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Tierprofil: Pectinodon bakkeri

Posted on Dezember 4, 2024März 8, 2026 by Markus Kretschmer
Lesedauer 10 Minuten

Name: Pectinodon bakkeri („Bakkers Kammzahn“)

Beschrieben: 1982 von Kenneth Carpenter

Ordnung: Saurischia; Familie: Troodontidae

Länge: ♂ bis zu 2,4, ♀ bis 2,1m

Gewicht: ♂ bis zu 45, ♀ bis zu 38kg

Ernährung: omnivor, meist carnivor


Beschreibung:

Wie die meisten Troodontiden ist auch Pectinodon mit seinen übergroßen Augen, dem feinen Gehör und dem sensiblen Geruchssinn perfekt an die Jagd während der Nacht angepasst. In der Dunkelheit stellt er vor allem kleineren, ebenfalls nachtaktiven Säugetieren nach, ist aber auch imstande, andere Dinosaurier zu überwinden, die genauso groß sind wie er selbst. Pectinodon gehört zu den intelligentesten Tieren, welche die Evolution bisher hervorgebracht hat, und ist imstande, auch komplizierte Probleme zu lösen. So verfügt Pectinodon über ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Er kann auch mit einem enormen Repertoire an Lautäußerungen mit seinen Artgenossen kommunizieren. Manchmal imitieren die gewitzten Dinosaurier sogar die Geräusche anderer Tiere, um sie zu verwirren oder auch bloß, um Schabernack zu treiben. In einigen Fällen nutzt er diese Fähigkeit sogar strategisch, um Beutetiere in eine Falle zu locken oder sie durch falsche Warnrufe in Panik zu versetzen.

Ein männlicher Pectinodon.

An Brust und Beinen trägt Pectinodon ein braunrotes Federkleid. Sein Hals und Rücken sind bis hin zur langen, gefächerten Schwanzspitze matt gelb. Die Waldfarben sorgen für eine gute Tarnung am Tage. Männchen unterscheiden sich von den Weibchen durch ihren grün schillernden Kopf, lange, rote Armfedern und eine auffällig rote Federhaube. Mit seinen Federn hält Pectinodon sich nicht nur warm, sondern auch das Gleichgewicht beim Laufen und Springen. Fliegen kann er damit zwar nicht, aber sehr gut springen. Seine kräftigen Hinterbeine ermöglichen es ihm, sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit durch das dichte Unterholz zu bewegen und Hindernisse mit Leichtigkeit zu überwinden. Das ist sehr vorteilhaft, wenn er blitzartig Beute anspringt oder vor einem überlegenen Jäger flieht. Pectinodon trägt an der zweiten Zehe eine gebogene Sichelkralle. Es setzt sie ein, um sich an seinen Opfern festzuhalten oder um sie durch gezielte Stiche zu schwächen. Ist das Opfer erst einmal am Boden, tötet Pectinodon es mit einem Biss in den Hals. Seine gesägten Zähne durchtrennen Luftröhre und Halsschlagader mit Leichtigkeit.

Lebensweise:

Ein Angriff dauert niemals sehr lange: Bevorzugt überwältigt Pectinodon schlafende oder durchs Unterholz huschende Tiere in der Nacht. Wenn die Sonne aufgeht und den blutigen Raubzug offenlegt, fehlt von dem Rudel längst jede Spur. Am Tage sieht man Pectinodon fast nie. Ein Pectinodon-Rudel jagt alles, was es nach der Einschätzung des Anführers meint, erbeuten zu können. Es kennt dabei keine Scheu, auch in die Jagdreviere größerer Raubtiere einzudringen. Schließlich jagt das Rudel nachts und braucht sich vor den tagaktiven Konkurrenten nicht besonders zu fürchten. Besonders gerne stellt Pectinodon kleinen und mittelgroßen Säugern, Vögeln und Dinosauriern nach. Mitunter wird der Speiseplan auch durch vegetarische Kost ergänzt. Pectinodon ist besonders verrückt nach Nüssen. Wenn Beute knapp ist, kann er sich auch von Aas ernähren, auch wenn er frische Beute bevorzugt.

