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Die weißen Steine

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Zum problematischen Erbe der Prä-Astronautik: Ein Nachruf auf Erich von Däniken

Posted on Januar 13, 2026Januar 13, 2026 by Markus Kretschmer
Lesedauer 16 Minuten

Der Tod Erich von Dänikens ist Anlass für viele wohlmeinende Nachrufe, die ihn als visionären Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Fantasie würdigen. Und als Begründer der sogenannten Prä-Astronautik: Unbestritten ist, dass kaum jemand die populäre Vorstellung prä- und frühhistorischer „Götter aus dem All“ so nachhaltig geprägt hat wie er. Ebenso unbestreitbar ist jedoch, dass dieses Erbe kritisch betrachtet werden muss. Und zwar nicht aus Pietätlosigkeit gegenüber dem kürzlich Verstorbenen, sondern aus Verantwortung gegenüber den Narrativen, die er in Umlauf gebracht hat und die bis heute wirken. Wer diesen Text aber als Angriff auf die Person Erich von Däniken lesen möchte, der liest ihn falsch. Es geht mir hier um problematische Narrative, nicht um ihn als Autor oder gar als Person.

Wer war Erich von Däniken?

Wahrscheinlich ist jeder hier mit von Dänikens Werk schon einmal in Berührung gekommen. Dazu muss man noch nicht einmal selbst ein Buch von ihm gelesen haben. Schließlich hat er auch eine ganze Reihe von Science-Fiction-Werken befeuert, vieles wurde auch spektakulär in Hollywood-Blockbustern verfilmt, von denen wir alle sicher mindestens einen einmal gesehen haben. Der Topos, dass Außerirdische hinter dem Bau der Pyramiden weltweit stecken, findet sich z.B. in dem Film Stargate und der gleichnamigen Serie zu diesem Film wieder, oder auch bei Alien vs. Predator. Genauso wurde auch der Atlantis-Mythos durch von Däniken befeuert, wo sich seine Spuren ebenfalls durch eine enorme Vielfalt an Literatur und Medien ziehen. Jahrzehntelang versuchte er, seine Thesen zu belegen und schrieb mehrere Bestseller mit einer Auflage von 70 Millionen Exemplaren. Seine Bücher wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Daran gemessen war er einer der erfolgreichsten Autoren der Welt.

Dieser Text richtet sich ausdrücklich nicht gegen den Menschen, diesen vielschaffenden und vielgelesenen Autoren, der überwiegend als charismatisch, wortgewandt, diskussionsoffen und liebenswert, ja geradezu inspirierend charakterisiert wird. Einige meiner Freunde, die ihn selbst einmal persönlich getroffen und mit ihm gesprochen haben, äußern sich überwiegend sehr positiv über von Däniken als Mensch, was ich hier sehr gerne reproduzieren möchte. So eine Vorrede gehört in jeden guten Nachruf, besonders dann, wenn nun doch einiges an Kritik kommen wird. Diese Kritik soll aber ausdrücklich nicht gegen die Person gehen, gegen den Menschen, der gerade erst von uns gegangen ist und sicher von vielen schmerzlich vermisst werden wird. Aber meine Kritik geht gegen die Denkmuster, die die Prä-Astronautik bis heute strukturieren.


Was ist Prä-Astronautik?

Von Dänikens zentrale These ist wahrscheinlich fast jedem, der das hier liest, bekannt: Monumentale Bauwerke, astronomisches Wissen oder komplexe Sozialstrukturen früher Kulturen seien ohne externe Einflüsse kaum erklärbar. Diese Annahme wurde seit den 1960er-Jahren immer wieder variiert, mal waren es Außerirdische von einem fremden Planeten, oder auch Vertreter einer geheimnisvollen, untergegangen anderen Hochkultur. Bereits in Erinnerungen an die Zukunft (1968) findet sich sinngemäß die wiederkehrende Frage, wie „primitive“ Gesellschaften zu Leistungen fähig gewesen sein sollen, die aus moderner Perspektive als technisch oder organisatorisch extrem anspruchsvoll gelten. Und die selbst mit der modernen Technik kaum reproduzierbar waren. Daher glaubte von Däniken, und seine Anhänger tun das wohl auch weiterhin, dass Aliens, die Bewohner von Atlantis oder sonst eine hochentwickelte Macht an ihrer Entstehung beteiligt waren.

Von Däniken traf damit auf jeden Fall einen Nerv. Die Pyramiden von Gizeh beeindrucken ja bis heute. Die Große Pyramide ist zum Beispiel nahezu exakt nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet, mit Abweichungen von nur wenigen Winkelminuten. Diese Genauigkeit ist aber offenbar ohne hochentwickelte Metallwerkzeuge, Kompass oder moderne Vermessungstechnik erreicht worden. Ihre Lage ist ebenfalls präzise gewählt: auf einem stabilen Kalksteinplateau, das Setzungen minimiert, und eingebettet in ein komplexes Gesamtkonzept aus Totentempeln, Aufwegen und Nebenpyramiden. Hinzu kommt die logistische Leistung, Millionen tonnenschwerer Steinblöcke über Jahrzehnte hinweg zu gewinnen, zu transportieren und präzise zu verbauen. Gerade diese nachweislich menschliche Ingenieurs-, Organisations- und Wissensleistung macht die Pyramiden so faszinierend.

Warum ist das problematisch?

