al. (2022). Morphology and distribution of scales, dermal ossifications, and other non-feather integumentary structures in non-avialan theropod dinosaurs. Biological Reviews, 97(3), 960–1004. doi:10.1111/brv.12829 Bei Allosaurus können wir bislang somit nur spekulieren, wie seine Haut ausgesehen haben könnte.

Insgesamt zählt Allosaurus für mich nicht nur zu den furchteinflößendsten, sondern auch zu den am besten designten Urzeitwesen aus The End of Oak Street. Lediglich bei der Szene selbst muss ich meckern. Denise Platt verpasst dem Allosaurus nämlich erst eine Schrotladung auf den Oberschenkel. Später schießt sie ihm sogar noch mit dem Gewehr mitten ins Gesicht. Beides scheint den Dinosaurier aber nicht groß zu beeindrucken. Greg Platt hingegen gelingt es dann aber, den riesigen Fleischfresser mit einem Vorschlaghammer zu Fall zu bringen. Und er haut ihn dann sogar kurzzeitig damit k.o. Das ist natürlich völliger Unsinn. Ein echter Allosaurus wäre nach einem Schuss Schrot aus so kurzer Distanz in den Oberschenkel schwer verletzt und zum Jagen wahrscheinlich kaum noch imstande gewesen. Ein noch näherer Schuss mitten ins Gesicht hätte ihm dann wohl spätestens den Appetit verdorben. Mit einem Hammer gegen einen ausgewachsenen Allosaurus anax anzugehen würde ich aber niemandem raten, selbst wenn man Ewan McGregor heißt und Obi-Wan Kenobi gespielt hat.
Spinosaurus
Der größte im Film auftauchende Fleischfresser, so gewaltig, dass es ihm ein Leichtes ist, ein Auto einfach durch eine Hauswand zu donnern, ist Spinosaurus. Hier brauchen wir uns aber gar nicht erst auf die Suche nach einem Pendant im Jura zu machen. Spinosaurus gehört ganz klar ins Cenomanium, also den frühesten Abschnitt der Oberkreide und ist damit gut 50 Millionen Jahre jünger als er für einen Auftritt im Oberjura eigentlich sein dürfte. Das Design ist allerdings durchaus akzeptabel und entspricht im Wesentlichen den aktuellen Rekonstruktionen, deutlich besser jedenfalls als die Darstellung des Spinosaurus kürzlich in Jurassic World – Rebirth. Kopfkamm, Schwanzform, Segel und Proportionen entsprechen ziemlich genau seinem prähistorischen Vorbild.64Stromer, E. (1915). Ergebnisse der Forschungsreisen Prof. E. Stromers in den Wüsten Ägyptens. II. Wirbeltier-Reste der Baharije-Stufe (unterstes Cenoman). 3. Das Original des Theropoden Spinosaurus aegyptiacus nov. gen., nov. spec. Abhandlungen der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-physikalische Klasse, 28(3), 1–32.65Ibrahim, N. et al. (2014). Semiaquatic adaptations in a giant predatory dinosaur. Science, 345(6204), 1613–1616. doi:10.1126/science.1258750

Jetzt aber zu meckern, dass Spinosaurus ein für Menschen harmloser Fischfresser gewesen sei, wäre wohl zu viel der Kritik. Zwar machten Fische wohl einen großen Bestandteil der Nahrung vieler Spinosauriden aus; auch ihre Fähigkeit, als geschickte Lauerjäger am Ufer stehend zappelnde Beute aus dem Wasser zu holen, ist gut belegt.66Henderson, D. M. (2018). A buoyancy, balance and stability challenge to the hypothesis of a semi-aquatic Spinosaurus Stromer, 1915 (Dinosauria: Theropoda). PeerJ, 6, e5409. doi:10.7717/peerj.540967Hone, D. W. E. & Holtz, T. R. Jr. (2021). Evaluating the ecology of Spinosaurus: Shoreline generalist or aquatic pursuit specialist? Palaeontologia Electronica, 24(1), a03. doi:10.26879/111068Sereno, P. C. et al. (2022). Spinosaurus is not an aquatic dinosaur. eLife, 11, e80092. doi:10.7554/eLife.8009269Smart, S. & Sakamoto, M. (2024). Using linear measurements to diagnose the ecological habitat of Spinosaurus. PeerJ, 12, e17544. doi:10.7717/peerj.17544 Doch war Spinosaurus durchaus dafür gerüstet, auch an Land nach Nahrung zu suchen. Also ist das kein Fehler, auf dem man herumreiten sollte. Bei Baryonyx ist immerhin durch mehrere Funde gut belegt, dass er auch junge Iguanodonten fraß. Die Platts waren also sehr gut beraten, vor diesem Theropoden schnellstens Reißaus zu nehmen!70Charig, A. J. & Milner, A. C. (1997). Baryonyx walkeri, a fish-eating dinosaur from the Wealden of Surrey. Bulletin of the Natural History Museum of London, 53(1), 11–70.71Hendrickx, C. et al. (2016). Morphofunctional analysis of the quadrate of Spinosauridae (Dinosauria: Theropoda) and the presence of Spinosaurus and a second spinosaurine taxon in the Cenomanian of North Africa. PLOS ONE, 11(1), e0144695. doi:10.1371/journal.pone.0144695 Ob er allerdings wirklich die Kraft hatte, ein Auto durch die Gegend bzw. sogar durch eine Hauswand zu schmeißen, ist natürlich wiederum fraglich. Ich behaupte nun einfach mal, dass er das nicht konnte. Prove me wrong.
Landkrokodil (oder Erythrosuchier?)