Ein Pectinodon-Weibchen.

Die Rudel werden von einem dominanten Paar angeführt und bestehen meist aus drei bis sechs Tieren. Der Umgangston in einem Pectinodon-Rudel kann sehr rau werden. Konflikte tragen die Tiere meist mit roher Gewalt aus. Trotzdem sind die sozialen Bande innerhalb des Rudels ausgesprochen stark. Pectinodon lässt ein Familienmitglied niemals im Stich und pflegt und versorgt es, wenn es krank oder verletzt ist. Selbst schwer verletzte Tiere werden noch mit Nahrung versorgt, sofern das Rudel es sich leisten kann. Jungtiere lernen früh, wie man jagt und Beute aufspürt, indem sie zunächst mit kleineren Insekten oder von den Eltern gebrachten, noch lebenden Kleintieren üben. Ihre Eltern und Geschwister unterstützen sie dabei, bis sie alt genug sind, um größere Beutetiere anzugreifen.


Pectinodon in Die weißen Steine:

Band I:

Leon begegnet in der regnerischen Nacht im Wald in „Schräge Vögel“ einem Pectinodon. Auch die zweizehigen Fußabdrücke in „Die Zehen eines Nandus“ wurden von diesem Dinosaurier hinterlassen. John wird von einem Pectinodon-Rudel in „Die Kälte der Nacht“ angegriffen, woraufhin er beschließt, seine Höhle aufzugeben.

Band II:

Pectinodon ist der tierische Hauptantagonist im zweiten Band. Nachdem Max in „(K)ein Platz in dieser Welt“ ein Nest von ihnen geplündert hat, nimmt das Rudel die Menschen als Bedrohung wahr. Dies ist der Grund für den Angriff auf Mike und Kevin in „Feiglinge und Helden“. In „Kurzer Prozess“ wird das von Max dabei erlegte Pectinodon gebraten und gegessen.

Band III:

Auch im dritten Band ist Pectinodon einer der wichtigsten tierischen Antagonisten, aber nicht nur: der Prolog wird aus der Sicht eines Weibchens erzählt, wobei der Leser einige tiefe Einblicke in die Lebensweise der Dinosaurier erhält. Dieses Weibchen macht später gemeinsam mit seinem Rudel in Gotteshaus und Belagerung dem ausgetsoßenen Mike das Leben schwer, bis es von ihm in Neue Freunde befreit wird und Vertrauen zu ihm aufbaut. Ein anderes, viel größeres Pectinodon-Rudel, vertreibt in Katzenaugen Leon und seine Freunde aus ihrer neugefundenen Heimat in Johns alter Höhle.

Band IV:

Pectinodon hat hier nur einen einzigen Auftritt. Im Kapitel „Verbannung“ sorgen Mikes neue Freunde für einen hochbedrohlichen Moment für Alicia und ihre Freundinnen.

Hier geht’s zurück zur Hauptseite Leben in der Urzeit!

Wissenschaftliches zu Pectinodon:

Pectinodon bakkeri gehört zu den geheimnisvolleren Dinosauriern der Hell Creek- und Lance Fauna. Von diesem kleinen Raubdinosaurier sind bislang nur wenige Fossilien bekannt. Bislang konnten lediglich einzelne Zähne dieser Spezies zugeordnet werden. Knochenfossilien von Troodontiden sind rar und liegen höchstens fragmentarisch vor, sodass man sie nicht klar der Gattung Pectinodon zuordnen kann. Trotzdem erlauben die unscheinbaren Funde überraschend tiefe Einblicke in eine ganze Gruppe vogelähnlicher Theropoden: die Troodontiden. Diese Tiere waren klein, vermutlich gefiedert, zweibeinig und besaßen im Verhältnis zu ihrer Körpergröße außergewöhnlich große Gehirne. Gerade deshalb haben sie seit Jahrzehnten die Fantasie von Forschern und Autoren angeregt, und besonders auch meine als Autor.