Belege dafür, dass die Ägypter Hilfe beim Pyramidenbau hatten, gibt es keine. Es ist derzeit historisch unbestritten, dass sie es selbst gewesen sind, ganz allein. Das ist aber nicht der Kern des Problems: mangelnde Evidenz kann man aus wissenschaftlicher Sicht, finde ich, nur schwer kritisieren, da wir als Forscher immer offen sein sollten für neue Erkenntnisse, die unseren Wissensstand erweitern.

Und warum sollte es keine hochentwickelten außerirdischen Zivilisationen geben? Allein die Milchstraße enthält etwa 100–400 Milliarden Sterne, davon ein großer Anteil mit Planetensystemen. Beobachtungen der letzten Jahre zeigen, dass ein signifikanter Anteil dieser Planeten in habitablen Zonen liegt. Selbst bei extrem konservativen Annahmen gilt: Wenn Leben nur auf 1 von 10 Milliarden erdähnlichen Planeten entsteht, müsste es trotzdem millionenfach allein in unserer Galaxis vorkommen. Ich möchte hier also keineswegs gegen die Existenz von Aliens per se argumentieren. Dass es sie irgendwo da draußen wirklich gibt, sogar sehr wahrscheinlich, auch ohne klare Evidenz!

Latenter, struktureller Rassismus…

Problematisch ist aber die Grundannahme selbst, dass die Ägypter, Mesoamerikaner, Kambodschaner oder andere Pyramidenbauer die außerirdische Hilfe überhaupt nötig gehabt haben. Es ist nämlich auffällig, dass von Dänikens Externalisierung nicht gleichmäßig erfolgt. Die Bauleistungen außereuropäischer Völker werden regelmäßig als erklärungsbedürftig dargestellt, während aber vergleichbare Leistungen weißer, oft zeitgleich existierender Kulturen niemals unter denselben Vorbehalt gestellt werden. Kein Prä-Astronautiker zweifelt wohl daran, dass die Minoer oder Mykener ihre Palastkulturen selbst erschaffen konnten. Oder die Hellen und Römer ihre Tempel, Amphitheater oder Aquädukte. Auch gotische Kathedralen oder frühneuzeitliche Kuppelbauten sind auffälligerweise alle ohne auswärtige Hilfe gebaut worden.

An dieser Stelle ist eine präzise Begriffsarbeit notwendig. Ich möchte hier nicht von Däniken selbst unterstellen, ein Rassist gewesen zu sein. Der Vorwurf wird auch aus der Sicht eines biologischen oder weltanschaulichen Rassismus erhoben. Von Däniken argumentiert auch in seinen Büchern schließlich niemals mit „Rassen“, sondern mit Zivilisationsgraden.

Doch wenn bestimmten Kulturen systematisch abgesprochen wird, ihre Leistungen aus eigener Kraft hervorgebracht zu haben, anderen, also insbesondere den westlichen, europäischen wiederum nicht, ist ein struktureller, epistemischer Rassismus dahinter zu erkennen. Die implizite Logik lautet: Diese „primitiven“ Völker waren dazu nicht fähig. Also muss jemand anderes es ihnen beigebracht haben. Mit genau diesem Narrativ hat man zudem lange kolonialistische Ausbeutung legitimiert. Die Vorstellung, dass es die „Wilden“ unter europäischer Führung doch eigentlich besser haben würden, ist eine Projektion eben dieses Denkens und besonders des Otherings (wir vs. die anderen).

… der vor den Ägyptern noch lange nicht halt macht!

Und interessanterweise begegnen wir diesen narrativen Strukturen nicht nur in der Geschichte und Frühgeschichte. Auch in der Urmenschenforschung sind sie nach wie vor allgegenwärtig. Sie äußern sich vor allem in der Überraschung darüber, wenn neue Erkenntnisse belegen, dass unsere Verwandten wie die Neandertaler auch zu Fähigkeiten imstande waren, die ihnen zuvor konsequent abgesprochen wurden. Das waren u.a. die Fähigkeit zum Sprechen, die Anfertigung von Birkenpech, das Erstellen von Höhlenmalereien und vieles, vieles mehr. „Uns“, also dem Homo sapiens, und insbesondere dessen (vermeintlich) weißen Vertretern wie z.B. den Cro-Magnon-Menschen (die nebenbei bemerkt wohl überhaupt nicht weiß waren!), wird trotzdem eine deutlich höhere Zuversicht entgegengebracht, wenn es um kognitive, technologische oder kulturelle Leistungen geht.


Prä-Astronautik: Eine (gefährliche) Pseudowissenschaft?

Dieses letzte Kapitel hier führt nun ganz von der Person Erich von Däniken weg. Schließlich trägt er als Autor keine Verantwortung dafür, wie sich Menschen, die seinen Thesen zustimmen, verhalten. Und auch nicht für die Struktur der durch seine Ideen entstandenen Communities. Ich möchte trotzdem aber auch einmal meine eigenen Erfahrungen schildern, die ich mit Prä-Astronautikern gemacht habe. Und gerade die sind der eigentliche Anlass für meinen kritischen Beitrag hier.