Bei ihrer Flucht durchqueren die Platts am Ende des Films ein Haus, das von mehreren höchst bedrohlichen, krokodilähnlichen Kreaturen bevölkert ist. Dinopedia.fandom listet diese Tiere als Garjainia, auch auf Social Media ist mir diese Klassifikation mehrfach begegnet. Garjainia war allerdings kein Krokodil und auch nur entfernt mit diesen verwandt, sondern gehörte zur heute ausgestorbenen Gruppe der Erythrosuchidae, die vor allem während der Trias zu den dominierenden Landraubtieren in Pangaea gehörten. Während des Jura war diese Tiergruppe allerdings bereits ausgestorben, Garjainia selbst lebte sogar noch zu einer Zeit, bevor es Dinosaurier überhaupt gab.72Otschev, V. G. (2004). Materials to the tetrapod history at the Paleozoic-Mesozoic boundary.73Ezcurra, M. D. et al. (2019). The osteology of the holotype of the early erythrosuchid Garjainia prima (Diapsida: Archosauromorpha) from the upper Lower Triassic of European Russia. Zoological Journal of the Linnean Society, 185(3), 717–783. doi:10.1093/zoolinnean/zly061 Und da es sich außerdem um einen für Erythrosuchiden-Maßstäben sogar noch relativ kleinen Vertreter handelte, der aufgrund seiner niedrigen Körperhaltung kaum höher als ein Hund war, passt diese Klassifikation eigentlich nicht zu den monströsen Viechern, die von den Platts im Treppenhaus bekämpft werden.

Werfen wir einen Blick in den Fossilbericht der Morrison Formation, so begegnen uns dort allerdings wirklich mehrere Krokodilartige, von denen einige durchaus terrestrisch, also an Land lebten. Hier ist vor allem Hallopus victor zu nennen, der mit seinen schlanken, langen Beinen wahrscheinlich sogar ein sehr schneller, agiler Läufer war.74Marsh, O. C. (1877). Notice of some new vertebrate fossils. American Journal of Arts and Sciences, 14, 249–256.75Walker, A. D. (1970). A revision of the Jurassic reptile Hallopus victor (Marsh), with remarks on the classification of crocodiles. Philosophical Transactions of the Royal Society of London. Series B, Biological Sciences, 257(816), 323–372.76Ague, J. J., Carpenter, K. & Ostrom, J. H. (1995). Solution to the Hallopus enigma? American Journal of Science, 295(1), 1–17. doi:10.2475/ajs.295.1.1 Mit nur etwa 60 cm Länge war er aber zu klein, um für in der Urzeit gestrandete Menschen eine Bedrohung zu sein. Am ehesten ins Größenspektrum des im Film gezeigten Tieres dürfte Amphicotylus milesi passen, der zumindest semiaquatisch war. Er erreichte ungefähr 3 m Länge.77Yoshida, J. et al. (2021). A new goniopholidid from the Upper Jurassic Morrison Formation, USA: Novel insight into aquatic adaptation toward modern crocodylians. Royal Society Open Science, 8(12), 210320. doi:10.1098/rsos.210320
Flugsaurier
Kein Dinosaurier-Film, der etwas auf sich hält, kommt ohne sie aus, und natürlich fliegen auch in The End of Oak Street mehrere Exemplare von Pterosauriern durch die Luft. Es handelt sich dabei natürlich – wie wahrscheinlich jeder, der hier mitliest, bereits weiß – nicht um Dinosaurier. Genau wie Krokodile, Schlangen und Schildkröten gehören die Pterosaurier einer eigenen Linie von Reptilien an, die allerdings eng mit den Dinos verwandt ist. Welche Arten genau im Film zu sehen sind, lässt sich jedoch nicht eindeutig bestimmen. Dinopedia.fandom nennt Pterodactylus und Tropeognathus, und auch ich bin mir sicher, wenigstens zwei unterschiedliche Designs entdeckt zu haben. Bei Tropeognathus würde ich aufgrund der charakteristischen Kopfform mitgehen; in jedem Fall ist das ein wirklich authentisches Design für einen großen Vertreter der Anhangueridae.78Kellner, A. W. A. et al. (2013). The largest flying reptile from Gondwana: A new specimen of Tropeognathus cf. T. mesembrinus Wellnhofer, 1987 (Pterodactyloidea, Anhangueridae) and other large pterosaurs from the Romualdo Formation, Lower Cretaceous, Brazil. Anais da Academia Brasileira de Ciências, 85(1), 113–135. doi:10.1590/S0001-37652013000100009

Das Problem ist nur: es gab im Jura noch keine so großen Pterosaurier. Die meisten erreichten damals gerade einmal die Flügelspannweite heutiger Möwen oder waren noch deutlich kleiner. Dearc sgiathanach aus Schottland ist derzeit mit 2,5 bis vielleicht sogar über 3 Metern Flügelspannweite die größte Flugsaurier-Art aus dem Jura. Aber sogar er bleibt damit weit hinter der Größe der gezeigten Pterosaurier im Film zurück.79Jagielska, N. et al. (2022). A skeleton from the Middle Jurassic of Scotland illuminates an earlier origin of large pterosaurs. Current Biology, 32, 1446–1453. doi:10.1016/j.cub.2022.01.073 Tatsächlich setzte der Gigantismus der Flugsaurier erst in der Unterkreide ein, als dann allmählich 6 Meter und auch mehr keine Seltenheit mehr waren. Erst am Ende der Kreidezeit gab es dann mit den Azhdarchiden auch einige Gattungen, die so groß wie ein Kampfjet wurden, mit 10 bis 12 Metern Flügelspannweite.80Padian, K. et al. (2021). Functional morphology of Quetzalcoatlus Lawson 1975 (Pterodactyloidea: Azhdarchoidea). Journal of Vertebrate Paleontology, 41(S1), 218–251. doi:10.1080/02724634.2020.178024781Paul, G. S. (2022). The Princeton Field Guide to Pterosaurs. Princeton University Press, 161–162. doi:10.1515/9780691232218
Gefiederter Sauropode