Forschungsgeschichte

1982 beschrieb Kenneth Carpenter Fossilien aus der Lance Formation und Hell Creek Formation in den USA, darunter viele Überreste sehr junger Dinosaurier. Durch das feine Auswaschen von Sedimenten konnte er zahlreiche winzige Zähne und Schädelteile sammeln, die eindeutig zu Jungtieren gehören. Darunter waren elf verschiedene Dinosaurierarten, wie Tyrannosaurier, Ceratopsier, Hadrosaurier und Ankylosaurier, aber auch Zähne kleinerer Theropoden. Einen davon beschrieb Carpenter in dieser Arbeit als neue Gattung und Art eines Troodontiden, Pectinodon bakkeri. Der Holotyp UCM 38445 besteht aus einem 6,2 Millimeter langen, tiefgekerbten Zahn eines erwachsenen Tieres. Als Paratypen wurden drei Zähne von Jungtieren bestimmt. Der Gattungsname leitet sich vom lateinischen pecten („Kamm“) und vom griechischen odōn („Zahn“) ab und bezieht sich auf die kammartigen Zähnchen am hinteren Rand der Zähne. Der Artname ehrt den bekannten Paläontologen Robert Thomas Bakker. 1Carpenter, K. (1982). Baby dinosaurs from the Late Cretaceous Lance and Hell Creek formations and a description of a new species of theropod. Contributions to Geology, University of Wyoming, 20(2), 123–134.

Zuvor und auch noch lange danach wurden Troodontidenzähne oft der „Mülleimergattung“ Troodon zugeschrieben. So wurde auch Carpenters Pectinodon häufig mit Troodon gleichgesetzt oder als Synonym von Troodon betrachtet, insbesondere als Typusart Troodon formosus. Philip Currie und Kollegen postulierte 1990 dann wieder, dass die Fossilien von Pectinodon bakkeri aus der Lance- und Hell Creek Formation möglicherweise verschiedenen Arten angehören.2Currie, P. J. et al. (1990). Theropod teeth from the Judith River Formation of southern Alberta, Canada. In Carpenter, K. & Currie, P. J. (Eds.), Dinosaur Systematics – Approaches and Perspectives. Cambridge University Press, 107–125. 1991 ordnete George Olshevsky die Funde aus der Lance Formation der Art Troodon bakkeri zu.3Olshevsky, G. (1991). A revision of the parainfraclass Archosauria Cope, 1869, excluding the advanced Crocodylia. Mesozoic Meanderings, 2, 196. Nick Longrich (2008)4Longrich, N. (2008). A new, large ornithomimid from the Cretaceous Dinosaur Park Formation of Alberta, Canada – implications for the study of dissociated dinosaur remains. Palaeontology, 51(4), 983–997 und Lindsay Zanno (2011)5Zanno, L. E. et al. (2011). A new troodontid theropod, Talos sampsoni gen. et sp. nov., from the Upper Cretaceous Western Interior Basin of North America. PLoS ONE, 6(9), e24487. doi:10.1371/journal.pone.0024487 plädierten in ihren Studien jedoch für eine eigene Gattung. Gleichzeitig stellten die Autoren fest, dass viele spätkreidezeitliche Fossilien, die traditionell Troodon formosus zugeschrieben werden, wahrscheinlich mehrere bislang unbeschriebene Arten repräsentieren. Diese Ansicht hat sich nun mehrheitlich durchgesetzt.

Tooth of cf. Pectinodon.
Zahn von Pectinodon. Bildquelle: Wikipedia. Zur freien Verwendung gekennzeichnet von Derek W. Larson und Philip J. Currie.

