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Die Weißen Steine

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Die Ausrüstung eines Urzeitforschers

Posted on August 7, 2026August 9, 2026 by Markus Kretschmer
Lesedauer 16 Minuten

Was braucht man eigentlich für eine Ausrüstung, wenn man sich auf die Suche nach Fossilien begibt? Nun, das kommt ganz darauf an, wo und wonach man sucht. Beim Sammeln von Seeigeln und Donnerkeilen reicht es schon, wenn du am Strand einfach nur eine Tüte oder einen Stoffbeutel dabeihast, wo du deine Funde hineinsteckst. Bei einer richtigen Forschungsexpedition sieht es allerdings schon etwas anders aus: Da muss man sich schon angemessen ausrüsten. Andererseits darf die Ausrüstung natürlich auch nicht zu schwer sein. Es gehört etwas Geschick auch schon beim Packen des Rucksacks dazu, um genau die angemessene Ausrüstung für das jeweils geplante Abenteuer dabei zu haben.

Gliederung:

  • Dein Equipment
  • Bekleidung und Schutz
  • Die „Hardware“
  • Die Standardwerkzeuge
  • Die „Software“
  • Dokumentation und Orientierung
  • Verpflegung

Dein Equipment

Eine gute Ausrüstung zu haben, ist für jeden privaten Fossiliensammler unerlässlich. Die folgende Liste soll dich dabei unterstützen. Hier findest du viele nützliche Ausrüstungsgegenstände, und natürlich auch die Links zu allen Produkten, die ich auch selbst bei meinen Abenteuern gern benutze. Eines aber bitte nicht vergessen: den Preisvergleich! Diese Liste stellt nur eine Empfehlung dar. Gut möglich, dass du die gleichen oder ähnliche Produkte irgendwo anders günstiger bekommst. Schau dich dazu auch gern im nächsten Baumarkt, Outdoor-Shop oder passendem Einzelhandel um!

Trotzdem: mit jedem Klick auf eines der Produkte unterstützt du diese Website! Auch wenn du nachher etwas ganz anderes kaufst!

Ich zusammen mit meiner Frau Sahar bei einer Dinosauriergrabung in Trossingen.


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Bekleidung und Schutz

Zuerst das Allerwichtigste: nämlich dein Outfit. Der Grundsatz dabei: Funktionalität steht vor Fashion. Du musst also nicht super stylisch aussehen, wichtiger ist, dass du sichere, einfach zu reinigende und funktionale Kleidung trägst. Man mag darüber nur den Kopf schütteln, aber ich habe selbst bei unseren öffentlichen Fossiliensuchen bereits Leute in Flipflops oder mit teuren Designerschuhen aufschlagen sehen. Und sie dann hinterher jammern gehört. Macht also bitte nicht solche Anfängerfehler! Ein verantwortungsvoller Fossilienjäger ist darauf bedacht, dass er den ganzen Tag draußen verbringen muss. Deshalb trägt er immer wetterfeste Kleidung, feste Schuhe und eine Kopfbedeckung.

Rucksack

Die Basis aller deiner Abenteuer: Ein stabiler, bequemer Rucksack, in dem du deine gesamte Ausrüstung verstauen kannst, darf bei keiner Fossiliensuche fehlen. Achte auf eine gute Polsterung und viele Fächer, um alle Habseligkeiten sicher und geordnet zu transportieren!

T-Shirt

Okay, okay: ein bisschen nerdiger Style muss es manchmal einfach sein. Beim T-Shirt bist du außerdem natürlich völlig frei. Ich mag so ein Shirt, weil es grobe Flecken verzeiht und auch nach mehrmaligem Waschen immer noch cool aussieht.

Hemd

Du bist eher der Hemd-Träger? Auch kein Problem. Da habe ich dir mal ein gutes rausgesucht, das auch über ein paar Taschen verfügt. Taschen sind im Feld immer eine tolle Sache: irgendwas muss ja immer verstaut werden!