Im Film treten mehrfach Sauropoden auf, die für einige komische Szenen sorgen, nicht nur aufgrund des speziellen Designs: denn die riesigen Langhalssaurier sind im Film gefiedert! Deshalb die wichtigste Frage zuerst: Gab es wirklich gefiederte Sauropoden? Sehr wahrscheinlich nicht. Alle überlieferten Hautabdrücke, die wir bislang von ihnen gefunden haben, zeigen ein charakteristisches Schuppenmuster ohne Anzeichen für Filamente oder Federkiele. Es hätte für so ein großes Tier wohl auch große Probleme beim Energiehaushalt gegeben. Endotherme Tiere stehen aufgrund ihrer verhältnismäßig geringeren Körperoberfläche vor der Schwierigkeit, überschüssige Körperwärme wieder abzugeben. Aus demselben Grund haben auch viele Großsäuger in den Tropen und Subtropen ihr Fell stark reduziert. Selbst wenn die Vorfahren der Sauropoden vielleicht wirklich einmal gefiedert waren, ist das deshalb wohl auch für die Langhalssaurier zu erwarten. Auch wenn das Design natürlich aufsehenerregend ist, es ist sehr wahrscheinlich, dass Sauropoden nicht gefiedert waren.82Sander, P. M. et al. (2010). Biology of the sauropod dinosaurs: The evolution of gigantism. Biological Reviews, 86(1), 117–155. doi:10.1111/j.1469-185X.2010.00137.x83Showers, W. J. & Barrick, R. E. (2002). Isotopic analysis of dinosaur bones: A new pyrolysis technique provides direct evidence that some dinosaurs were warm-blooded. Analytical Chemistry, 74, 143–150.84Eagle, R. A. et al. (2011). Dinosaur body temperatures determined from isotopic (13C-18O) ordering in fossil biominerals. Science, 333(6041), 443–445. doi:10.1126/science.1206196

Zu welcher Gattung gehört aber nun der Sauropode aus The End of Oak Street, wenn man sich die Federn einmal wegdenkt? Offiziell gibt es dazu zwar keine Verlautbarungen, aber auf Social Media und auch bei dinopedia.fandom ist von Camarasaurus die Rede. Ausgehend von der Größe im Film handelt es sich tatsächlich um einen nur mittelgroßen Sauropoden. Und da Camarasaurus so wie Allosaurus und Stegosaurus ebenfalls in der Morrison Formation zu Hause war, würde ich mich dieser Klassifizierung hier auch anschließen.85Cope, E. D. (1877). On a gigantic saurian from the Dakota epoch of Colorado. Paleontological Bulletin, 26, 5–10. Von Camarasaurus liegt aber nun tatsächlich fossil überlieferte Haut vor. Die bekannten Abdrücke zeigen Schuppen und liefern keinen Hinweis auf ein Filamentkleid.86Wiersma, K. & Sander, P. M. (2017). The dentition of a well-preserved specimen of Camarasaurus sp.: Implications for function, tooth replacement, soft part reconstruction, and food intake. PalZ, 91(1), 145–161. doi:10.1007/s12542-016-0332-687Tschopp, E. et al. (2015). Articulated bone sets of manus and pedes of Camarasaurus (Sauropoda, Dinosauria). Palaeontologia Electronica. doi:10.26879/559 Dass die Sauropoden im Film eine Vorliebe für Eiscreme haben, ist ein noch witzigerer Gag, wenn man bedenkt, wie heiß es den armen Sauriern wahrscheinlich in ihrem Pelz gewesen sein muss …
Titanoboa
Eine besonders gruselige Szene bekommt Titanoboa, eine der größten Schlange der Erdgeschichte.88Head, J. J. et al. (2009). Giant boid snake from the Paleocene neotropics reveals hotter past equatorial temperatures. Nature, 457(7230), 715–717. doi:10.1038/nature0767189Simões, T. R. et al. (2026). Exceptional brain and ecological diversity in the earliest snakes. Nature. doi:10.1038/s41586-026-10809-9 Sie wurde von Anne Hathaway in einem Interview bestätigt, aber man hätte sie auch ohne dieses Statement leicht als solche identifizieren können. Es handelt sich ja immerhin um ein sehr populäres Urzeittier. Nur hat sie im Jura nichts verloren! In Wirklichkeit befanden sich Schlangen in der Zeit von Allosaurus, Stegosaurus und Camarasaurus noch – wenn überhaupt – in der Anfangsphase ihrer Entwicklungsgeschichte. „Echte“ Schlangen sind sogar erst seit der Kreidezeit belegt.90Hsiang, A. Y. et al. (2015). The origin of snakes: Revealing the ecology, behavior, and evolutionary history of early snakes using genomics, phenomics, and the fossil record. BMC Evolutionary Biology, 15, 87. doi:10.1186/s12862-015-0358-591Benson, R. B. J. et al. (2025). Mosaic anatomy in an early fossil squamate. Nature, 647, 673–679. doi:10.1038/s41586-025-09566-y

Titanoboa trat erst im Paläozän auf, als die Nichtvogel-Dinosaurier bereits ausgestorben waren. Tatsächlich gehörten Schlangen sogar in gleich doppelter Weise zu den großen Profiteuren des Massenaussterbens am Ende der Kreidezeit. Erstens räumte dieses die großen Theropoden aus dem Weg, sodass die Spitze der Nahrungskette frei für neue Giganten wurde. Zweitens hatte der Einschlag ungeheure Mengen an CO₂ in die Atmosphäre geschleudert, was einen enormen Treibhauseffekt zur Folge hatte. Die hohen Temperaturen spielten den wechselwarmen Reptilien zu.92Beerling, D. J. et al. (2002). An atmospheric pCO₂ reconstruction across the Cretaceous-Tertiary boundary from leaf megafossils. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 99(12), 7836–7840. doi:10.1073/pnas.12257309993Denny, M. W., Lockwood, B. L. & Somero, G. N. (2009). Can the giant snake predict palaeoclimate? Nature, 460(7255), E3–E4. doi:10.1038/nature08224 Nicht nur Schlangen, sondern auch Krokodile und Schildkröten wurden im Paläozän zu Giganten, von denen sich Titanoboa vielleicht ernährte. Im Film schlängelt sich das Ungetüm einmal nahezu komplett durch das gesamte Haus der Platts, wirkt sogar fast endlos lang und ist damit selbst für eine Titanoboa deutlich zu groß. Ihr Vorbild aus dem frühen Känozoikum erreichte aber immerhin über 13 Meter Länge und mehr als eine Tonne Gewicht.