1985 beschrieb Lev Nessov noch eine zweite Art, Pectinodon asiamericanus, basierend auf einem Zahn aus der Khodzhakul Formation in Usbekistan.6Nessov, L. A. (1985). Novye mlekopitayushchie Mela Kyzylkumov. Vestnik Leningradskogo Universiteta, Geologiia, Geografiia, 7, 17, 8–18. Dieser Zahn ist jedoch viel älter und stammt noch aus dem Cenomanium, der untersten Stufe der Oberkreide. Dieses Taxon gilt heute meist als nomen dubium.7Averianov, A. O. & Sues, H. D. (2007). A new troodontid (Dinosauria: Theropoda) from the Cenomanian of Uzbekistan, with a review of troodontid records from the territories of the former Soviet Union. Journal of Vertebrate Paleontology, 27(1), 87–98

2013 beschrieben auch Philip Currie und Derek Larson weitere Zahnfunde von Troodontiden aus Nordamerika. Dabei kamen sie ebenfalls zu dem Schluss, dass Pectinodon bakkeri ein gültiges Taxon sein muss. Einige Zähne aus der älteren, noch campanischen Dinosaur Park Formation konnten dabei statistisch nicht eindeutig unterschieden werden und wurden daher vorsichtig als cf. Pectinodon bezeichnet.8Larson, D. W. & Currie, P. J. (2013). Multivariate analyses of small theropod dinosaur teeth and implications for paleoecological turnover through time. PLoS ONE, 8(1), e54329. doi:10.1371/journal.pone.0054329

Beschreibung

Da Pectinodon nur durch Zähne bekannt ist, stammt ein Großteil des Wissens über seine Anatomie aus besser bekannten Mitgliedern der Familie Troodontidae. Diese Dinosaurier waren kleine, vogelähnliche, gefiederte und zweibeinig laufende Maniraptoren mit relativ großen Augen und großen Gehirnen. Wie Dromaeosauriden besaßen sie eine sichelförmige Kralle am zweiten Zeh. Die charakteristischen Zähne von Pectinodon sind klein (meist weniger als ein Zentimeter Kronenhöhe), seitlich zusammengedrückt und an der Basis eingeschnürt. Am hinteren Rand besitzen sie große, dreieckige, nach oben gerichtete Zähnchen. Der Holotypzahn zeigt kleine Vertiefungen auf der lingualen Oberfläche und keine Zähnchen an der vorderen Schneidekante. Andere Exemplare besitzen dort jedoch feine Serrationen nahe der Zahnkronebasis.9Carpenter, K. (1982). Baby dinosaurs from the Late Cretaceous Lance and Hell Creek formations and a description of a new species of theropod. Contributions to Geology, University of Wyoming, 20(2), 123–134.10Longrich, N. (2008). Small theropod teeth from the Lance Formation of Wyoming, USA. Vertebrate microfossil assemblages – Their role in paleoecology and paleobiogeography, 135–158. 

Mögliche Lebensweise

Die  genaue Lebensweise von Pectinodon ist natürlich nur schwer rekonstruierbar, da wir keine Körperfossilien haben. Die Zähne liefern jedoch einige Hinweise. Studien zur Zahnstruktur von Troodontiden deuten darauf hin, dass diese Tiere bevorzugt weiche Beute fraßen, etwa Wirbellose, kleine Wirbeltiere oder Aas. Ihre Zähne waren weniger gut für das Zerreißen großer Beutetiere geeignet als die ihrer Verwandten, der Dromaeosauriden oder Tyrannosauriden.11Torices, A. et al. (2018). Puncture-and-Pull biomechanics in the teeth of predatory coelurosaurian dinosaurs. Current Biology, 28(9), 1467–1474.e2. doi:10.1016/j.cub.2018.03.042 Einige Forscher vermuten daher, dass Troodontiden möglicherweise omnivor waren. Diese Annahme wurde auch durch Studien gestützt, die stabile Isotope im Zahnschmelz untersuchten, um Rückschlüsse auf die Ökologie und Ernährung dieser Dinosaurier zu ziehen.12Cullen, T. M. & Cousens, B. L. (2024). New biogeochemical insights into Mesozoic terrestrial paleoecology and evidence for omnivory in troodontid dinosaurs. Geological Society of America Bulletin, 136(7–8), 2689–2701. doi:10.1130/B37077.1 Diese Auffassung scheint sich nun immer weiter zu bestätigen: Untersuchte Mageninhalte und Gewölle von Troodontiden zeigten einerseits Pflanzenmaterial sowie die Überreste kleiner Wirbeltiere.13Fan, Y. C., Miller, C. V. & Pittman, M. (2026). Diet of bird-like troodontid dinosaurs – synthesis of a contentious clade. Biological Reviews. doi:10.1002/brv.70145