Prä-Astronautik gibt sich gern als mutige Grenzwissenschaft, als unbequeme Alternative zur angeblich dogmatischen akademischen Forschung. Ihre Anhänger sehen sich häufig als kritische Geister, die Fragen stellen dürfen, die andere aus Angst oder Bequemlichkeit vermeiden. „Denken über das Schulwissen hinaus“, so oder so ähnlich hat es von Däniken selbst formuliert. Gerade dieser Gestus macht es notwendig, genauer hinzusehen: Denn hinter dem Anspruch auf Offenheit verbirgt sich oft das genaue Gegenteil. Tatsächlich vertreten viele Prä-Astronautiker, wie sich die Anhängerschaft von Dänikens selbst nennt, oft ein geschlossenes Narrativ, das Kritik an ihm nicht erträgt, sondern abwehrt. Genau hier beginnt das Problem, und genau hier verdient Prä-Astronautik den Begriff Pseudowissenschaft.

Wissenschaft vs. Pseudowissenschaft

Wissenschaft lebt vom Zweifel und vom Überschreiten etablierter Grenzen. Pseudowissenschaft beginnt dort, wo Fragen nicht mehr überprüfbar beantwortet werden sollen, wo Gegenargumente nicht als Korrektiv, sondern als Angriff wahrgenommen werden und wo Theorien gegen Widerlegung immunisiert werden. Prä-Astronautik erfüllt all diese Kriterien in bemerkenswerter Konsequenz.

Wie du wissenschaftsfeindliche Scheinargumente erkennst und wie du sie kontern kannst, erfährst du in diesem Artikel hier!

Ein zentrales Merkmal ist die selektive Evidenzverwertung. Archäologische, historische und naturwissenschaftliche Erkenntnisse werden nicht systematisch ausgewertet, sondern fragmentarisch herangezogen, aus dem Kontext gelöst und in ein vorgefertigtes Deutungsraster eingepasst. Widersprechende Befunde gelten nicht als Anlass zur Revision, sondern als Beleg für eine angebliche Verdrängung durch die „Schulwissenschaft“. Eine klassische Opferrolle ist ebenfalls häufig zu beobachten: die „bösen“ Mainstream-Wissenschaftler sperren sich gegen alle angeblichen Beweise, weil sie ihnen selbst nicht in den Kram passen. Auch das ist in Wirklichkeit aber komplett umgekehrt.

Ich habe mich lange dagegen gesträubt, Prä-Astronautik als Pseudowissenschaft zu bezeichnen. Nicht, weil ich ihre Thesen überzeugend fand (das habe ich nie, höchstens faszinierend!), sondern weil der Begriff schnell als Keule verstanden wird. Als wolle man Andersdenkende mundtot machen, statt sich argumentativ mit ihnen auseinanderzusetzen. Nach meinen Erfahrungen der letzten Jahre und besonders nach den Reaktionen auf meinen Kommentar zum Tod von Erich von Däniken halte ich diese Zurückhaltung jedoch nicht mehr für gerechtfertigt. Prä-Astronautik verdient Kritik. Und zwar harte, begründete Kritik!

Warum so gefährlich?

Was mich dabei zunehmend umtreibt, ist nicht allein der wissenschaftliche Unsinn vieler Behauptungen. Es ist die soziale und psychologische Dynamik, die sich um diese Ideen herum gebildet hat. Prä-Astronautik ist längst nicht mehr nur ein spekulatives Gedankenspiel über außerirdisches Leben. Sie ist für viele ein identitätsstiftendes Narrativ geworden, das sich systematisch gegen Überprüfung abschottet. Und genau darin liegt ihre Gefährlichkeit. Es geht hier nicht eben nur um „falsche Wissenschaft“. Das Problem ist vielmehr eine Art „Wissenschaftssimulation“. Die Prä-Astronautik bedient sich nämlich sehr gerne der Sprache von Forschung, der Ästhetik von Belegen und der Pose des Zweifelns. Aber ohne deren Regeln zu achten. Oder salopp gesagt: Prä-Astronautik stellt Fragen, aber sie akzeptiert keine Antworten, die nicht in ihr Weltbild passen. Archäologische Befunde werden selektiv gelesen, aus dem Kontext gerissen oder ignoriert.


Meine eigenen Erfahrungen mit der Prä-Astronautik

Ich habe diese Mechanismen nicht nur beobachtet, sondern selbst erlebt. In mehreren Online-Gruppen, die sich angeblich mit Archäologie, alten Kulturen oder Dinosauriern beschäftigten, tauchten immer wieder prä-astronautische Erzählungen auf. Anfangs hielt ich das für harmlos. Doch sobald man kritisch nachfragte, etwa, warum bestimmte Kulturen immer wieder als erklärungsbedürftig dargestellt werden, kippte die Stimmung schnell. Diskussionen wurden abgebrochen, Themen tabuisiert, Kritiker, die das Wort „Rassismus“ überhaupt erst in den Mund nahmen, direkt ausgeschlossen. In einem Fall erklärte ein Administrator offen, dass man über den Rassismusvorwurf gegenüber der Prä-Astronautik nicht diskutieren werde. Wer es dennoch tue, fliege aus der Gruppe.