Outdoor-Hose

Eine robuste Hose ist unerlässlich! Mach bitte nicht den Fehler und zieh in Shorts los, wenn du buddeln gehst. Besonders zu empfehlen: durch Polster verstärkte Knie! Schließlich verbringst du viel, viel Zeit auf steinigem, oft scharfkantigem Untergrund.

Outdoor-Weste

Eine Outdoor-Weste bietet dir zusätzlichen Stauraum für kleine Werkzeuge, Notizbuch und Smartphone. So hast du alles Wichtige griffbereit, ohne den Rucksack ständig öffnen zu müssen.

Regenjacke

Die Regenjacke schützt dich vor plötzlichen Wetterumschwüngen und hält dich trocken, selbst wenn das Wetter ungemütlich wird. Sie sollte leicht und gut verstaubar sein, damit du sie jederzeit im Rucksack mitführen kannst.

Trekking-Schuhe

Natürlich brauchst du auch feste Schuhe, wenn du dich im Gelände bewegst. Diese sollten dir im Gelände einen sicheren Halt geben und so bequem sein, dass du auch einen ganzen Tag in ihnen laufen kannst – im Winter wie im Sommer.

Taktische Handschuhe

Um die Hände vor Verunreinigungen und Verletzungen zu schützen, sind Handschuhe unerlässlich. Insbesondere, wenn man stundenlang den Spaten oder die Hacke schwingt. Praktischerweise sind sie griffsicher, du kannst mit ihnen immer noch dein Smartphone oder Tablet bedienen und sie verfügen über einen Knöchelschutz.

Arbeitshandschuhe

Normale Arbeitshandschuhe, die du bei der Gartenarbeit trägst, reichen meist natürlich vollkommen aus. Und die sind meist deutlich günstiger zu haben. Im Baumarkt sogar oft noch günstiger als bei Amazon!

Hut

So ein cooler Hut schützt hervorragend vor der Sonne, die wirklich biestig sein kann. Gehe niemals, wirklich niemals im Sommer auf Fossiliensuche oder sonst für längere Zeit unter freiem Himmel, ohne eine Kopfbedeckung zu tragen!

Dinosaurier-Cap

Suchst du nach einer stylischen Mütze mit einem coolen Dino-Design? So eine ist nicht nur schick und bequem, sondern bietet auch UV-Schutz und ist verstellbar. Ein Muss für jeden Dino-Fan und Fossilienjäger!

Helm

Fossilien lassen sich wunderbar an Steilhängen oder in Steinbrüchen finden, üble Kopfverletzungen durch herabfallendes Geröll allerdings auch. Deshalb besser einen festen Helm wie diesen hier besorgen – die gibt’s auch schon für kleines Geld.

Sonnencreme

Sonnencreme ist ein absolutes Muss beim Fossiliensuchen, auch wenn die Sonne nicht stark scheint. Sie schützt deine Haut vor UV-Strahlen und beugt Sonnenbrand sowie langfristigen Hautschäden vor. Wähle am besten eine wasser- und schweißresistente Variante mit hohem Lichtschutzfaktor.

Sonnenbrille

Auf jeden Fall sollte auch eine Sonnenbrille immer mit am Start sein, wenn du auf Fossilienjagd gehst. Die Brille schützt die Augen nicht nur von den blendenden Sonnenstrahlen, sondern auch, wenn mal etwas Dreck herumfliegt.

Schutzbrille

Wenn du mit dem Hammer arbeitest, oder mit sonstigem Werkzeug, bei dem Gesteinssplitter umherfliegen, ist eine feste Schutzbrille zu empfehlen. Egal, ob Anfänger oder Profi: Falls du keine Lust hast, den Rest deines Lebens immer mit Servicehund und Taststock rumzulaufen, sollte so eine Brille beim Steineklopfen immer mit dabei sein.