Kleiner Theropode
Für einen kurzen Jumpscare sorgt dann noch ein kleiner Theropode, den ich zuerst für ein Jungtier des mittelgroßen Antagonisten (Coelophysis?) gehalten habe. Auch er trägt ein struppiges Gefieder. Allerdings könnte es sich bei ihm auch um einen Verwandten von Compsognathus handeln. Dieser lebte tatsächlich im Jura, auch zur gleichen Zeit wie Allosaurus und Stegosaurus, allerdings nicht in Nordamerika, sondern in Deutschland und Frankreich.94Wagner, J. A. (1859). Über einige im lithographischen Schiefer neu aufgefundene Schildkröten und Saurier. Gelehrte Anzeigen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 49, 553.95Ostrom, J. H. (1978). The osteology of Compsognathus longipes. Zitteliana, 4, 73–118. Dinopedia.fandom listet dieses Tier dagegen als Scipionyx, doch der käme dann wieder aus der Unterkreide.96Dal Sasso, C. & Signore, M. (1998). Scipionyx samniticus (Theropoda: Coelurosauria) and its exceptionally well preserved internal organs. Journal of Vertebrate Paleontology, 18(3), 37A. Aus der Morrison Formation kennen wir aber Hesperornithoides, der vielleicht ein früher Troodontid war und hinsichtlich seiner Größe am ehesten in diese Rolle passen würde.97Hartman, S. et al. (2019). A new paravian dinosaur from the Late Jurassic of North America supports a late acquisition of avian flight. PeerJ, 7, e7247. doi:10.7717/peerj.7247

Weitere Urzeit-Kreaturen
Im Film treten noch zahlreiche weitere Geschöpfe auf, die sich aber ohne eine offizielle Liste von Warner Brothers sogar noch schwerer identifizieren lassen. Zum Beispiel schwimmt im überfluteten Keller der Platts ein großes aquatisches Tier, das ich zuerst für einen Pliosaurier gehalten habe. Viele Kreaturen haben wie gesagt nur kurze Auftritte, sodass sich ihre Klassifikation zusätzlich erschwert. Ich werde es damit also hier nun bewenden lassen und den Artikel aktualisieren, sobald etwas Konkreteres über die Tiere aus The End of Oak Street veröffentlicht wurde.
Mein Fazit
Insgesamt hat mich The End of Oak Street wesentlich besser unterhalten als die Jurassic World-Reihe und auch 65. Und ich meckere hier auch aus paläontologischer Sicht bereits auf hohem Niveau. Das Kreaturendesign überzeugt weitgehend, auch wenn es sich einige Freiheiten erlaubt. Die sind aber immerhin wenigstens interessant! Trotzdem sehen die Dinosaurier sowohl in den CGI-Darstellungen als auch in den Nahaufnahmen sehr überzeugend und echt aus. Es ist durchaus spürbar, dass hier Liebe und Begeisterung in die Details geflossen sind.
Eine Sache, bei der ich aber absolut nicht mitgehe: es sind ja nicht nur Menschen, die sich vor den Dinosauriern in The End of Oak Street in Acht nehmen und einen hohen Blutzoll entrichten müssen. Es fallen auch mehrfach Haustiere den Urzeitwesen zum Opfer, insbesondere Katzen. Wenn jedoch ein Tier aus der Gegenwart eine hohe Überlebenschance im Jura hätte und es ihm völlig egal sein dürfte, ob da nun Dinosaurier plötzlich im Revier auftauchen, dann wären es wohl unsere Fellnasen. Die meisten Katzen haben erstaunlich gute Reflexe, können hervorragend springen und klettern und sind auch heute noch für jeden Kleinsäuger und sogar die meisten noch lebenden Dinosaurier (Vögel) ein wahrgewordener Albtraum. Ich persönlich würde erwarten, dass sie mit einer plötzlichen Zeitverschiebung nicht nur bestens zurechtkommen würden, sondern sich im Mesozoikum sogar pudelwohl fühlen würden.
Unnötige Anachronismen
Was mich am meisten stört: Der Film weist zu viele, auch zu krasse Anachronismen auf, die meiner Meinung nach sogar weitestgehend unnötig gewesen sind. Fast jedes der Tiere, die nicht im Jura lebten, hätte nämlich durch einen echten Bewohner der Morrison Formation problemlos ersetzt werden können, wenn man nur ein klein wenig weiter recherchiert hätte. Dies hätte dann auch die Chance eröffnet, einige weniger bekannte Dinosaurier und andere Urzeitkreaturen auf die Leinwand zu bringen. Statt Spinosaurus hätte man zum Beispiel endlich einmal Torvosaurus ein Kino-Debüt geben können. Und Stokesosaurus hätte sogar noch viel besser als Coelophysis in die Rolle des mittelgroßen Raubsauriers gepasst. Landkrokodile gab es in der Morrison Formation auch, genauso wie Ankylosaurier. Mit Harpactognathus und Kepodactylus lebten dort Flugsaurier, die immerhin größer als ein Steinadler waren. Und auf das enorme Schlangenmonster hätte ich auch sehr gut verzichten können.