Meine Reaktion darauf sah so aus:

„Ich bedaure diese Entscheidung der Admins wirklich sehr. Als Gruppe sollten wir uns wirklich offen zeigen und eine Diskussionskultur zeigen, die auch Meinungen zulässt, die uns selbst vielleicht unbequem erscheinen mag. Ich sage damit nicht, dass ich mich diesen Vorwürfen anschließe, kann aber durchaus verstehen, woher sie rühren – und die Argumente dafür auch nachvollziehen. Aber wäre es nicht besser, Diskussionen darüber zuzulassen, statt Meinungen und Haltungen von anderen bloß einzufordern, wenn sie mit der eigenen im Gleichschritt gehen? Prä-Astronautik muss auch Kritik aushalten. Die gehört gerade bei wissenschaftlich bisher unbelegten Stoffen auch dringend mit dazu!“

Direkt darauf flog ich aus der Gruppe und wurde von den Admins blockiert.

Beleidigungen statt offene Diskussion

Was mich daran bis heute irritiert, ist nicht der Bann selbst, sondern die Angst vor Diskussion. Mein damaliger Kommentar war moderat formuliert. Ich hatte niemanden beschuldigt, niemanden beleidigt, sondern lediglich dafür plädiert, Kritik zuzulassen – gerade bei wissenschaftlich unbelegten Stoffen halte ich das für extrem wichtig! Später, nach einem Kommentar bei der Meldung über von Dänikens Tod beim ZDF, wiederholte sich dieses Muster: Auf einen differenzierten, begründeten Kommentar folgten keine Gegenargumente, sondern direkt persönliche Beleidigungen. Als ich dann konkrete Fragen stellte – etwa, warum man außerirdischen Lehrern Fähigkeiten zutraut, die man menschlichen Kulturen abspricht –, verstummte die Gegenseite vollständig.

Wer mag, kann das hier gerne einmal nachlesen:

Diese Aggression und dieses anschließende Schweigen sind kein Zufall. Sie lassen sich psychologisch erklären. Prä-Astronautik erfüllt für viele Menschen eine emotionale Funktion. Sie bietet Sinn, Ordnung und das Gefühl, Teil eines exklusiven Wissens zu sein. Wer daran rührt, rührt nicht nur an einer Theorie, sondern an einem Selbstbild. Kritik erzeugt dann kognitive Dissonanz: das unangenehme Gefühl, dass etwas, woran man glaubt, nicht stimmig sein könnte. Statt dieses Gefühl auszuhalten, externalisiert man es. Der Kritiker wird zum Feind, zur moralisch verwerflichen Person, zum politischen wie auch persönlichen Gegner.

Nähe zum Rechtspopulismus

Und was war ich für die Kommentierenden natürlich direkt, ob meiner Kritik an ihrem Idol? Genau. Ein linker, woker, pietätloser, völlig bescheuerter Idiot, der nur gequirlte Scheiße schreibt. Das spricht für mich Bände: Hier wurde ich also – völlig ohne jeden politischen Kontext – direkt dem rechtspopulistischen Feindbild (links und woke!) zugewiesen. Und das ist nicht das erste Mal. Ich habe in diesen Milieus wiederholt eine Nähe zu rechtspopulistischen, häufig auch migrationsfeindlichen Positionen erlebt. Das bedeutet nicht, dass jeder Prä-Astronautiker sofort für mich ein Rassist oder ein Rechtsextremer ist. Aber die Anschlussfähigkeit an deren Narrative ist unübersehbar. Wissenschaftsfeindlichkeit, Elitenskepsis, das Misstrauen gegenüber akademischem Wissen und die Hierarchisierung von Kulturen bilden eine klar erkennbare ideologische Schnittmenge, auch mit anderen gefährlichen Ausprägungen von Extremismus.

Gerade deshalb halte ich es für notwendig, Prä-Astronautik nicht nur als harmlose Spinnerei abzutun. Sie hat durchaus gefährliches, mindestens aber problematisches Potenzial, weil sie Denkweisen normalisiert, die auch jenseits dieses Themenfeldes sehr wirksam sind. Zudem trainiert sie Menschen darin, Kritik als Angriff zu deuten, Expertise zu misstrauen und komplexe historische Prozesse durch einfache Erzählungen zu ersetzen. Und sie entmündigt menschliche Geschichte und frühzeitliche Völker, indem sie ihre Leistungen nicht würdigt. Das alles fördert eine Diskurskultur, in der Beschimpfung an die Stelle von Argument und Austausch treten. Wem das aus einer ganz bestimmten politischen Richtung bekannt vorkommt, der spinnt sich hier also ganz und gar nichts zusammen.


Fazit

Ich bedaure sehr, dass diese Kritik notwendig ist. Ich bedaure auch, dass sie so oft auf taube Ohren stößt. Aber gerade die aggressiven Reaktionen, die ich erlebt habe, bestätigen letztlich den Kern meiner Kritik. Wer sich einer offenen Diskussion verweigert, wer Fragen verbietet und Kritiker ausschließt, der ist eben kein „Selbstdenker“. Der betreibt nur stumpfe Glaubenspflege. Und zwar eines Glaubens, dessen Inhalte ganz und gar nicht auf eigene Denkleistungen zurückgehen, sondern bei dem man einfach blind und unreflektiert den Glauben anderer übernimmt. Auch dieser Kommentar hier zeigt das sehr deutlich:

„Erich von Däniken war für mich mehr als ein Denker, mehr als ein Autor. Er war ein Weckruf. Er hat mir gezeigt, dass man die Welt nicht so hinnehmen muss, wie sie einem erklärt wird. Dass Fragen kein Angriff sind, sondern ein Zeichen von Respekt gegenüber Wahrheit, Geschichte und Menschsein. Durch ihn habe ich gelernt, nicht nur zu lesen, sondern zu denken.“

Aber: „Ich habe durch ihn gelernt, selbst zu denken“ ist ein Widerspruch in sich. Denn dann hat der Mensch hier ja nur gelernt, das zu denken, was eine andere Person ihn denken lassen möchte. Und darüber empfiehlt es sich, wirklich einmal nachzudenken.