Insektenschutzmittel

Im Sommer ist man bei der Fossiliensuche oft nicht allein. Wer aber keine Lust auf die Gesellschaft blutsaugender Flieg- und Krabbelviecher hat, der ist gut beraten, sich ein bisschen einzusprühen. Tipp von mir: unbedingt an die Knöchel und Ohren denken.

Erste-Hilfe-Set

Da während der Fossiliensuche in potenziell schwierigem Gelände auch Unfälle passieren können, ist ein Erste-Hilfe-Set ein absolutes Muss im Rucksack. Das hier nimmt im Rucksack kaum Platz weg, bietet im Notfall aber ausreichend Material zur schnellen Wundversorgung.

Wichtig außerdem:

  • Für die spätere Behandlung durch einen Arzt hast du bitte auch die Krankenversicherungskarte mit dabei.
  • Ganz wichtig ist auch der Impfpass: falls du dich im Gelände verletzt, solltest du nachweisen können, dass du eine Tetanus-Schutzimpfung hast!
  • Führt die Expedition in ein fremdes Land, muss der Forscher natürlich auch seinen Reisepass immer mit dabeihaben.
  • Und eine schriftliche Erlaubnis oder wenigstens die Telefonnummer des Eigentümers, auf dessen Grund du deine Fossilien suchst, brauchst du natürlich auch!

Die Goldenen Regeln des Fossiliensammlers

Jeder, der sich für die Urzeit interessiert, sollte sich an dieser Stelle auch spätestens die Frage stellen: Wie kann ich ein verantwortungsvoller Hobbypaläontologe und Fossiliensammler werden? Wie kann ich dazu beitragen, dass das paläontologische Erbe durch mein eigenes Wirken erweitert wird und auf Dauer erhalten bleibt?

Als Antwort habe ich zusammen mit Experten einen Artikel mit den wichtigsten Regeln für die Fossiliensuche erstellt. Falls du ihn noch nicht kennst: schau sie dir unbedingt einmal an und präge sie dir sorgfältig ein, bevor du auf deine erste Jagd gehst!

Der Artikel mit den goldenen Regeln des Fossiliensammlers ist übrigens auch als Video verfügbar!


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Die „Hardware“

Früher setzte man an Ausgrabungsstellen manchmal sogar Sprengstoff ein, um an die darin verborgenen Fossilien heranzukommen. Heute wird aber viel behutsamer vorgegangen. Die gröbsten Gesteine werden zunächst mit Muskelkraft und grobem Werkzeug angegangen, bis man tatsächlich auf etwas stößt, das sich von dem normalen Sediment unterscheidet. Für die grobe Arbeit, also das systematische Abtragen der Gesteinsschichten, beginnt man zunächst mit Hacken, Spaten und Schaufeln – oder sogar noch größer, mit Presslufthammer oder einem Bagger. Der Aushub wird mit Eimern und Schubkarren beiseitegeschafft. Die Forscher untersuchen zunächst erst einmal ein ganz bestimmtes Gebiet bis zu einer gewissen Tiefe. Danach wird das nächste Feld untersucht. Und schließlich arbeitet man sich ganz schematisch weiter und weiter vor, bis zu den wertvollen Fossilien.

Hier findest du nun eine Liste mit allen groben Arbeitswerkzeugen, die du dir selbst zulegen kannst. Als Grabungshelfer bei einer wissenschaftlichen Expedition werden sie dir aber natürlich vom Institut gestellt. Und bei einem Sammelausflug an den Strand bleiben sie selbstverständlich auch zu Hause. Was du hier siehst, brauchst du wirklich nur für größere Abenteuer. Auf Produktempfehlungen für Presslufthämmer, Bagger, Lastwagen und Sprengstoff verzichte ich deshalb bewusst. Auch wenn sich hier die Provisionen wenigstens mal lohnen würden…

Spitzhacke

Eines der groben Arbeitswerkzeuge, mit denen du Gesteinsplatten und festen Untergrund aufbrechen und abarbeiten kannst. Robust und kraftvoll, ist die Spitzhacke besonders nützlich bei schwer zugänglichen Fundorten und lässt dich selbst in festen Untergründen effektiv arbeiten.