Die gefundenen Schädel von verwandten Arten, z.B. von Troodon, Stenonychosaurus und Saurornithoides, erlauben weitere Einblicke in die Lebensweise. Besonders hervorstechend sind die sehr großen Augenhöhlen. Schmitz & Motani untersuchten 2011 die Augenstruktur bei 33 Archosauriern und zeigten, dass diese Tiere ganz unterschiedliche Tagesrhythmen hatten. Anhand der Form der Augenhöhle und der knöchernen Skleralringe der untersuchten Troodon-Schädel lässt sich abschätzen, dass er zumindest teilweise nachtaktiv war.14Schmitz, L. & Motani, R. (2011). Nocturnality in dinosaurs inferred from scleral ring and orbit morphology. Science, 332, 705–708. doi:10.1126/science.1200043 Auf Basis dieser Studie habe ich Pectinodon in Die Weißen Steine ebenfalls zu einem Nachtjäger gemacht.

Pectinodon – eine Intelligenzbestie?

Troodontiden wie Pectinodon hatten proportional gesehen die größten Gehirne aller bekannten Dinosaurier. Der Paläontologe Dale Russel veröffentlichte 1982 eine Hypothese, wonach sich Troodontiden vielleicht zu menschenähnlichen Wesen (sogenannten Dinosauroiden) entwickelt haben könnten, wären sie nicht am Ende der Kreidezeit ausgestorben.15Russell, D. A. & Séguin, R. (1982). Reconstruction of the small Cretaceous theropod Stenonychosaurus inequalis and a hypothetical dinosauroid. Syllogeus, 37, 1–43. Es ist natürlich unmöglich, über die Intelligenz ausgestorbener Tiere Messungen anzustellen. Trotzdem gibt es spekulative Vergleiche mit heutigen Vögeln wie Papageien und Raben, die zu den intelligentesten Tieren unserer Zeit gehören.16Brusatte, S. L. (2012). Dinosaur paleobiology. Wiley-Blackwell, 82. doi:10.1002/978111827407117Russell, D. A. (1997). Intelligence. In Padian, K. & Currie, P. J. (Eds.), Encyclopedia of dinosaurs. Academic Press, 370–372. Auch in Die weißen Steine wird die Intelligenz der Pectinodons als ausgesprochen hoch nachgezeichnet, und das antiquierte Bild der Dinosaurier, die lange als dumme, schwerfällige Tiere dargestellt wurden, Lügen gestraft. Ob Pectinodon aber wirklich so intelligent war, wie er in meinem Roman gezeigt wird, weiß allerdings niemand mit Sicherheit zu sagen.

Pectinodon in der Populärkultur

In dem Computerspiel Jurassic Park – The Game tritt eine giftige Dinosaurierspezies auf, die den Namen „Troodon pectinodon“ trägt. Hier wurden zwei Gattungsnamen von Troodontiden miteinander verschmolzen, doch dem Pectinodon trotzdem in gewisser Weise sein erster Auftritt in der Populärkultur gegeben. Die dort gezeigte Lebensweise, in welcher der Dinosaurier seine Opfer mit Gift betäubt, um anschließend seine Eier in dessen Eingeweide zu legen, ist allerdings ein Fantasieprodukt der Autoren. In Wirklichkeit sind eine ganze Reihe von Nestern von Troodontiden bekannt, die Ringförmig angelegt und von den Elterntieren bebrütet wurden.18Tagliavento, M. et al. (2023). Evidence for heterothermic endothermy and reptile-like eggshell mineralization in Troodon, a non-avian maniraptoran theropod. PNAS, 120(15), e2213987120. doi:10.1073/pnas.2213987120


Quellenangaben:

  • 1
    Carpenter, K. (1982). Baby dinosaurs from the Late Cretaceous Lance and Hell Creek formations and a description of a new species of theropod. Contributions to Geology, University of Wyoming, 20(2), 123–134.
  • 2
    Currie, P. J. et al. (1990). Theropod teeth from the Judith River Formation of southern Alberta, Canada. In Carpenter, K. & Currie, P. J. (Eds.), Dinosaur Systematics – Approaches and Perspectives. Cambridge University Press, 107–125.
  • 3
    Olshevsky, G. (1991). A revision of the parainfraclass Archosauria Cope, 1869, excluding the advanced Crocodylia. Mesozoic Meanderings, 2, 196.
  • 4
    Longrich, N. (2008). A new, large ornithomimid from the Cretaceous Dinosaur Park Formation of Alberta, Canada – implications for the study of dissociated dinosaur remains. Palaeontology, 51(4), 983–997
  • 5
    Zanno, L. E. et al. (2011). A new troodontid theropod, Talos sampsoni gen. et sp. nov., from the Upper Cretaceous Western Interior Basin of North America. PLoS ONE, 6(9), e24487. doi:10.1371/journal.pone.0024487
  • 6
    Nessov, L. A. (1985). Novye mlekopitayushchie Mela Kyzylkumov. Vestnik Leningradskogo Universiteta, Geologiia, Geografiia, 7, 17, 8–18.
  • 7
    Averianov, A. O. & Sues, H. D. (2007). A new troodontid (Dinosauria: Theropoda) from the Cenomanian of Uzbekistan, with a review of troodontid records from the territories of the former Soviet Union. Journal of Vertebrate Paleontology, 27(1), 87–98
  • 8
    Larson, D. W. & Currie, P. J. (2013). Multivariate analyses of small theropod dinosaur teeth and implications for paleoecological turnover through time. PLoS ONE, 8(1), e54329. doi:10.1371/journal.pone.0054329
  • 9
    Carpenter, K. (1982). Baby dinosaurs from the Late Cretaceous Lance and Hell Creek formations and a description of a new species of theropod. Contributions to Geology, University of Wyoming, 20(2), 123–134.
  • 10
    Longrich, N. (2008). Small theropod teeth from the Lance Formation of Wyoming, USA. Vertebrate microfossil assemblages – Their role in paleoecology and paleobiogeography, 135–158.
  • 11
    Torices, A. et al. (2018). Puncture-and-Pull biomechanics in the teeth of predatory coelurosaurian dinosaurs. Current Biology, 28(9), 1467–1474.e2. doi:10.1016/j.cub.2018.03.042
  • 12
    Cullen, T. M. & Cousens, B. L. (2024). New biogeochemical insights into Mesozoic terrestrial paleoecology and evidence for omnivory in troodontid dinosaurs. Geological Society of America Bulletin, 136(7–8), 2689–2701. doi:10.1130/B37077.1
  • 13
    Fan, Y. C., Miller, C. V. & Pittman, M. (2026). Diet of bird-like troodontid dinosaurs – synthesis of a contentious clade. Biological Reviews. doi:10.1002/brv.70145
  • 14
    Schmitz, L. & Motani, R. (2011). Nocturnality in dinosaurs inferred from scleral ring and orbit morphology. Science, 332, 705–708. doi:10.1126/science.1200043
  • 15
    Russell, D. A. & Séguin, R. (1982). Reconstruction of the small Cretaceous theropod Stenonychosaurus inequalis and a hypothetical dinosauroid. Syllogeus, 37, 1–43.
  • 16
    Brusatte, S. L. (2012). Dinosaur paleobiology. Wiley-Blackwell, 82. doi:10.1002/9781118274071
  • 17
    Russell, D. A. (1997). Intelligence. In Padian, K. & Currie, P. J. (Eds.), Encyclopedia of dinosaurs. Academic Press, 370–372.
  • 18
    Tagliavento, M. et al. (2023). Evidence for heterothermic endothermy and reptile-like eggshell mineralization in Troodon, a non-avian maniraptoran theropod. PNAS, 120(15), e2213987120. doi:10.1073/pnas.2213987120

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