Das ist es, was ich hier kritisieren möchte. Das Fehlen des eigenen Denkens, das unreflektierte Übernehmen (und Verteidigen!) von problematischen Narrativen. Und eben nicht Erich von Däniken als Person. Die Prä-Astronautik hingegen, und auch du, wenn sie dich fasziniert, musst diese Kritik aber aushalten. Wer das aber nicht kann, der bestätigt sie!

Und wenn ich darauf hinweise, möchte ich damit keine Menschen angreifen, auch nicht Erich von Däniken. Ich möchte nur dazu aufrufen, zuzuhören und offen zu sein, wenn jemand schreibt, warum für ihn bestimmte Narrative problematisch sind. Dabei schließe mich vielmehr von Dänikens eigener Idee an, dass Erkenntnis nur dort möglich ist, wo Zweifel (und eben auch Kritik!) erlaubt sind.

Die Verdienste Erich von Dänikens

Was man Erich von Däniken absolut zu Gute halten muss: er verstand es, zu begeistern! Nicht nur für seine aus historischer Sicht eher zweifelhaften Thesen, das meine ich nicht. Von Däniken brachte viele Menschen auf der ganzen Welt dazu, sich mit dem Fremden – und zwar dem Fremden hier auf unserer Erde – offen und aufgeschlossen auseinanderzusetzen. Er weckte das Interesse an fernen Völkern, (fast) vergessenen Kulturen und brachte viele Menschen auch zum Reisen, eben an jene Orte, die ohne ihn wohl heute kaum jemand kennen dürfte. Die Nazca-Linien waren vor den Thesen der Prä-Astronautik noch kaum jemandem bekannt und fanden auch in der Forschung nur wenig Beachtung. Wahrscheinlich hat somit auch die Forschung selbst von Däniken einiges zu verdanken, da viele heutige Historiker und Archäologen (und eben auch Hobby-Paläontologen wie ich!) sich u.a. auch aus Begeisterung für das Mystische und Fantastische für ihren Beruf entschieden haben.

Distanz zu noch problematischeren Inhalten der Prä-Astronautik

Von den beinharten Rassisten, Neo-Nazis und Verschwörungstheoretikern, die seine Prä-Astronautik oft für wirklich menschenfeindliche Narrative missbraucht haben, hat sich von Däniken außerdem immer ausdrücklich distanziert. Man denke da zum Beispiel an die Erzählungen über Reichsflugscheiben und Neuschwabenland, meist aufs widerlichste verpaart mit antisemitischen und rechtsextremen Verschwörungserzählungen, wie z.B. diüber das Weltjudentum oder auch die Leugnung des Holocaust. Rechtsextreme Esoteriker wie z.B. Jan van Helsing, Axel Stoll oder Ernst Zündel haben zu von Däniken oft Anknüpfungspunkte gesucht, jedoch hat sich dieser strikt dagegen gewehrt, mit solchen Personen in einem Atemzug genannt zu werden.

Auch die sogenannten Anunnaki-Erzählungen, Vorstellung über genetisch manipulierende außerirdischer Götterherrscher, wie sie z.B. Zecharia Sitchin postulierte, oder David Ickes Ideen von den Reptiloiden und einer geplanten neuen Weltordnung, hat von Däniken nie übernommen, sondern mehrfach als philologisch unhaltbar und spekulatives Glaubenssystem kritisiert. In seiner (rechtskonservativen!) Anhängerschaft stieß von Däniken dafür auch selbst immer wieder auf großes Unverständnis und enorme Kritik, und auch deshalb weil er den Narrativen der Corona-Leugner nicht folgte, sie sogar deutlich kritisierte und sich selbst auch impfen ließ. Aus dieser Perspektive lässt sich somit sehr gut dagegen argumentieren, dass von Däniken ein Rassist, ein Wissenschaftsleugner oder ein Rechtsextremist gewesen sei.

Die Werke

Zu einem ordentlichen Nachruf eines Autors durch einen anderen, (noch) viel kleineren Autor gehört natürlich auch dessen Würdigung des umfangreichen Werks seines berühmten Kollegen. Von Däniken verfasste zahlreiche Bücher, viele davon wurden zu Bestsellern, einige auch verfilmt. Insgesamt liegt die Gesamtauflage seiner Schriften bei über 70 Millionen Exemplaren. Dazu gehören:

Sachbücher

  • Erinnerungen an die Zukunft. Ungelöste Rätsel der Vergangenheit. Bearbeitet von Wilhelm Roggersdorf. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien (Februar) 1968, DNB 456308016 (Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste vom 9. Dezember 1968 bis zum 2. März 1969), wurde über 35 Mal übersetzt.
  • Zurück zu den Sternen. Argumente für das Unmögliche. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1969, DNB 972641092; Neuausgabe ebenda 1989 (Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste in den Jahren 1969 und 1970)
  • Aussaat und Kosmos. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1972, ISBN 3-430-11987-1 (Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste vom 2. bis zum 8. Oktober und vom 23. Oktober bis zum 26. November 1972).
  • Meine Welt in Bildern. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1973, ISBN 3-430-11988-X.
  • Erscheinungen. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1974, ISBN 3-430-11984-7.
  • Besucher aus dem Kosmos. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1975, ISBN 3-430-11983-9 (Sammelband).
  • Beweise. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1977, ISBN 3-430-11982-0.
  • Im Kreuzverhör. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1978, ISBN 3-430-11993-6 (Briefsammlung).
  • Prophet der Vergangenheit. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1979, ISBN 3-430-11995-2.
  • Reise nach Kiribati. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1981, ISBN 3-430-11996-0.
  • Die Strategie der Götter. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1982, ISBN 3-430-11979-0.
  • Der Tag an dem die Götter kamen. Bertelsmann, München 1984, ISBN 3-570-03058-X.
  • Habe ich mich geirrt? Neue Erinnerungen an die Zukunft. Bertelsmann, München 1985, ISBN 3-570-03059-8.
  • Wir alle sind Kinder der Götter. Wenn Gräber reden könnten. Bertelsmann, München 1987, ISBN 3-570-03060-X.
  • Die Augen der Sphinx. Neue Fragen an das alte Land am Nil. Bertelsmann, München 1989, ISBN 3-570-04390-8.
  • Die Spuren der Außerirdischen. Bertelsmann, München 1990, ISBN 3-570-09419-7 (Bildband).
  • Die Steinzeit war ganz anders. Bertelsmann, München 1991, ISBN 3-570-03618-9.
  • Der Götter-Schock. Bertelsmann, München 1992, ISBN 3-570-04500-5.
  • Raumfahrt im Altertum. Bertelsmann, München 1993, ISBN 3-570-12023-6.
  • Auf den Spuren der Allmächtigen. Bertelsmann, München 1993, ISBN 3-570-01726-5.
  • Botschaften und Zeichen aus dem Universum. Bertelsmann, Gütersloh 1994, DNB 940302322.
  • Der jüngste Tag hat längst begonnen. Die Messiaserwartung und die Außerirdischen. Bertelsmann, München 1995, ISBN 3-570-01728-1.
  • Zeichen für die Ewigkeit. Die Botschaft von Nazca. Bertelsmann, München 1997, ISBN 3-570-01730-3.
  • Im Namen von Zeus. Bertelsmann, München 1999, ISBN 3-570-00029-X.
  • Die Götter waren Astronauten. Bertelsmann, München 2001, ISBN 3-570-00031-1.
  • mit Cornelia von Däniken: Der Mystery Park. Die Geschichten, die Menschen. Alle Texte – alle Quellen. Ausführliche Kommentare. Mystery-Park, Interlaken 2005, ISBN 3-9522858-1-1.
  • Falsch informiert! Vom unmöglichsten Buch der Welt – Henochs Zaubergärten und einer verborgenen Bibliothek aus Metall. Kopp Verlag, Rottenburg 2007, ISBN 978-3-938516-56-0.
  • Götterdämmerung – Die Rückkehr der Außerirdischen. 2012 und darüber hinaus. Kopp Verlag, Rottenburg 2009, ISBN 978-3-942016-04-9.
  • Grüße aus der Steinzeit. Wer nicht glauben will, soll sehen! Kopp Verlag, Rottenburg 2010, ISBN 978-3-942016-40-7.
  • Was ist falsch im Maya-Land? Versteckte Technologien in Tempeln und Skulpturen. Kopp Verlag, Rottenburg 2011, ISBN 978-3-942016-86-5.
  • Der Mittelmeerraum und seine mysteriöse Vorzeit. Rätselhafte Bauten, unglaubliche Fakten und als falsch entlarvte Lehrmeinungen. Kopp Verlag, Rottenburg 2012, ISBN 978-3-86445-045-7.
  • Unmögliche Wahrheiten. Von Südamerika nach anderswo. Kopp Verlag, Rottenburg 2013, ISBN 978-3-86445-091-4.
  • Das unheilige Buch. Kopp Verlag, Rottenburg 2014, ISBN 978-3-86445-144-7.
  • Was ich jahrzehntelang verschwiegen habe. Kopp Verlag, Rottenburg 2015, ISBN 978-3-86445-238-3.
  • Botschaften aus dem Jahr 2118. Kopp Verlag, Rottenburg 2016, ISBN 3-86445-328-3.
  • Galaktische Horizonte. Die Suche nach den Ancient Aliens. Kopp Verlag, Rottenburg 2018, ISBN 978-3-86445-573-5.
  • Neue Erkenntnisse. Beweise für einen Besuch von Außerirdischen in vorgeschichtlichen Zeiten. Kopp Verlag, Rottenburg 2018, ISBN 978-3-86445-614-5.
  • Die Bekenntnisse des Ägyptologen Adel H. – Was ein junger Grabräuber unter den Pyramiden von Sakkara entdeckte. Kopp-Verlag, Rottenburg 2019, ISBN 978-3-86445-701-2.
  • Alles Evolution – oder was? Argumente für ein radikales Umdenken. Kopp-Verlag, Rottenburg 2020, ISBN 978-3-86445-779-1.
  • Buch der Antworten. Kopp-Verlag, Rottenburg 2021, ISBN 978-3-86445-845-3.
  • Wozu sind wir auf der Erde?. Kopp-Verlag, Rottenburg 2022, ISBN 978-3-86445-884-2.
  • Und sie waren doch da! Die ultimativen Belege für den Besuch von Außerirdischen. Kopp-Verlag, Rottenburg 2023, ISBN 978-3-86445-959-7.
  • Notizen über mein Leben. Mit einem Beitrag von Ramon Zürcher. Kopp-Verlag, Rottenburg 2024, ISBN 978-3-9899205-8-3.