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So bleibt mir – ohne weiteren Groll – nur, mit den Worten zu schließen: Wenn ihr wirklich authentische, sauber recherchierte Dinosaurier-Action auf dem aktuellen Stand der Forschung und ebenso einen spannenden Überlebenskampf von Menschen, die in der Urzeit gestrandet sind, wollt, dann greift doch bitte lieber zu Die Weißen Steine. |
Quellenangaben:
- 1Retallack, G. J. (2013). Permian and Triassic greenhouse crises. Gondwana Research, 24, 90–103. doi:10.1016/j.gr.2012.03.003 ↩︎
- 2Peng, J. et al. (2026). Global proliferation of opportunistic pleuromeian lycopsids following the disappearance of the end-Triassic forests. npj Palaeoecosystems, 1(1). doi:10.1038/s44513-026-00002-8 ↩︎
- 3Grauvogel-Stamm, L. & Ash, S. R. (1999). “Lycostrobus” chinleana, an equisetalean cone from the Upper Triassic of the southwestern United States and its phylogenetic implications. American Journal of Botany, 86(10), 1391–1405. ↩︎
- 4Sereno, P. C. (1994). Pectoral girdle and forelimb of the basal theropod Herrerasaurus ischigualastensis. Journal of Vertebrate Paleontology, 13(4), 425–450. doi:10.1080/02724634.1994.10011524 ↩︎
- 5Carpenter, K. (2002). Forelimb biomechanics of nonavian theropod dinosaurs in predation. Senckenbergiana lethaea, 82, 59–75. doi:10.1007/BF03043773 ↩︎
- 6Senter, P. J. & Mackey, J. J. (2023). Forelimb motion and orientation in the ornithischian dinosaurs Styracosaurus and Thescelosaurus, and its implications for locomotion and other behavior. Palaeontologia Electronica, 26(3), a41. doi:10.26879/1289 ↩︎
- 7Cope, E. D. (1889). On a new genus of Triassic Dinosauria. The American Naturalist, 23(271), 626. doi:10.1086/274979 ↩︎
- 8Schwartz, H. L. & Gillette, D. D. (1994). Geology and taphonomy of the Coelophysis quarry, Upper Triassic Chinle Formation, Ghost Ranch, New Mexico. Journal of Paleontology, 68(5), 1118–1130. doi:10.1017/S0022336000026718 ↩︎
- 9Paul, G. S. (2010). Theropods. In Paul, G. S., The Princeton Field Guide to Dinosaurs. Princeton University Press, Princeton, 67–162. doi:10.1515/9781400836154.67b ↩︎
- 10Huene, F. v. (1934). Ein neuer Coelurosaurier in der thüringischen Trias. Paläontologische Zeitschrift, 16(3–4), 145–170. ↩︎
- 11Mujal, E. et al. (2025). Triassic terrestrial tetrapod faunas of the Central European Basin, their stratigraphical distribution, and their palaeoenvironments. Earth-Science Reviews, 264, 105085. doi:10.1016/j.earscirev.2025.105085 ↩︎
- 12Welles, S. P. (1984). Dilophosaurus wetherilli (Dinosauria, Theropoda), osteology and comparisons. Palaeontographica Abteilung A, 185, 85–180. ↩︎
- 13Marsh, A. D. & Rowe, T. B. (2020). A comprehensive anatomical and phylogenetic evaluation of Dilophosaurus wetherilli (Dinosauria, Theropoda) with descriptions of new specimens from the Kayenta Formation of northern Arizona. Journal of Paleontology, 94(S78), 1–103. doi:10.1017/jpa.2020.14 ↩︎
- 14Foster, J. (2007). Jurassic West: The Dinosaurs of the Morrison Formation and Their World. Indiana University Press, 389. ↩︎
- 15Madsen, J. H. (1974). A new theropod dinosaur from the Upper Jurassic of Utah. Journal of Paleontology, 48, 27–31. ↩︎
- 16Carpenter, K., Miles, C. A. & Cloward, K. C. (2005). New small theropod from the Upper Jurassic Morrison Formation of Wyoming. In Carpenter, K. (Hg.), The Carnivorous Dinosaurs. Indiana University Press, Bloomington, 23–48. ↩︎
- 17Marsh, O. C. (1887). Principal characters of American Jurassic dinosaurs, part IX: The skull and dermal armour of Stegosaurus. American Journal of Science, 34(203), 413–417. doi:10.2475/ajs.s3-34.203.413 ↩︎
- 18Paul, G. S. (2016). The Princeton Field Guide to Dinosaurs. 2. Auflage, Princeton University Press, Princeton, 248. ↩︎
- 19Galton, P. M. & Upchurch, P. (2004). Stegosauria. In Weishampel, D. B., Dodson, P. & Osmólska, H. (Hgg.), The Dinosauria. 2. Auflage, University of California Press. ↩︎
- 20Marsh, O. C. (1879). Notice of new Jurassic reptiles. American Journal of Science, 18(108), 501–505. doi:10.2475/ajs.s3-18.108.501 ↩︎
- 21Carpenter, K. & Galton, P. M. (2001). Othniel Charles Marsh and the myth of the eight-spiked Stegosaurus. In Carpenter, K. (Hg.), The Armored Dinosaurs. Indiana University Press, 76–102. ↩︎
- 22Maidment, S. C. R., Brassey, C. & Barrett, P. M. (2015). The postcranial skeleton of an exceptionally complete individual of the plated dinosaur Stegosaurus stenops (Dinosauria: Thyreophora) from the Upper Jurassic Morrison Formation of Wyoming, U.S.A. PLOS ONE, 10(10), e0138352. doi:10.1371/journal.pone.0138352 ↩︎