Spaten

Fast jeder hat ihn sowieso im Gartenschuppen: Ein Spaten ist auch bei Fossiliengrabungen nützlich, um größere Mengen Erde oder Gestein abzutragen und sich zu tieferliegenden Schichten vorzuarbeiten.

Schaufel

Eine kompakte, stabile Schaufel ist zum Wegschaffen deines Aushubs unerlässlich. Am besten arbeitet man hier im Team: einer sticht mit dem Spaten neue Schichten bis zu einer gewissen Tiefe ab, der andere schafft den Aushub in die Schubkarre.

Schubkarre

Sie ist bei jeder größeren Grabung mit dabei, um größere Mengen Erde oder Gestein schnell abzutransportieren. Das schont den Rücken und spart dir auch viele Wege, da du alle nötigen Werkzeuge und ausgegrabene Materialien ebenfalls in ihr zum gewünschten Ort fahren kannst – und auch größere Fossilien, die zu schwer zum Tragen sind!

Baustelleneimer

Wenn das Gelände zu unwegsam für den Einsatz von Schubkarren ist, dann müssen eben Eimer für den Aushub bereitgestellt werden. Eimer sind natürlich vielseitig einsetzbar, auch später zum Abspülen der Fossilien oder sogar als Sitzgelegenheit – dazu werden sie einfach umgedreht!

Wichtig hierbei: All diese Ausrüstungsgegenstände kriegst du im Baumarkt vielleicht günstiger als bei Amazon. Und: Sie sind natürlich nur dann obligatorisch, wenn du mit einem Team eine größere Fläche untersuchen willst, in einem Gelände, wo du wirklich nach den Fossilien graben musst! Fürs einfache Sammeln, also überall dort, wo du die Fossilien bloß auflesen musst, brauchst du dich mit dem ganzen Zeug natürlich nicht abschleppen. All diese Gegenstände bleiben für den größten Teil deiner Sammlertätigkeit meist sicher verwahrt im Geräteschuppen oder im Keller. Sie begleiten dich nur, wenn es die Situation erfordert!


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Die Standardwerkzeuge

Deutlich häufiger wird die etwas handlichere Hardware eingesetzt. Besteht auch nur der leiseste Verdacht, dass man auf einen Fund von Bedeutung gestoßen sein könnte, gehen die Forscher behutsamer ans Werk. Mit feineren Werkzeugen, zum Beispiel mit einem Spachtel oder Messer, wird die Matrix um den vermeintlichen Fund weiter entfernt. Diese Werkzeuge sind zwar bei einem Strandspaziergang mit Sammelabsicht nicht immer obligatorisch. Aber für eine Erstbegehung des Geländes oder in einem Hobbysteinbruch, zum Aufhebeln und Abklopfen von Gesteinsplatten, kann man sie immer gut gebrauchen. Und sie nehmen im Rucksack nicht so viel Platz weg. Da sie allerdings alle aus Metall bestehen, wiegen sie entsprechend – also immer gut überlegt packen!

Geologenhammer

Der klassische Begleiter eines jeden Fossiliensammlers ist der Geologenhammer. Er hilft dir dabei, Gesteinsschichten vorsichtig abzutragen, ohne deine Funde zu beschädigen. Achte auf einen robusten Griff und eine hochwertige, schlagfeste Spitze, um auch festere Gesteine sicher zu bearbeiten.

Fäustel

Ein Werkzeug für präzises Arbeiten: Der Fäustel ermöglicht dir, Meißel mit kontrollierter Kraft in harte Gesteinsschichten zu treiben. Robust und handlich, eignet er sich so ideal für das Herausarbeiten von Fossilien oder das Entfernen von störendem Gestein, ohne die wertvollen Funde zu beschädigen.