Unterhaltungsliteratur

  • Ich liebe die ganze Welt. Erlebte und erdachte heitere Geschichten. Ullstein Verlag, Frankfurt a. M./Berlin/Wien 1983, ISBN 3-548-34169-1 (Kurzgeschichten).
    • erweiterte Neuauflage: Für 100 Franken die ganze Welt und andere Geschichten. Edition Othello, Wesel 2003, ISBN 3-9808280-1-8.
  • Die Rätsel im alten Europa. Bertelsmann, München 1991, ISBN 3-570-01337-5 (Jugendroman).
  • Das Erbe von Kukulkan. Bertelsmann, München 1993, ISBN 3-570-01818-0 (Jugendroman).
    • Neuauflage: Die seltsame Geschichte von Xixli und Yum. Ein Tatsachenroman. Kopp-Verlag, Rottenburg 2015, ISBN 978-3-86445-206-2.
  • Tomy und der Planet der Lüge. Der Bericht einer unmöglichen Begegnung, die sich nur einen Nano-Millimeter neben unserem Alltag abspielte. Kopp-Verlag, Rottenburg 2006, ISBN 3-938516-31-3.

Herausgeberschaft

  • Ulrich Dopatka: Lexikon der Prä-Astronautik. Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1979, ISBN 3-430-12136-1.
  • Kosmische Spuren. Neue Entdeckungen der Präastronautik aus fünf Kontinenten. Goldmann Verlag, München 1989, ISBN 3-442-11451-9 (Anthologie von Aufsätzen aus der Zeitschrift Ancient Skies).
  • Neue kosmische Spuren. Goldmann Verlag, München 1992, ISBN 3-442-12355-0 (Anthologie von Aufsätzen aus der Zeitschrift Ancient Skies).
  • Fremde aus dem All. Kosmische Spuren. Neue Funde, Entdeckungen, Phänomene. Goldmann Verlag, München 1995, ISBN 3-442-12569-3 (Anthologie von Aufsätzen aus der Zeitschrift Ancient Skies).
  • Das Erbe der Götter. Auf «kosmischen Spuren» rund um die Welt. Goldmann Verlag, München 1997, ISBN 3-442-12758-0 (Anthologie von Aufsätzen aus der Zeitschrift Ancient Skies).
  • Jäger verlorenen Wissens. Kopp Verlag, Rottenburg 2003, ISBN 3-930219-69-7 (Anthologie von Aufsätzen aus der Zeitschrift Ancient Skies).
  • Brisante Archäologie. Kopp Verlag, Rottenburg 2008, ISBN 978-3-938516-66-9 (Geschichte ohne Dogma – Kosmische Spuren. Band 6).
  • Die andere Seite der Archäologie. Faszination des Unbekannten. Kopp Verlag, Rottenburg 2011, ISBN 978-3-942016-60-5.
  • Neugierde verboten! Fragen · Funde · Fakten. Kopp Verlag, Rottenburg 2014, ISBN 978-3-86445-118-8.
  • Galaktische Horizonte. Die Suche nach den Ancient Aliens. Kopp Verlag, Rottenburg 2018, ISBN 978-3-86445-573-5.

Hörbücher

  • Götter des Altertums – als fremde Kosmonauten? (Schallplatte, 1972).
  • Geheimnisse versunkener Welten. 2003 (Hörbuch, moderiert von Rainer Holbe).
  • Mr. Däniken, wie haben Sie das vollbracht? 2012.
  • Die Götter waren Astronauten. 2016.

DVD (Multimedia-Vorträge)

  • Geheimnisvolles Ägypten. Im alten Ägypten stimmt etwas nicht – und keiner redet darüber. 2006.
  • Götterdämmerung. Die Rückkehr der Götter? 2008.
  • Erich von Däniken – Total. 2010.
  • Was ist falsch im Maya-Land?. 2011.
  • Grüße aus der Steinzeit. 2012.
  • Der Mittelmeerraum und seine mysteriöse Vorzeit: Rätselhafte Bauten, unglaubliche Fakten und als falsch entlarvte Lehrmeinungen. 2012.

Comics

  • Nach den Thesen von Dänikens ist Die Götter aus dem All als Comic-Serie von Boguslaw Polch (Zeichnungen), Arnold Mostowicz und Alfred Górny (Texte) umgesetzt und 1978 bis 1983 in acht Alben vom Bastei-Verlag veröffentlicht worden.

Allein schon aufgrund des schieren Umfang seines literarischen Schaffens gebührt von Däniken als Autor meine aufrichtige Anerkennung.

R.I.P., Erich!