- 23Paul, G. S. (2016). The Princeton Field Guide to Dinosaurs. 2. Auflage, Princeton University Press, Princeton, 248. ↩︎
- 24Escaso, F. et al. (2007). New evidence of shared dinosaur across Upper Jurassic Proto-North Atlantic: Stegosaurus from Portugal. Naturwissenschaften, 94(5), 367–374. doi:10.1007/s00114-006-0209-8 ↩︎
- 25Galton, P. M. (2010). Species of plated dinosaur Stegosaurus (Morrison Formation, Late Jurassic) of western USA: New type species designation needed. Swiss Journal of Geosciences, 103(2), 187–198. doi:10.1007/s00015-010-0022-4 ↩︎
- 26Revan, A. (2011). Reconstructing an Icon: Historical Significance of the Peabody’s Mounted Skeleton of Stegosaurus and the Changes Necessary to Make It Correct Anatomically. Dissertation, Department of Geology and Geophysics, Yale University. ↩︎
- 27Marsh, O. C. (1887). Principal characters of American Jurassic dinosaurs, part IX: The skull and dermal armour of Stegosaurus. American Journal of Science, 34(203), 413–417. doi:10.2475/ajs.s3-34.203.413 ↩︎
- 28Galton, P. M. & Upchurch, P. (2004). Stegosauria. In Weishampel, D. B., Dodson, P. & Osmólska, H. (Hgg.), The Dinosauria. 2. Auflage, University of California Press. ↩︎
- 29Galton, P. M. (2010). Species of plated dinosaur Stegosaurus (Morrison Formation, Late Jurassic) of western USA: New type species designation needed. Swiss Journal of Geosciences, 103(2), 187–198. doi:10.1007/s00015-010-0022-4 ↩︎
- 30Maidment, S. C. R. et al. (2008). Systematics and phylogeny of Stegosauria (Dinosauria: Ornithischia). Journal of Systematic Palaeontology, 6(4), 367–407. doi:10.1017/S1477201908002459 ↩︎
- 31Senter, P. (2010). Evidence for a sauropod-like metacarpal configuration in stegosaurian dinosaurs. Acta Palaeontologica Polonica, 55(3), 427–432. doi:10.4202/app.2009.1105 ↩︎
- 32Hunt-Foster, R. K. et al. (2026). The largest reported stegosaurid from the Morrison Formation (Upper Jurassic). New Mexico Museum of Natural History and Science Bulletin, 102, 287–292. ↩︎
- 33Brown, B. (1908). The Ankylosauridae, a new family of armored dinosaurs from the Upper Cretaceous. Bulletin of the American Museum of Natural History, 24, 187–201. ↩︎
- 34Liddell, H. G. & Scott, R. (1980). A Greek-English Lexicon. Gekürzte Ausgabe, Oxford University Press, Oxford, 5. ↩︎
- 35Creisler, B. (2003). Dinosauria Translation and Pronunciation Guide A. Dinosauria.com, 7. Juli 2003. ↩︎
- 36Carpenter, K. (Hg.) (2001). The Armored Dinosaurs. Indiana University Press, Bloomington, 454–483. ↩︎
- 37Vickaryous, M. K., Maryańska, T. & Weishampel, D. B. (2004). Ankylosauria. In Weishampel, D. B., Dodson, P. & Osmólska, H. (Hgg.), The Dinosauria. 2. Auflage, University of California Press. ↩︎
- 38Kirkland, J. I. & Carpenter, K. (1994). North America’s first pre-Cretaceous ankylosaur (Dinosauria) from the Upper Jurassic Morrison Formation of western Colorado. Brigham Young University Geology Studies, 40, 25–42. ↩︎
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- 40Maidment, S. C. R. (2025). A spiky armoured dinosaur from Africa causes a rethink of ankylosaur evolution. Nature, 27. August 2025. doi:10.1038/d41586-025-02690-9 ↩︎
- 41Owen, R. (1886). Description of fossil remains of two species of a megalanian genus (Meiolania) from “Lord Howe’s Island”. Philosophical Transactions of the Royal Society, 177, 471–480. doi:10.1098/rstl.1886.0015 ↩︎
- 42Gaffney, E. S. (1996). The postcranial morphology of Meiolania platyceps and a review of the Meiolaniidae. Bulletin of the American Museum of Natural History, 229. ↩︎
- 43Brown, B. (1931). The largest known land tortoise. Natural History, 31, 183–187. ↩︎
- 44Orenstein, R. (2001). Survivors in Armor: Turtles, Tortoises and Terrapins. Key Porter Books, Toronto. ↩︎
- 45Rhodin, A. G. J. et al. (Hgg.) (2015). Turtles and tortoises of the world during the rise and global spread of humanity: First checklist and review of extinct Pleistocene and Holocene chelonians. Conservation Biology of Freshwater Turtles and Tortoises, 5. Chelonian Research Foundation. doi:10.3854/crm.5.000e.fossil.checklist.v1.2015 ↩︎
- 46Naish, D. (2024). Megalochelys, truly a giant tortoise. Tetrapod Zoology, 31. Januar 2024. ↩︎
- 47Joyce, W. G. & Anquetin, J. (2019). A review of the fossil record of nonbaenid turtles of the clade Paracryptodira. Bulletin of the Peabody Museum of Natural History, 60(2), 129–155. doi:10.3374/014.060.0204 ↩︎
- 48Cope, E. D. (1877). On reptilian remains from the Dakota Beds of Colorado. Proceedings of the American Philosophical Society, 17(100), 193–196. ↩︎
- 49Marsh, O. C. (1890). Notice of some extinct Testudinata. The American Journal of Science and Arts, Series 3, 40, 177–179. ↩︎