Meißel-Set

Ein gutes Meißel-Set ist essenziell, um Fossilien präzise aus dem Gestein zu lösen. Besonders hilfreich sind Meißel mit integriertem Handschutz, der deine Hände vor Abrutschen und herumfliegenden Splittern schützt.

Stemmeisen-Set

In Steinbrüchen mit brauchst du so ein Stemmeisen häufig, bei der Suche am Strand natürlich nicht. Das Stemmeisen ist ideal, um Gesteinsplatten vorsichtig aufzuhebeln und Zugang zu darunterliegenden Schichten zu bekommen. Mit gezieltem Druck kannst du Risse nutzen und Platten schonend abheben, ohne deine Funde zu gefährden.

Klappspaten Multi-Tool

So ein Klappspaten-Multitool ist nun nicht unbedingt das Must-Have für jeden Fossiliensammler. Ich habe aber eins und es hat mir aber auch schon beim Campen gute Dienste geleistet, weshalb ich es hier gerne mit aufführen möchte.

Outdoor-Messer

Für alle Abenteuer in der freien Natur ein unverzichtbares Werkzeug. Es vergeht ja kaum ein Tag in der Natur, wo nicht mal irgendwas geschnitten werden muss. Zum vorsichtigen Entfernen der Fossil-Matrix kannst du aber vielleicht auch einfach ein altes, stumpfes Messer nehmen, das seine besten Tage bereits hinter sich hat.

Spachtel

Nicht nur zum Tapezieren oder Verputzen ein unverzichtbares Werkzeug, sondern auch für das vorsichtige Entfernen der Fossil-Matrix, wenn du ein größeres Fossil gefunden hast. Mit seiner flachen Seite kannst du den Untergrund vorsichtig abtragen und präzise und effizient arbeiten.

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Die „Software“

Es geht natürlich bei der Feldforschung nicht nur darum, die Fossilien aus dem Gestein herauszuholen, sondern auch darum, sie zu identifizieren. Mit einer Lupe kann das vermeintliche Fossil schon gleich nach dem Fund näher untersucht und bestimmt werden, ob es sich tatsächlich um einen interessanten Fund handelt. Direkt am identifizierten Fossil werden dann Handfeger, Bürsten, Pinsel oder auch Zahnbürsten eingesetzt, um die Funde bei der Freilegung nicht zu beschädigen. Die gefundenen Fossilien sollten immer gut gepolstert transportiert werden, damit sie nicht kaputtgehen. Hierfür eignen sich mit Schaumstoff gefütterte Schachteln oder kleine Plastik- und Luftpolstertüten. Große Fossilien werden dagegen meist in Gipsummantelungen transportiert.

Grobe Bürste

Zum groben Entfernen von Schlamm, Ton und Steinen von deinem Fundort und eignet sich am besten so eine Bürste sehr gut. Vorsicht aber bei empfindlichen Fossilien! Hier brauchst du feineres Werkzeug.

Handfeger

Für lockeren Sand und lose, trockene Erde nimmst du besser einen Handfeger. Er leistet dir gute Dienste beim Freilegen deiner Funde, wenn es noch ums Grobe geht!

Pinsel

Für die Feinarbeit beim Freilegen deiner Funde nimmst du den Pinsel. Empfehlenswert sind solche mit weichen Borsten, da sie besonders schonend arbeiten. Du brauchst den Pinsel außerdem, wenn auf das freigelegte Fossil ein Harz oder Kleber aufgetragen werden muss, um es vor der Witterung zu beschützen.

Zahnbürste

Stürze dich bitte nicht in Unkosten. Es reicht auch die billigste Billig-Zahnbürste, wenn es darum geht, im Feinen die letzten Sedimentreste von deinem Fossil zu bekommen. Bei der Zahnpflege kann das natürlich anders aussehen. Tipp: Pack einfach eine gebrauchte Zahnbürste einmal in den Geschirrspüler, dann in deine Fossilientasche.