Hier meine anderen Statements:

…gegen Kreationismus


… zur „gendergerechten“ Sprache


… zu „Rasse“ und Rassismus


… für Toleranz


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2 thoughts on “Zum problematischen Erbe der Prä-Astronautik: Ein Nachruf auf Erich von Däniken”

  1. Pirat sagt:
    Januar 13, 2026 um 5:05 p.m. Uhr

    Mensch, der Erich! Ich hab seine Bücher in den 90er Jahren, damals als Teenager, auch verschlungen. Und ich hab vieles damals erstmal absolut für plausibel gehalten. Ich denke auch bi heute, man kann eine solche Idee, wie er sie hatte, als Arbeitshypothese ja durchaus vertreten – sie muss sich halt wie jede Theorie an den empirischen Befunden messen lassen. So hab ich damals als Jugendlicher das dann auch aufgefasst und mich damit beschäftigt. Und hab dann selbst immer wieder aufs neue festgestellt, dass die Theorie nicht belegbar ist. Anfang der 2000er Jahre, mit auch etwas mehr Ahnung durchs Studium und so, kam ich zu der Überzeugung: Nette Theorie, aber Stand jetzt offensichtlich nicht erhärtet und fast jeder Punkt, den Däniken vorbrachte ist entweder inzwischen widerlegt worden oder käme gemäß Ockhams Rasiermesser ohne Außerirdische mit weniger Zusatzannahmen aus.
    Damals in den 90ern war das Themenfeld auch noch für mich gefühlt wesentlich harmloser. Auch wenn sich die Opferrolle zunehmend entwickelte. Wahrscheinlich auch aus Frust, weil der große Beweis ausblieb – jedem, der drei Minuten darüber nachdenkt muss klar sein, dass eine so massive außerirdische Einmischung viel mehr nicht wegzudiskutierende Spuren hinterlassen hätte. Damals konnte man das aber noch als menschlich hinnehmen – ist ja nicht so, als wenn in der „normalen“ Wissenschaft es sowas nicht auch gäbe (ich denke da an die BANDits in der Paläontologie). Wie das leider von rechten Strömungen gekapert wurde, ist gruselig und war erkennbar nie Dänikens Vision.
    Die scheinbare Selektivität bei der „Auswahl“ der außerirdisch beeinflußten Völker war speziell bei Däniken glaube ich einem anderen Aspekt geschuldet: Er brauchte eine Begründung dafür, dass es bis dato einen Beweis für die Aliens gab. Die Römer z.B. sind historisch zu durchgängig gut belegt, um ihnen Aliens an die Seite zu stellen. Das ging nur bei Kulturen, die geschichtlich so weit zurücklagen, dass ihre Wurzeln am Rande des mythischen lagen. Das war bei der Induskultur so, bei den Sumerern, auch bei den Ägyptern. Damit das gut funktioniert, mussten auch die Pyramiden älter gemacht werden – in der Präastronautik wurden die Pyramiden seit Dänikens ersten Büchern gerne für älter erklärt als sie nach üblicher Geschichtsschreibung sind, um sie näher an den weniger gut fassbaren Anfang der ägyptischen Hochkultur zu rücken. Ähnlich ist es bei der Sphinx. Anders ging es nicht – Dänikens Theorie konnte immer nur da ansetzen, wo die offizielle Geschichtswissenschaft (noch) keinen guten Anpack hatte. Entsprechend gab es präastronautische Themen z.B. auch rund um die Frühgeschichte der Hebräer, tatsächlich auch im Umfeld der Mykener und vor allem der Minoer und Monumente wie Stonehenge kamen auch mit in den Pott. Das war das eigentliche selektive Muster. Im zufälligen Ergebnis leider eins, dass die wirklichen Rassisten später super für sich nachschärfen konnten. 🙁
    Heute ist der Grundgedanke der Präastronautik so vergiftet, dass man durchaus annehmen muss, dass selbst ein Forscher, der ein ganzes Ufo unter Tiahuanaco finden würde, massiv über seinen Schatten springen würde, bevor er das veröffentlicht. Die Vergiftung des Diskurses geht da leider in beide Richtunge 🙁

    Antworten
    1. Markus Kretschmer sagt:
      Januar 13, 2026 um 5:28 p.m. Uhr

      Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar!
      Du hast wohl recht, diskursvergiftende Idioten gibt es sicher auf beiden Seiten. Aber die Vehemenz der kognitiven Dissonanz, die ich selbst in den letzten Tagen erleben durfte, ist bei den blind Hinterherläufern (nicht den Fans!) Erich von Dänikens doch deutlich härter als bei Archäologen, die von dem Thema meist einfach nur genervt sind. Die Diskussionen führen ja meistens eh ins Leere. Es kommen noch nicht einmal die Argumente, die ich am Ende des Artikels selbst gebracht habe – aus gutem Grund wahrscheinlich, weil man mit vielen Punkten, z.B. von Dänikens Einstellung zu Corona oder dem Impfen dann doch wieder nicht mitgehen möchte.
      Meine Intention ist es, dass meine Leser bei dem Thema zukünftig ein bisschen die Augen aufhalten. Und wenn es vielleicht auch nicht immer sofort direkt rassistisch ist, hat es trotzdem oft ein postkoloniales Geschmäckle, in jedem Fall aber ist es unwissenschaftlich und arrogant, auf andere (auch längst untergegangene!) Kulturen herabzuschauen – und ausdrücklich auch auf die von Frühmenschen. Menschen waren zu jeder Zeit und überall in der Welt zu Erstaunlichem in der Lage – und sicherlich auch ohne außerirdische Hilfe.
      Ganz liebe Grüße!

      Antworten

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