- 50Hay, O. P. (1908). The Fossil Turtles of North America. Carnegie Institution of Washington Publication 75, 1–568. ↩︎
- 51Gilmore, C. W. (1916). Description of a new species of tortoise from the Jurassic of Utah. Annals of Carnegie Museum, 10(1–2), 7–12. ↩︎
- 52Gaffney, E. S. (1979). The Jurassic turtles of North America. Bulletin of the American Museum of Natural History, 162(3), 95–135. ↩︎
- 53Carpenter, K. et al. (2005). Evidence for predator-prey relationships: Examples for Allosaurus and Stegosaurus. In Carpenter, K. (Hg.), The Carnivorous Dinosaurs. Indiana University Press, Bloomington und Indianapolis, 325–350. ↩︎
- 54Jones, R. R. & Chure, D. J. (1998). The recapitation of a Late Jurassic theropod dinosaur: A successful application of radiological surveying for locating subsurface fossilized bone. GAIA: Revista de Geociências, 15, 103. ↩︎
- 55Loewen, M. A. et al. (2003). Morphology, taxonomy, and stratigraphy of Allosaurus from the Upper Jurassic Morrison Formation. Journal of Vertebrate Paleontology, 23(3), 72A. doi:10.1080/02724634.2003.10010538 ↩︎
- 56Carrano, M. T. et al. (2012). The phylogeny of Tetanurae (Dinosauria: Theropoda). Journal of Systematic Palaeontology, 10(2), 211–300. doi:10.1080/14772019.2011.630927 ↩︎
- 57Chure, D. J. & Loewen, M. A. (2020). Cranial anatomy of Allosaurus jimmadseni, a new species from the lower part of the Morrison Formation (Upper Jurassic) of western North America. PeerJ, 8, e7803. doi:10.7717/peerj.7803 ↩︎
- 58Danison, A. et al. (2024). Chimerism in specimens referred to Saurophaganax maximus reveals a new species of Allosaurus (Dinosauria, Theropoda). Vertebrate Anatomy Morphology Palaeontology, 12. doi:10.18435/vamp29404 ↩︎
- 59Xu, X. et al. (2012). A gigantic feathered dinosaur from the Lower Cretaceous of China. Nature 484(7392), 92–95. doi:10.1038/nature10906 ↩︎
- 60Bell, P. R. et al. (2017). Tyrannosauroid integument reveals conflicting patterns of gigantism and feather evolution. Biology Letters 13(6), 20170092. doi:10.1098/rsbl.2017.0092 ↩︎
- 61Ruxton, G. D. (2001). Heat loss from giant extinct reptiles. Proceedings of the Royal Society of London. Series B: Biological Sciences 268(1479), 1921–1924. doi:10.1098/rspb.2001.1743 ↩︎
- 62Bell, P. R. et al. (2017). Tyrannosauroid integument reveals conflicting patterns of gigantism and feather evolution. Biology Letters, 13(6), 20170092. doi:10.1098/rsbl.2017.0092 ↩︎
- 63Hendrickx, C. et al. (2022). Morphology and distribution of scales, dermal ossifications, and other non-feather integumentary structures in non-avialan theropod dinosaurs. Biological Reviews, 97(3), 960–1004. doi:10.1111/brv.12829 ↩︎
- 64Stromer, E. (1915). Ergebnisse der Forschungsreisen Prof. E. Stromers in den Wüsten Ägyptens. II. Wirbeltier-Reste der Baharije-Stufe (unterstes Cenoman). 3. Das Original des Theropoden Spinosaurus aegyptiacus nov. gen., nov. spec. Abhandlungen der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Mathematisch-physikalische Klasse, 28(3), 1–32. ↩︎
- 65Ibrahim, N. et al. (2014). Semiaquatic adaptations in a giant predatory dinosaur. Science, 345(6204), 1613–1616. doi:10.1126/science.1258750 ↩︎
- 66Henderson, D. M. (2018). A buoyancy, balance and stability challenge to the hypothesis of a semi-aquatic Spinosaurus Stromer, 1915 (Dinosauria: Theropoda). PeerJ, 6, e5409. doi:10.7717/peerj.5409 ↩︎
- 67Hone, D. W. E. & Holtz, T. R. Jr. (2021). Evaluating the ecology of Spinosaurus: Shoreline generalist or aquatic pursuit specialist? Palaeontologia Electronica, 24(1), a03. doi:10.26879/1110 ↩︎
- 68Sereno, P. C. et al. (2022). Spinosaurus is not an aquatic dinosaur. eLife, 11, e80092. doi:10.7554/eLife.80092 ↩︎
- 69Smart, S. & Sakamoto, M. (2024). Using linear measurements to diagnose the ecological habitat of Spinosaurus. PeerJ, 12, e17544. doi:10.7717/peerj.17544 ↩︎
- 70Charig, A. J. & Milner, A. C. (1997). Baryonyx walkeri, a fish-eating dinosaur from the Wealden of Surrey. Bulletin of the Natural History Museum of London, 53(1), 11–70. ↩︎
- 71Hendrickx, C. et al. (2016). Morphofunctional analysis of the quadrate of Spinosauridae (Dinosauria: Theropoda) and the presence of Spinosaurus and a second spinosaurine taxon in the Cenomanian of North Africa. PLOS ONE, 11(1), e0144695. doi:10.1371/journal.pone.0144695 ↩︎
- 72Otschev, V. G. (2004). Materials to the tetrapod history at the Paleozoic-Mesozoic boundary. ↩︎
- 73Ezcurra, M. D. et al. (2019). The osteology of the holotype of the early erythrosuchid Garjainia prima (Diapsida: Archosauromorpha) from the upper Lower Triassic of European Russia. Zoological Journal of the Linnean Society, 185(3), 717–783. doi:10.1093/zoolinnean/zly061 ↩︎