Luftpolstertasche

Damit deine gefundenen Fossilien gut und sicher den Transport überstehen, kannst du sie in so eine Luftpolstertasche legen. Auch die muss nicht unbedingt gekauft werden: einfach altes Verpackungsmaterial aufheben und mit etwas Klebeband zu einer Tasche zusammenbasteln.

Die ganz kleinen Funde, also z.B. deine Donnerkeile von der Ostsee, können auch in einfachen Plastikbeutelchen verstaut werden. Zu diesen kriegst du jetzt mal keinen Link. Denn man hat sie doch immer irgendwo! Sogar eine Packung Taschentücher eignet sich super, da hast du gleich auch etwas Polstermaterial mit dabei. Größere Fossilien kommen in einen alten Karton, den du sicher auch immer irgendwo übrig hast. Aber nicht vergessen: ordentlich auspolstern, damit beim Transport bloß nichts kaputt geht!


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Dokumentation und Orientierung

Feldbuch

Dieses Notizbuch ist dein eigentlicher Schatz, neben deiner physischen Sammlung natürlich. Hierin hältst du alle Ergebnisse deiner Jagden fest und machst dir Notizen, um die Ergebnisse deiner Abenteuer, deine Funde mit den besuchten Fundorten und alle Details direkt zu dokumentieren. Es empfiehlt sich hier ein Feldbuch mit wasserfestem Papier, denn auch bei Regen möchtest du sicher auch mal etwas aufschreiben.

Federtasche und Schreibutensilien

In einer Federtasche kannst du alle Schreibutensilien geordnet und griffbereit verstauen. So hast du alles kompakt an einem Ort und vermeidest langes Suchen im Rucksack. Darin enthalten: Kugelschreiber, Bleistift, Radiergummi, Anspitzer, und für farbige Markierungen gern auch Buntstifte. Ein kleines Lineal sollte darin ebenfalls Platz finden.

Smartphone & Schutzhülle

Das wichtigste moderne Gerät zur Dokumentation deiner Funde: dein Smartphone. Welches du verwendest, sei dir überlassen. Wichtig ist: es sollte unbedingt über eine gute Kamera verfügen, denn ein Bild sagt immer mehr als tausend Worte. Und du solltest eine solide Schutzhülle verwenden, wenn du in den Steinbruch gehst.

Powerbank

Eine Powerbank ist ein großartiges Accessoire, um dein Smartphone und andere Geräte unterwegs aufzuladen – besonders, wenn du dich länger abseits der Zivilisation aufhältst. Achte auf eine ausreichend hohe Kapazität, um für längere Exkursionen gewappnet zu sein.

Lupe

Wenn du ein Fossil mal vergrößert betrachten möchtest, ist eine Lupe essentiell. Du solltest bei der Suche immer eine dabei haben, auch bei einer Strandsuche ohne geplante Ausgrabung oder Klopf-Aktion. Mit einer 10- bis 20-fachen Vergrößerung siehst du die Strukturen und Feinheiten, die dem bloßen Auge entgehen.

Fossilien-Bestimmungsbuch

Es gibt eine wahre Fülle an Literatur zum Bestimmen von Fossilien. Teils aktueller, teils detailreicherer, teils knapperer, teils umfangreicherer. Kauf dir am besten das, welches deinen Ansprüchen am besten entgegenkommt!

Maßband oder Zollstock

Ein Maßband ist wichtig, um größere Fundstücke oder geologische Schichten genau auszumessen. Das hilft dir dabei, deine Funde besser zu dokumentieren und später genau einzuordnen. Alternative: auch ein Zollstock passt leicht in deinen Rucksack.