- 74Marsh, O. C. (1877). Notice of some new vertebrate fossils. American Journal of Arts and Sciences, 14, 249–256. ↩︎
- 75Walker, A. D. (1970). A revision of the Jurassic reptile Hallopus victor (Marsh), with remarks on the classification of crocodiles. Philosophical Transactions of the Royal Society of London. Series B, Biological Sciences, 257(816), 323–372. ↩︎
- 76Ague, J. J., Carpenter, K. & Ostrom, J. H. (1995). Solution to the Hallopus enigma? American Journal of Science, 295(1), 1–17. doi:10.2475/ajs.295.1.1 ↩︎
- 77Yoshida, J. et al. (2021). A new goniopholidid from the Upper Jurassic Morrison Formation, USA: Novel insight into aquatic adaptation toward modern crocodylians. Royal Society Open Science, 8(12), 210320. doi:10.1098/rsos.210320 ↩︎
- 78Kellner, A. W. A. et al. (2013). The largest flying reptile from Gondwana: A new specimen of Tropeognathus cf. T. mesembrinus Wellnhofer, 1987 (Pterodactyloidea, Anhangueridae) and other large pterosaurs from the Romualdo Formation, Lower Cretaceous, Brazil. Anais da Academia Brasileira de Ciências, 85(1), 113–135. doi:10.1590/S0001-37652013000100009 ↩︎
- 79Jagielska, N. et al. (2022). A skeleton from the Middle Jurassic of Scotland illuminates an earlier origin of large pterosaurs. Current Biology, 32, 1446–1453. doi:10.1016/j.cub.2022.01.073 ↩︎
- 80Padian, K. et al. (2021). Functional morphology of Quetzalcoatlus Lawson 1975 (Pterodactyloidea: Azhdarchoidea). Journal of Vertebrate Paleontology, 41(S1), 218–251. doi:10.1080/02724634.2020.1780247 ↩︎
- 81Paul, G. S. (2022). The Princeton Field Guide to Pterosaurs. Princeton University Press, 161–162. doi:10.1515/9780691232218 ↩︎
- 82Sander, P. M. et al. (2010). Biology of the sauropod dinosaurs: The evolution of gigantism. Biological Reviews, 86(1), 117–155. doi:10.1111/j.1469-185X.2010.00137.x ↩︎
- 83Showers, W. J. & Barrick, R. E. (2002). Isotopic analysis of dinosaur bones: A new pyrolysis technique provides direct evidence that some dinosaurs were warm-blooded. Analytical Chemistry, 74, 143–150. ↩︎
- 84Eagle, R. A. et al. (2011). Dinosaur body temperatures determined from isotopic (13C-18O) ordering in fossil biominerals. Science, 333(6041), 443–445. doi:10.1126/science.1206196 ↩︎
- 85Cope, E. D. (1877). On a gigantic saurian from the Dakota epoch of Colorado. Paleontological Bulletin, 26, 5–10. ↩︎
- 86Wiersma, K. & Sander, P. M. (2017). The dentition of a well-preserved specimen of Camarasaurus sp.: Implications for function, tooth replacement, soft part reconstruction, and food intake. PalZ, 91(1), 145–161. doi:10.1007/s12542-016-0332-6 ↩︎
- 87Tschopp, E. et al. (2015). Articulated bone sets of manus and pedes of Camarasaurus (Sauropoda, Dinosauria). Palaeontologia Electronica. doi:10.26879/559 ↩︎
- 88Head, J. J. et al. (2009). Giant boid snake from the Paleocene neotropics reveals hotter past equatorial temperatures. Nature, 457(7230), 715–717. doi:10.1038/nature07671 ↩︎
- 89Simões, T. R. et al. (2026). Exceptional brain and ecological diversity in the earliest snakes. Nature. doi:10.1038/s41586-026-10809-9 ↩︎
- 90Hsiang, A. Y. et al. (2015). The origin of snakes: Revealing the ecology, behavior, and evolutionary history of early snakes using genomics, phenomics, and the fossil record. BMC Evolutionary Biology, 15, 87. doi:10.1186/s12862-015-0358-5 ↩︎
- 91Benson, R. B. J. et al. (2025). Mosaic anatomy in an early fossil squamate. Nature, 647, 673–679. doi:10.1038/s41586-025-09566-y ↩︎
- 92Beerling, D. J. et al. (2002). An atmospheric pCO₂ reconstruction across the Cretaceous-Tertiary boundary from leaf megafossils. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 99(12), 7836–7840. doi:10.1073/pnas.122573099 ↩︎
- 93Denny, M. W., Lockwood, B. L. & Somero, G. N. (2009). Can the giant snake predict palaeoclimate? Nature, 460(7255), E3–E4. doi:10.1038/nature08224 ↩︎
- 94Wagner, J. A. (1859). Über einige im lithographischen Schiefer neu aufgefundene Schildkröten und Saurier. Gelehrte Anzeigen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 49, 553. ↩︎
- 95Ostrom, J. H. (1978). The osteology of Compsognathus longipes. Zitteliana, 4, 73–118. ↩︎
- 96Dal Sasso, C. & Signore, M. (1998). Scipionyx samniticus (Theropoda: Coelurosauria) and its exceptionally well preserved internal organs. Journal of Vertebrate Paleontology, 18(3), 37A. ↩︎
- 97Hartman, S. et al. (2019). A new paravian dinosaur from the Late Jurassic of North America supports a late acquisition of avian flight. PeerJ, 7, e7247. doi:10.7717/peerj.7247 ↩︎
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