Kompass

Jede moderne Technik kann einmal versagen. Um dich in abgelegenen Gebieten zu orientieren, wenn GPS-Signale schwach sind oder der Akku knapp wird, ist ein klassischer Kompass eine verlässliche Navigationshilfe, die dich sicher durch jedes Gelände führt. Cool ist er außerdem.

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Verpflegung

Die persönliche Verpflegung darf natürlich auch nicht fehlen. Besonders im Sommer ist Flüssigkeit immens wichtig. Die Feldflasche hat man bei kurzen Ausflügen am besten immer griffbereit am Gürtel. Sie sollte allerdings immer nur mit klarem Wasser gefüllt sein. Das löscht erstens am besten den Durst, zweitens kann man das Wasser auch vielseitig anderweitig einsetzen, zum Beispiel zur Reinigung von Fossilien, zum Kühlen oder falls sich mal jemand verletzt. Es wäre blöd, wenn dann jemand mitdenkt und zu deiner Feldflasche greift, und da hast du statt Wasser irgendwas anderes drin! Verbringt man längere Zeit im Gelände, sollte man mindestens drei Liter Wasser pro Tag dabeihaben und die Flasche regelmäßig wieder auffüllen. Nur aus dem eigenen Erfahrungsschatz geplaudert: ich wusste vor meiner ersten Dinosaurier-Ausgrabung nicht, dass ich sechs Liter Wasser an nur einem Tag trinken kann, ohne zwischendurch auch nur ein einziges Mal in die Büsche zu gehen.

Feldflasche

Eine Feldflasche sorgt dafür, dass du unterwegs stets genug Wasser zur Hand hast, was unverzichtbar ist bei langen Exkursionen. Ein robustes Modell, das Stöße und Stürze aushält, ist besonders praktisch. Ob Stahl oder Plastik ist deine Entscheidung – in einem isolierten Metallgefäß bleibt dein Wasser aber besser kühl.

Thermo-Behälter & Edelstahl-Becher

Ein Thermo-Behälter hält dein Getränk unterwegs zuverlässig warm oder kühl – perfekt für eine kurze Pause bei der Fossiliensuche. Robuste und auslaufsichere Modelle sind ideal, da sie auch in unwegsamem Gelände standhalten. Meine leichte und kompakte, aber dennoch stoßfeste und robuste Tasse aus Edelstahl möchte ich bei meinen Fossiliensuchen nicht mehr missen wollen.

Lunchbox & Besteckset

Bei einer längeren Fossiliensuche hast du am besten auch etwas zu Essen, wie z.B. Müsliriegel, eine Brotstulle oder frisches Obst mit im Gepäck. Deine Verpflegung kannst du am besten in so einer Plastikbox aufbewahren. Mit dem Besteckset hast dann du alles dabei, wenn dich der Hunger erwischt!

Müllsäcke

Hab im Rucksack am besten immer ein paar große Plastiktüten greifbar, in die dein Rucksack vollständig hineinpasst. So kannst du ihn vor Regen und Dreck schützen, später auch deinen Müll und alle Steinabschläge (!) mitnehmen, und auch dein Auto schonen: du wirst nach deinen Abenteuern oft völlig verdreckt sein. Deine schmutzigen Klamotten können dann direkt in die Tüte.

Viele dieser Ausrüstungsgegenstände sind übrigens bloß ein Nice-to-Have. Andere wiederum sind absolut essentiell! Was aber nun was ist, das hängt einerseits von dir als Person, dem Umfang deiner Sammelleidenschaft und auch deinem persönlichen Geschmack ab. Ich hoffe trotzdem, dir hier ein paar nützliche Inspirationen gegeben zu haben. Und lass dir eines gesagt sein: Viele dieser Gegenstände brauchst du ab und an auch mal ohne Fossilien-Hintergrund, ganz normal im Alltag eben oder auch für den Urlaub und deine sonstige Freizeit. Ich wünsche dir in jedem Fall viel Spaß mit allen deinen Anschaffungen!


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Hauptkategorie: Urzeitforschung

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